Muskeldysmorphophobie: Erfahren Sie mehr über diese Krankheit!
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Die Suche nach der perfekten Silhouette und eine ausgewogene Ernährung sind wichtige Bestandteile des modernen Lebensstils. Trotz ihrer positiven Auswirkungen auf die Gesundheit können sie zur Entwicklung von Muskeldysmorphie führen, einer psychischen Erkrankung, die auch als umgekehrte Anorexie bezeichnet wird. Diese Störung betrifft einen von zehn körperlich aktiven Männern und ihre Folgen können schwerwiegend sein. Es ist an der Zeit, dass wir ihr besondere Aufmerksamkeit schenken.
Was ist Bigorexie?
Bigorexie, auch als Muskeldysmorphie bekannt, ist eine psychische Störung. Diese Krankheit betrifft fast 10% der Bodybuilder, meistens Männer. Wissenschaftliche Studien belegen, dass der Beginn von Bigorexie normalerweise am Ende der Pubertät auftritt. Die häufigsten Opfer sind Personen, die zuvor mit Problemen wie Übergewicht, übermäßiger Müdigkeit oder sozialen Problemen konfrontiert waren (Probleme bei der Kontaktaufnahme mit Gleichaltrigen oder Gefühl der Ausgrenzung). Muskeldysmorphie tritt auch häufig bei Personen auf, die mit privaten Problemen wie Beziehungsproblemen mit Partner oder Familie oder Komplexen im Zusammenhang mit sexueller Funktionalität konfrontiert sind. Ein weiterer häufiger Faktor für die Entwicklung der Krankheit ist übermäßiger Stress, der zusätzlich durch den derzeit beliebten Körperkult verstärkt wird.
Wie erkennt man die obsessive Sehnsucht nach Muskulatur?
Das Herz der Bigorexie ist das unaufhörliche Verlangen nach einem perfekten Körper. Anfangs sind Trainings hauptsächlich darauf ausgerichtet, das Aussehen zu verbessern und das Selbstvertrauen zu steigern. Allerdings beginnt dies problematisch zu werden, wenn Bigorektiker ihren gesunden Menschenverstand zu verlieren beginnen, da sie unzufrieden mit ihrem Körperbild bleiben, trotz offensichtlicher Veränderungen. Infolgedessen entwickeln sie zwanghafte Trainingsgewohnheiten, die durch obsessive Verhaltensweisen wie übermäßige körperliche Aktivität und Diätvorschriften gekennzeichnet sind. Es ist bemerkenswert, dass Bigorektiker auch Persönlichkeitsveränderungen erfahren.
Muskelwahn und anabolische Substanzen
In den meisten Fällen von Muskelwahn kann die betroffene Person die Verwendung von muskelaufbauenden Substanzen in Betracht ziehen. Es handelt sich hauptsächlich um anabole Substanzen, die den Muskelaufbau fördern sollen. In der Regel sind sie nur auf Rezept erhältlich und ihre Verwendung ist nur nach medizinischen Untersuchungen und unter ständiger medizinischer Aufsicht zulässig. Leider beginnen Menschen mit Muskelwahn oft selbstständig mit der Verwendung von anabolen Steroiden und verwenden Substanzen unbekannter Herkunft. Eine unachtsame Manipulation des Testosteronspiegels kann nicht nur zu Veränderungen der Stimme, einer Verlangsamung des Haarwuchses oder der Entwicklung einer Gynäkomastie führen, sondern auch zu Wachstumsstörungen, Herzrhythmusstörungen, Schlaganfall und Potenzstörungen führen, die zu Unfruchtbarkeit führen können.
Folgen von Bigoreksie
Menschen mit Bigoreksie beginnen, ihr Leben dem Prozess des Muskelaufbaus zu unterordnen und platzieren das Training als höchste Priorität. Betroffene von Bigoreksie beschränken oft soziale Kontakte, und Gespräche konzentrieren sich häufig ausschließlich auf Körpermodellierung. Dysmorphie wird oft als umgekehrte Anorexie bezeichnet, obwohl sie im Gegensatz dazu keine ernsthaften Gesundheitsrisiken mit sich bringt. Obsessives Denken über das Aussehen in Verbindung mit ständigem Druck der Umgebung und mangelnder Selbstzufriedenheit kann zur Entwicklung von Depressionen und Angstzuständen, einschließlich Paranoia, führen. Personen mit Bigoreksie zeigen oft emotionale Labilität, wobei sie leicht von übermäßiger Euphorie zu tiefer Traurigkeit wechseln können, was zu Suizidversuchen führen kann. Darüber hinaus können intensive Trainingseinheiten und eine restriktive Ernährung zu einer allmählichen, aber mit der Zeit sichtbaren (jedoch nicht für die Betroffenen) Erschöpfung des Körpers führen. Ernährungsdefizite, die zu Avitaminose, mangelnder Menge an Makro- und Mikronährstoffen führen, können nicht nur zu einer Verringerung der Muskelmasse, sondern auch zum Auftreten vieler Stoffwechselstörungen führen.
Wie kann Bigorexie bewältigt werden?
Die Überwindung von Bigorexie basiert hauptsächlich darauf, eine intensive Verhaltens- und Pharmakotherapie durchzuführen, wenn Anzeichen von depressiven Störungen auftreten. Darüber hinaus ist es auch notwendig, den Zustand der inneren Organe zu überprüfen, um Schäden durch die Anwendung einer unterernährten Diät oder Medikamente zu vermeiden. Wenn Schäden festgestellt werden, sind geeignete Maßnahmen erforderlich, um das Gleichgewicht des Organismus wiederherzustellen.
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