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Magenknurren – Ursachen und Umgang damit

David Janitzek

David Janitzek

2026-03-21
4 Min. Lesezeit
Magenknurren – Ursachen und Umgang damit
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Blähungen sind ein häufiges Problem, das durch die Ansammlung von überschüssigen Gasen in den Darmen verursacht wird. Luft gelangt hauptsächlich während der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme in den Verdauungstrakt. Gleichzeitig entstehen Gase wie Wasserstoff, Methan und Kohlendioxid innerhalb der Därme. Wenn das Verdauungssystem ordnungsgemäß arbeitet, entfernt der Körper überschüssige Gase, zum Beispiel durch Aufstoßen. Leider kommt es bei vielen Erkrankungen dieses Systems oder als Folge von Stress zu einer Ansammlung von Gasen, was zu Bauchschmerzen, Blähungen, Aufstoßen oder übermäßiger Gasproduktion führt.

Primäre Auslöser von Bauchauftreibungen – Ursachen und zugrundeliegende Mechanismen

Aufblähungen zählen zu den häufigsten gastrointestinalen Beschwerden und können durch funktionelle Störungen wie die funktionelle Dyspepsie oder das Reizdarmsyndrom ausgelöst werden, ebenso wie durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten – darunter Laktoseintoleranz, Glutenunverträglichkeit oder Fettmalabsorption. Verhaltensbedingte Faktoren wie das Rauchen von Tabakwaren oder übermäßiges Kaugummikauen, die zur Aerophagie (Luftschlucken) beitragen, können die Symptomatik verstärken. Von zentraler Bedeutung ist die individuelle Verträglichkeit bestimmter Lebensmittel: Hülsenfrüchte und Kohlgemüse werden häufig als potenzielle Auslöser von Unwohlsein genannt. Zudem begünstigen fettreiche, schwer verdauliche Mahlzeiten das Auftreten von Blähungen. Studien von Eswaran, Muir und Chey (2013) deuten darauf hin, dass selbst geringe Mengen an Ballaststoffen bei Personen mit funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen zu vermehrten Blähungen führen können. In den letzten Jahren nimmt die Prävalenz von Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu, wobei die Laktoseintoleranz (mit Symptomen wie Bauchschmerzen, Durchfall und Blähungen) sowie die Zöliakie (Glutenunverträglichkeit gegenüber Weizen, Gerste und Roggen) besonders hervorzuheben sind. Ein weiteres relevantes Krankheitsbild ist das *Small Intestinal Bacterial Overgrowth* (SIBO), das ähnliche Beschwerden verursachen kann. Bei der diagnostischen Abklärung sollten zudem eingenommene Medikamente berücksichtigt werden – so kann Metformin, ein häufiges Antidiabetikum bei Typ-2-Diabetes, gastrointestinale Nebenwirkungen wie Blähungen hervorrufen. Untersuchungen von Cockbain et al. (2019) zeigen, dass auch chirurgische Eingriffe, beispielsweise die laparoskopische Fundoplikatio, Blähungen als postoperative Komplikation nach sich ziehen können. Nicht zu vernachlässigen ist außerdem der Alterungsprozess: Mit zunehmendem Lebensalter nehmen die Verdauungsfunktionen ab, was ältere Personen anfälliger für wiederkehrende gastrointestinale Beschwerden, einschließlich Blähungen, macht.

Wirksame Strategien zur Behandlung von übermäßiger Gasbildung im Verdauungstrakt

Die Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung von Blähungen besteht in einer präzisen Diagnosestellung der zugrundeliegenden Ursachen. Hierzu empfehlen sich gezielte medizinische Untersuchungen, wie etwa Laktoseintoleranz-, Fruktoseintoleranz- oder Zöliakie-Tests, kombiniert mit einer sorgfältigen Selbstbeobachtung der individuellen Reaktionen auf bestimmte Nahrungsmittel. Das Führen eines detaillierten Ernährungstagebuchs – in dem sämtliche konsumierte Speisen, Getränke sowie auftretende Beschwerden dokumentiert werden – ermöglicht die Identifizierung spezifischer Ernährungsmuster, die die Symptome auslösen. Darüber hinaus sollte überprüft werden, ob eingenommene Medikamente mögliche gastrointestinale Nebenwirkungen verursachen, welche die Blähungsbeschwerden zusätzlich verstärken könnten.

Empfohlene und nicht empfohlene Lebensmittel bei Blähungsbeschwerden – eine umfassende ernährungsphysiologische Leitlinie

Die Auswahl an empfehlenswerten sowie zu meidenden Lebensmitteln bei Blähungen variiert maßgeblich in Abhängigkeit von der zugrundeliegenden Ursache der Beschwerden. Personen mit diagnostizierter Laktoseintoleranz sollten den Konsum von Kuhmilch und allen Milchprodukten – einschließlich solcher Erzeugnisse, in denen Laktose in versteckter Form enthalten sein kann (beispielsweise in Wurstwaren wie Wiener Würstchen, Süßwaren, diversen Backwaren oder sogar bestimmten Arzneimitteln) – deutlich reduzieren. Das Ausmaß der diätetischen Einschränkung – sei es durch vollständigen Verzicht oder gezielte Auswahl laktosearmer Alternativen (z. B. gereifte Käsesorten, die deutlich weniger Laktose enthalten als flüssige Milch) – sollte stets an die individuelle Verträglichkeitsschwelle des Organismus angepasst werden. Patienten mit gesicherter Zöliakie müssen glutenhaltige Lebensmittel – also Weizen, Roggen und Gerste in jeglicher Verarbeitungsform – konsequent meiden. Aufgrund der extremen Sensitivität gegenüber selbst Spuren von Gluten ist die Verwendung separater Küchenutensilien wie Geschirr, Töpfe und Besteck unerlässlich, um das Risiko einer Kreuzkontamination zu minimieren. Bei Darmerkrankungen wie dem *Small Intestinal Bacterial Overgrowth* (SIBO) kann eine Ernährungsumstellung nach dem Low-FODMAP-Prinzip sinnvoll sein, welche die Eliminierung kurzkettriger, schlecht resorbierbarer Kohlenhydrate vorsieht – darunter Fructose, Laktose, Galacto-Oligosaccharide (GOS), Fructo-Oligosaccharide (FOS) sowie Polyole wie Sorbit, Laktit und Xylit. Zu den Lebensmitteln, die Blähungen begünstigen können, zählen vor allem Hülsenfrüchte (Linsen, Kichererbsen, Erbsen, Bohnen), Kohlgemüse (verschiedene Kohlsorten, Brokkoli), rohes Obst und Gemüse, vollkornreiche und ballaststoffhaltige Produkte sowie stark verarbeitete Nahrungsmittel. Auch die Zubereitungsmethode spielt eine entscheidende Rolle: Frittieren – insbesondere in tiefem Fett – sollte vermieden werden; stattdessen sind schonende Garmethoden wie Dämpfen, Dünsten oder fettarmes Backen vorzuziehen.

Zusammenfassende Übersicht zu Ernährungsempfehlungen und Ursachen von Blähbauch

Zur Linderung von Blähungsbeschwerden wird der Verzehr von leicht verdaulichen Lebensmitteln empfohlen, darunter fettarme Milchprodukte — vorausgesetzt, eine Laktoseintoleranz wurde zuvor ausgeschlossen — sowie helles Brot, sofern keine Glutenunverträglichkeit vorliegt. Des Weiteren sollten mageres Fleisch und Geflügelfleisch bevorzugt werden, da diese einen geringen Fettgehalt aufweisen. Gemüse und Obst sollten vor dem Verzehr einer thermischen Behandlung unterzogen werden, um die Verdauung zu erleichtern. Als optimale Zubereitungsmethoden gelten Kochen in Wasser, Dampfgaren, Backen im Ofen sowie Schmoren bei niedriger Hitze. Es ist wichtig zu betonen, dass es keinen universell anwendbaren Speiseplan gibt, der bei allen Patienten Blähungen vollständig beseitigen würde. Entscheidend ist vielmehr die individuelle Anpassung der Ernährung an die Signale des Körpers sowie die Beobachtung der Reaktionen auf bestimmte Lebensmittel. Blähungen können durch eine Vielzahl ätiologischer Faktoren verursacht werden, weshalb die genaue Identifizierung der Ursache die Grundlage für eine wirksame Behandlung oder deutliche Linderung der Beschwerden darstellt. Zu den häufigsten Auslösern zählen funktionelle Störungen des Magen-Darm-Trakts — einschließlich des Reizdarmsyndroms — sowie Nahrungsmittelunverträglichkeiten (wie Gluten- oder Laktoseintoleranz), Nebenwirkungen von Medikamenten, hastiges Essen, chronischer Stress und der Konsum bestimmter Lebensmittelgruppen. Bei leichten Symptomen kann es hilfreich sein, verdächtige Bestandteile vorübergehend aus der Ernährung zu streichen oder die Portionsgrößen zu reduzieren, während gleichzeitig die Reaktionen des Körpers überwacht werden. Nur ein personalisierter Ansatz, der individuelle metabolische Gegebenheiten und den Lebensstil berücksichtigt, kann nachhaltige therapeutische Erfolge erzielen.
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