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Kokosöl – Kann man es verzehren? Vor- und Nachteile

Tomasz Jankowski

Tomasz Jankowski

2026-03-18
5 Min. Lesezeit
Kokosöl – Kann man es verzehren? Vor- und Nachteile
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Kokosnussöl ist seit vielen Jahren Gegenstand einer unablässigen Debatte, hauptsächlich aufgrund von Hinweisen, dass es als Superfood angesehen werden sollte. In Supermärkten findet man es im Bereich der gesunden Ernährung, aber ist das wirklich sein richtiger Ort?

Kokosöl: Zusammensetzung, Eigenschaften und detaillierter Nährwert aus wissenschaftlicher Perspektive

Kokosöl, welches ebenfalls als Kokosfett bezeichnet wird, wird durch das Pressen des Fruchtfleischs der Kokospalme (*Cocos nucifera*) gewonnen. Seine chemische Struktur ist geprägt von einem außergewöhnlich hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, die mehr als 80 % des Gesamtfettgehalts ausmachen – wobei Laurinsäure (C12:0) den größten Teil darstellt. Der Gehalt an einfach ungesättigten sowie mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist dagegen vernachlässigbar gering, was es von den meisten anderen pflanzlichen Ölen unterscheidet. Bezüglich der mehrfach ungesättigten Fettsäuren (MUFS) enthält eine 100-Gramm-Portion lediglich 1,7 Gramm, während beispielsweise Rapsöl hier einen Wert von 25,3 Gramm aufweist. Aufgrund des hohen Fettanteils zählt Kokosöl zu den besonders energiedichten Lebensmitteln – 100 Gramm liefern dem Körper 833 Kilokalorien. Die nachfolgende Tabelle veranschaulicht das vollständige Nährwertprofil von Kokosöl, basierend auf den offiziellen Daten der *FoodData Central* (USDA, abrufbar unter: fdc.nal.usda.gov/index.html).

Kokosöl hat seine Vorteile

Kokosöl ist ein äußerst beliebtes Produkt. Es wird in der Kaffee- und Kosmetikindustrie verwendet und hat einen etwas höheren Anteil an Fettsäuren als einzelne und gesättigte. Es ist nicht ohnehin so modern. Es gibt jedoch einige Vorteile. Aufgrund des hohen Gehaltes an gesättigtem Fettsauregehalt kann es sich sehr gut fressen. Diese Kokosäuren zeigen eine hohe Stabilität bei der thermischen Verarbeitung, und ihr Anteil ist etwas höher als der Anteil an einer und hohen Menge an fettsauren. In einer Studie wurde jedoch darauf hingewiesen, dass die Stabilität von Olivenöl in der Hautsaur während der langen Verarbeitung von Kokossäuren bei den MCHAIN-Kokosseren reduziert wurde.

Kokosnussöl: Wissenschaftlich belegte gesundheitliche Risiken und kritische Nachteile

Kokosöl weist trotz seiner Beliebtheit in der Küche und Kosmetik erhebliche gesundheitliche Risiken auf, insbesondere für das Herz-Kreislauf-System. Mit einem Anteil von über 80 % an gesättigten Fettsäuren fördert es die Erhöhung des LDL-Cholesterinspiegels – auch als "schlechtes Cholesterin" bekannt – was das Risiko für Arteriosklerose, Herzinfarkte und Schlaganfälle signifikant steigert. Diese besorgniserregenden Zusammenhänge wurden in zahlreichen klinischen Studien dokumentiert, darunter in einer offiziellen Stellungnahme der American Heart Association (AHA) aus dem Jahr 2017, die von einer regelmäßigen Einnahme ausdrücklich abrät. Systematische Übersichtsarbeiten – wie die Analysen von Eyres (2016) oder Neelakantan et al. (2020) – bestätigen zudem, dass Kokosöl nicht nur keine gesundheitsfördernden Eigenschaften aufweist, sondern in seiner Schädlichkeit sogar tierische Fette wie Butter oder Schmalz übertrifft. Ein weiteres Problem stellt der Mangel an essenziellen mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren dar, deren Defizit in der westlichen Ernährung bereits ausgeprägt ist. Der Ersatz von Rapsöl oder nativem Olivenöl extra durch Kokosöl könnte diesen Mangel weiter verschärfen, was langfristig entzündliche Prozesse und die Entstehung von Krebs begünstigt (Mess et al., 2017).

Zusammenfassende Analyse der Eigenschaften und Empfehlungen zum Verzehr von Kokosöl unter gesundheitlichen Gesichtspunkten

Fette erfüllen unverzichtbare Funktionen im menschlichen Organismus, indem sie energetische, isolierende und strukturelle Rollen für Zellmembranen übernehmen. Innerhalb der breiten Palette verfügbarer Fettquellen hat Kokosöl in den letzten Jahren erhebliche Aufmerksamkeit erlangt und wird häufig als "gesund" oder sogar "wundersam" beworben. Wissenschaftliche Analysen zeigen jedoch, dass sein regelmäßiger Konsum – selbst in moderaten Mengen – mit Vorsicht betrachtet werden sollte, insbesondere von Personen mit einer Prädisposition für Dyslipidämie oder kardiovaskuläre Erkrankungen.

Klinische Studien bestätigen, dass Kokosöl etwa 82–87 % gesättigte Fettsäuren enthält, was es zu einem der am stärksten gesättigten pflanzlichen Fette macht, die allgemein verwendet werden. Der hohe Gehalt an Laurinsäure (ca. 45–50 %) kann zwar die Konzentration von High-Density-Lipoproteinen (HDL, das sog. "gute Cholesterin") erhöhen, gleichzeitig trägt er jedoch auch zu einem Anstieg der Low-Density-Lipoproteine (LDL, das sog. "schlechte Cholesterin") bei, was langfristig das Risiko für Arteriosklerose erhöhen kann. Daher sollte dieses Produkt trotz einiger vorteilhafter Aspekte nicht als universelle diätetische Lösung betrachtet werden.

Gemäß den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) sollte die Aufnahme gesättigter Fettsäuren auf maximal 10 % der gesamten täglichen Energiezufuhr begrenzt werden, bei Personen mit erhöhtem kardiovaskulärem Risiko sogar auf 7 %. In der Praxis bedeutet dies, dass selbst gesunde Personen Kokosöl nur gelegentlich konsumieren sollten, während Patienten mit Hypercholesterinämie oder anderen Stoffwechselstörungen es vollständig meiden und durch Fette mit einem hohen Anteil an einfach ungesättigten (z. B. Olivenöl) oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren (z. B. Leinsamenöl, Nüsse) ersetzen sollten.

Es ist ebenfalls wichtig zu betonen, dass marketingbezogene Aussagen, die Kokosöl als Produkt mit "außergewöhnlichen abnehmfördernden" oder "antibakteriellen" Eigenschaften darstellen, in seriösen wissenschaftlichen Studien keine ausreichende Bestätigung finden. Zwar zeigen einige Inhaltsstoffe wie Laurinsäure *in vitro* antimikrobielle Wirkungen, ihre Effektivität *in vivo* bleibt jedoch unbewiesen oder marginal. Daher sollte man sich nicht auf unbestätigte Behauptungen verlassen, sondern sich an evidenzbasierten Empfehlungen (EBM – *Evidence-Based Medicine*) orientieren, die klar den Vorzug ungesättigter Fette in der Prävention von Zivilisationskrankheiten aufzeigen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Kokosöl zwar eine kulinarische Bereicherung für gesunde Personen darstellen kann, sein übermäßiger oder regelmäßiger Konsum jedoch reale metabolische Risiken birgt. Die Entscheidung, es in die Ernährung aufzunehmen, sollte immer in Absprache mit einem Ernährungsberater oder Arzt erfolgen, insbesondere bei bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Alternativen wie natives Olivenöl extra oder kaltgepresstes Rapsöl bleiben aus der Perspektive der langfristigen Gesundheit die sicherere und besser dokumentierte Wahl.

Tomasz Jankowski

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