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Ob tatsächlich pflanzliche und tierische Fette – welche gesünder sind?

Olivia Davis

Olivia Davis

2026-03-25
5 Min. Lesezeit
Ob tatsächlich pflanzliche und tierische Fette – welche gesünder sind?
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Fettsäuren werden je nach Art der Verbindungen zwischen ihren Molekülen eingeordnet. Bei Vorhandensein von Doppelbindungen sprechen wir von ungesättigten Fettsäuren (einfach oder mehrfach ungesättigt). Wenn jedoch solche Verbindungen fehlen, handelt es sich um gesättigte Fettsäuren.

Pflanzliche Fettquellen: Eigenschaften, Stoffwechsel und kardiovaskuläre Gesundheitsauswirkungen

Pflanzliche Fette zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren aus, darunter sowohl einfach als auch mehrfach ungesättigte Vertreter der Omega-6- (n-6) und Omega-3-Familien (n-3). Da der menschliche Organismus **Linolsäure (LA, n-6)** und **Alpha-Linolensäure (ALA, n-3)** nicht selbst synthetisieren kann, werden diese als **essentielle ungesättigte Fettsäuren (EUF)** klassifiziert, deren Zufuhr ausschließlich über die Ernährung erfolgen muss. Hochwertige pflanzliche Öle – wie Raps-, Lein-, Soja-, Maiskeim- und Olivenöl – gelten (neben Fischölen) als primäre Quellen dieser Verbindungen. Epidemiologische Studien belegen eine inverse Korrelation zwischen der Aufnahme von Linolsäure und dem LDL-Cholesterinspiegel („schlechtes Cholesterin“), während gleichzeitig der Schutzfaktor HDL („gutes Cholesterin“) ansteigt, was das Risiko für arteriosklerotische Veränderungen verringert. Entscheidend für den Metabolismus von LA ist das Enzym **Delta-6-Desaturase**, dessen Aktivität durch exogene Faktoren gehemmt werden kann: Überkonsum gesättigter Fettsäuren, Mikronährstoffmangel (Zink, Magnesium), Tabakrauchen oder übermäßigen Alkoholkonsum. Eine gestörte Enzymfunktion führt zu einer ineffizienten Umwandlung von LA in **Gamma-Linolensäure (GLA)**, die potenziell entzündungshemmende Eigenschaften besitzt. Ein Ungleichgewicht im Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren (in europäischen Diäten oft 20:1) begünstigt zudem die Bildung von **Arachidonsäure** – einem proinflammatorischen Metaboliten. Alpha-Linolensäure (ALA) dient als Vorstufe für die langkettigen Fettsäuren **EPA** und **DHA**, deren tägliche Zufuhr (~1 g) mit einer Senkung der Triglyceride, verbesserter Thrombozytenfunktion und reduzierten Entzündungsmarkern assoziiert wird. Reich an ALA sind Leinsamenöl, Walnüsse und Chiasamen. Klinische Beobachtungen deuten zudem auf präventive Effekte von Omega-3-Fettsäuren bei neurodegenerativen Erkrankungen (Demenz), Autoimmunerkrankungen (rheumatoide Arthritis) und dermatologischen Störungen (atopisches Ekzem) hin. Kritisch ist jedoch, dass industrielle Verfahren wie **partielle Hydrierung** die *cis*-Konfiguration ungesättigter Fettsäuren in schädliche *trans*-Isomere umwandeln können, die ähnliche atherogene Eigenschaften wie gesättigte Fettsäuren aufweisen. Daher sollte der Verzehr von Produkten mit der Kennzeichnung "teilweise gehärtete/hydrierte pflanzliche Fette" vermieden werden, um den gesundheitlichen Nutzen pflanzlicher Lipide zu erhalten.

Tierische Fette: Zusammensetzung, Bedeutung und gesundheitliche Aspekte

Tierische Fette enthalten zwar einen bestimmten Anteil an ungesättigten Fettsäuren, stellen jedoch die primäre Quelle für gesättigte Fettsäuren (NKT) dar. Eine Ausnahme bilden hier Fische, die als beste Lieferanten der Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA gelten. Obwohl gesättigte Fettsäuren für den Organismus von Bedeutung sind, wird der Bedarf daran vollständig durch die körpereigene Synthese gedeckt, sodass eine zusätzliche Zufuhr über die Nahrung nicht zwingend erforderlich ist. Lebensmittel, die NKT enthalten, liefern dennoch weitere wertvolle Nährstoffe wie Kalzium (aus Milchprodukten), Zink sowie Vitamin B12 (aus Fleisch). Dennoch sollte der Verzehr dieser Produkte bevorzugt in fettarmen Varianten erfolgen, da ein übermäßiger Konsum von NKT mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert wird. Der Anteil tierischer Fette in der Ernährung sollte maximal 10 % der gesamten täglichen Energiezufuhr betragen.

Pflanzliche oder tierische Fette – welche sind für eine gesunde Ernährung die richtige Wahl?

Die Beantwortung dieser Frage gestaltet sich aus ernährungswissenschaftlicher Sicht überraschend klar. Fachleute betonen übereinstimmend, dass pflanzliche Fette einen festen Bestandteil der täglichen Ernährung darstellen sollten, während tierische Fette – mit der wichtigen Ausnahme von Fischfetten, deren Konsum in der polnischen Bevölkerung nach wie vor unzureichend ist – auf ein absolutes Minimum reduziert werden sollten. Gemäß den aktuellen Richtlinien des Instituts für Lebensmittel und Ernährung sollte Fisch mindestens zweimal pro Woche auf dem Speiseplan stehen. Zu beachten ist, dass Rapsöl aufgrund seiner Hitzestabilität die optimale Wahl für die Zubereitung von Speisen bei hohen Temperaturen (wie Braten, Backen oder Schmoren) darstellt. Andere pflanzliche Öle – einschließlicher Rapsöl – eignen sich hervorragend für kalte Gerichte wie Salate, sollten jedoch keinesfalls erhitzt werden. Entscheidend ist zudem, dass Öle für den Rohverzehr ausschließlich kaltgepresst (unraffiniert) sein sollten; hier ist zu beachten, dass die Bezeichnung "kaltfiltriert" nicht mit "kaltgepresst" gleichzusetzen ist und irreführend sein kann, da der Raffinationsprozess wertvolle Nährstoffe, Aromen und Geschmackskomponenten zerstört. Obwohl Fette essenziell für eine ausgewogene Ernährung sind, weisen sie eine außerordentlich hohe Kaloriendichte auf (9 kcal pro Gramm), weshalb ihr Verzehr – selbst im Rahmen einer gesunden Ernährung – kontrolliert werden sollte, jedoch nicht unter 20 % des gesamten Energiebedarfs sinken darf. Lesen Sie auch unseren Artikel über Phosphatidylcholin, das eine zentrale Rolle im Fettstoffwechsel spielt!
Olivia Davis

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