Nicht immer gesunder Fruchtsaft: Aktuelle Hinweise zum Saftkonsum von Kindern
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Können Fruchtsäfte frische Früchte ersetzen? Aktualisierte Leitlinien für Eltern von Kleinkindern
Die American Academy of Pediatrics hat überarbeitete Richtlinien zur Fruchtsaftzufuhr bei Kindern veröffentlicht, die Eltern als Grundlage für die Ernährungsplanung ihrer Kleinkinder dienen sollten. Entgegen der weit verbreiteten Annahme, dass Fruchtsäfte besonders gesund seien, zeigen die neuen Empfehlungen, dass sie keineswegs die optimale Nährstoffquelle für Kinder darstellen. Experten betonen, dass ganze, frische Früchte die deutlich bessere Alternative sind, da sie nicht nur Vitamine, sondern auch essentielle Ballaststoffe enthalten, die für eine gesunde Verdauung unabdingbar sind. Säfte hingegen, denen diese Ballaststoffe fehlen, können zu metabolischen Störungen beitragen. Die aktualisierten Leitlinien führen zudem strikte Mengenbegrenzungen ein: Säuglinge unter 12 Monaten sollten überhaupt keinen Saft erhalten, Kinder zwischen 1 und 3 Jahren dürfen maximal 120 ml pro Tag konsumieren, 4- bis 6-Jährige 120–180 ml und ältere Kinder (7–8 Jahre) bis zu einem vollen Glas (240 ml). Kinderärzte warnen außerdem vor möglichen Wechselwirkungen zwischen Grapefruitsaft und Medikamenten und raten davon ab, Fruchtsäfte an Kinder mit Durchfall oder Dehydrationssymptomen zu vergeben. Sämtliche für Kinder bestimmte Säfte müssen pasteurisiert sein. Diese Anpassungen sind eine Reaktion auf die zunehmende Häufigkeit von Karies, Übergewicht und Adipositas bei Kindern, deren Ernährung übermäßig viele Fruchtsäfte enthält.