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Name: Gewöhnlicher Wermut - Eigenschaften, parasitenhemmende Wirkung, gegen Zecken... Tinktur aus Wermutkraut

Olivia Davis

Olivia Davis

2026-03-16
5 Min. Lesezeit
Name: Gewöhnlicher Wermut - Eigenschaften, parasitenhemmende Wirkung, gegen Zecken... Tinktur aus Wermutkraut
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Früher wurde es als Wundermittel eingesetzt, heute gilt es in der Europäischen Union als giftige Pflanze. Die goldgelben Blüten des gewöhnlichen Wermutkrauts, die in unserem Land blühen, sind relativ verbreitet und oft in Bouquets im August zu finden. Nur wenige Menschen wissen, wie viele biologisch aktive Bestandteile Tanacetum vulgare enthält.

Das gewöhnliche Tor

Während der Sommermonate, etwa von Mitte Juli bis Ende September, auf Wiesen, Straßenrändern, Waldrändern und in Gebüschen, kann man eine Pflanze mit leuchtend gelben Blüten in typischen Blütenständen beobachten. Das gewöhnliche Tor, auch bekannt unter dem lateinischen Namen Tanacetum vulgare L., ist eine stark aromatische Pflanze mit einem Geruch, der an Wurzeln erinnert und eine leichte Note von Kampfer aufweist. Obwohl der Rohstoff und seine Zubereitungen heute in der Heilkunde an Bedeutung verloren haben, lohnt es sich, die traditionellen Anwendungsmethoden dieser weit verbreiteten Pflanze zu erforschen, wie sie von erfahrenen Kräuterkundigen genutzt wurden.

Merkmale des Rainfarns

Rainfarn (Tanacetum vulgare) ist eine Heilpflanze, deren oberirdische Bestandteile wie Kraut, Blüten, Blätter und Früchte als wertvolle Rohstoffe dienen. Das Kraut des Rainfarns enthält bis zu 0,6% ätherisches Öl, während die Blüten 1-1,5% Öl mit β-Tuon als Hauptbestandteil (etwa 60-70%) aufweisen. Die heilenden Eigenschaften des Rainfarns lassen sich auf das Vorhandensein von β-Tuon und Sesquiterpenlactonen zurückführen, die die Wirksamkeit des Rohstoffs maßgeblich beeinflussen [1]. In der traditionellen Volksmedizin wurde Rainfarn bei Verdauungsstörungen eingesetzt, und äußerlich behandelte man damit Prellungen, Schwellungen, Verstauchungen, rheumatische Schmerzen sowie Hauterkrankungen (Akne, Rosazea, Psoriasis). Die biologisch aktiven Substanzen im Rainfarn entfalten entzündungshemmende, stark desinfizierende, schmerzlindernde, krampflösende, beruhigende, antidepressive und entgiftende Wirkungen. Präparate aus Rainfarn gelten als eines der stärksten und zuverlässigsten Mittel zur Förderung der Gallenproduktion und -abgabe [3]. Dank der Anwesenheit von Lactonen und Terpenen stärkt Rainfarn die Abwehrkräfte des Körpers gegen Infektionen, und wässrige Extrakte aus seinem Kraut wirken effektiv bei Infektionskrankheiten wie Masern, Grippe, Halsschmerzen und Scharlach. Derzeit wird in der Medizin nur ein alkoholischer Extrakt aus Rainfarnblüten verwendet, der in der äußerlich anzuwendenden Flüssigkeit „Artemisol“ bei Krätze und Räude zum Einsatz kommt [1].

Tanacetum vulgare gegen Parasiten

Tanacetum vulgare enthält verschiedene Wirkstoffe mit antiseptischen Eigenschaften, die seit der Antike zur Bekämpfung von Parasiten wie Spulwürmern (Menschliche Maden, Haferwurm), Plattwürmern, Insekten und Milben eingesetzt werden. Aus Tanacetum vulgare hergestellter Wermutessig (Acetum Tanaceti) wird zur Behandlung von Läusen verwendet. Einige Kräuterexperten sind der Meinung, dass pulverisierte Früchte des Wermuts sowie daraus gewonnene Extrakte hochwirksam gegen Parasiten sind. Das pulverisierte Pflanzenmaterial kann mit Honig vermischt und oral in einer Dosis von 3–4 g, zweimal täglich (morgens und abends) eingenommen werden. Bei schwer behandelbaren Parasitenkrankheiten wie Akantamöbose kann pflanzliche Therapie angewendet werden. Studien belegen, dass Extrakte aus 25 g getrockneter Tanacetum vulgare-Pflanze starke therapeutische Wirkungen gegen Acanthamoeba spp.-Stämme zeigen. Zudem wurden positive Ergebnisse der Anwendung von Substanzen in Tanacetum vulgare in Kombination mit anderen Medikamenten bei der Behandlung von Trypanosoma cruzi und Leishmania amazonensis beobachtet.

Tanacetum vulgare als Mittel gegen Zecken einsetzen

Der ausgeprägte, würzige Duft von Tanacetum vulgare, angereichert mit einer leichten Kamfornote, dient als wirksames natürliches Abwehrmittel gegen Fliegen, Ameisen, Motten, Mücken und Zecken. Die von Dr. Różański durchgeführten Studien belegen die Effektivität von Extrakten aus Tanacetum vulgare bei der Bekämpfung von Zecken, Milben, Flöhen und Läusen.

Eine Kräutertinktur aus Tanacetum vulgare

Die Tinktur aus Tanacetum vulgare, hergestellt nach altbewährter Rezeptur, wirkt durchblutungsfördernd, schmerzlindernd und entzündungshemmend. Dank der hohen Konzentration an pflanzlichen Wirkstoffen eignet sie sich hervorragend als natürliches Hausmittel zur Unterstützung der Gelenk- und Muskelgesundheit. Allerdings sollte beachtet werden, dass aufgrund des enthaltenen Alkohols und der starken Wirkstoffe diese Tinktur nicht für Schwangere und Stillende empfohlen wird. Für die Zubereitung benötigt man 1 Tasse frisches oder getrocknetes, gemahlenes Kraut und 250–300 ml Alkohol mit einem Alkoholgehalt von 70%. Die Zutaten müssen 7 Tage lang in einem verschlossenen Gefäß an einem dunklen Ort ziehen, bevor sie filtriert werden.
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