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Körpertypen und Strategie beim Formen der Figur

Emilia Szymańska

Emilia Szymańska

2026-03-19
4 Min. Lesezeit
Körpertypen und Strategie beim Formen der Figur
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Im Wesentlichen trifft jeder, der in einem Fitnessstudio trainiert und seine Erscheinung verändern oder seine Leistung verbessern möchte, auf den Begriff Somatotyp. Was bedeutet das eigentlich und lohnt es sich, beim Planen des Prozesses des Formens der Figur Somatotypen zu berücksichtigen?

Körperbau gemäß der Sheldon-Klassifizierung

Im Jahr 1940 kam W. Sheldon auf der Grundlage einer Analyse von Bildern von 4000 Studenten zu dem Schluss, dass es drei Arten von Körperbau gibt. Die Theorie beruht auf der Existenz von drei Schichten von Zellen, aus denen verschiedene Systeme hervorgehen: Endoderma, Ektoderma und Mesoderma. Die Dominanz jeder dieser Schichten soll den Körperbau, die Persönlichkeit und sogar den Gesundheitszustand bestimmen. Es werden die drei Haupttypen der Körperkontur erörtert.

Endomorpher Mesomorpher

Menschen mit diesem Somatotyp haben charakteristisch schmale Schultern und breitere Hüften. Es wird allgemein angenommen, dass Fettgewebe bei Endomorphen häufiger gespeichert wird. Darüber hinaus speichert der Körper mehr Wasser, was dazu führen kann, dass solche Menschen massiger erscheinen.

Ektomorpher Körperbau

– herausragende Merkmale des ektomorphen Körperbaus sind schmale Arme und Taille, lange Gliedmaßen und ein geringer Knochenumfang. Personen mit dieser Körperstruktur kann es schwer fallen, Muskelmasse aufzubauen.

Mesosomatischer Typ

Menschen mit diesem Körperbau vereinen Merkmale des Ektomorphen und Endomorphen. Charakteristische Eigenschaften sind ein breiter Brustkorb, schmale Hüften und ausgedehnte Gliedmaßen. Mesosomatische Typen weisen normalerweise einen geringen Anteil an Körperfett auf und können leicht Muskelmasse aufbauen.

Die Heath-Carter-Methode

Die aktuelle Heath-Carter-Methode dient der Einschätzung von Somatotypen. Diese Methode berücksichtigt Messungen wie die Knochendicke, den Umfang von Oberschenkel und Arm sowie die Haut-Fett-Falten. Auch Körpergewicht und Körpergröße spielen eine wichtige Rolle. Die erhaltenen Messungen werden anschließend in mathematische Muster eingebracht. Da sich die meisten dieser Messungen im Laufe des Lebens einer Person verändern, kann dies beeinflussen, welchem Somatotyp eine Person zugeordnet wird. Solche detaillierten Berechnungen sind jedoch nicht für die durchschnittliche Person erforderlich, die Sport auf Amateurniveau betreibt. Für eine einfache Einschätzung des Körpertyps kann ein Blick in den Spiegel hilfreich sein: Eine schlanke und hochgewachsene Person ist ein Ektomorph, eine muskulöse und sportliche Person ist ein Mesomorph und eine Person mit runden oder massigen Formen ist ein Endomorph.

Beeinflusst der Somatotyp wirklich die Art des Trainings?

Viele körperlich aktive Menschen glauben, dass der Somatotyp einen großen Einfluss auf die Kraftleistung und das Körperbild hat. In einer Studie aus dem Jahr 1994 wurde diese These bestätigt. Eine Gruppe von Männern absolvierte ein 12-wöchiges Krafttraining, bei dem eine größere Zunahme der Muskelmasse bei endomorphen Menschen im Vergleich zu ektomorphen Menschen beobachtet wurde. (L. M. Van Etten, F. T. Verstappen, K. R. Westerterp, 1994). In einem weiteren Experiment, das an einer Gruppe von 36 körperlich aktiven Männern durchgeführt wurde, wurde die Beziehung zwischen Somatotyp und anaerober Leistungsfähigkeit bei Übungen wie Kniebeugen und Bankdrücken untersucht. Es zeigte sich, dass Menschen mit einem mezomorphen Körperbau bessere Kraftleistungen erzielten als Menschen mit anderen Somatotypen (H. Ryan-Stewart, J. Faulkner, S. Jobson, 2018). In einer Studie an Judo-Athleten wurde festgestellt, dass Menschen mit ektomorpher Körperstruktur während des Trainings schlechter abschnitten als mezomorphe Athleten mit größerer Kraft (J. Lewandowska et al., 2011). Ein weiteres Experiment zeigte, dass ektomorphe Menschen im Vergleich zu mezomorphen Menschen während des Taekwondo-Trainings besser abschnitten (J. -W. Noh, J. -H. Kim, J. Kim, 2013). Einige Leute glauben, dass die Klassifizierung nach Somatotypen als Referenzpunkt bei der Auswahl einer geeigneten Sportart dienen sollte, aber in den verfügbaren Studien wurde hauptsächlich auf die Körperzusammensetzung und die Menge an Fettgewebe geachtet, während genetische und psychologische Faktoren, die für die Klassifizierung entscheidend sein sollten, vernachlässigt wurden.

Beeinflusst die körperliche Konstitution den Kalorienbedarf?

Es wird allgemein angenommen, dass Ektomorphen Schwierigkeiten haben, Muskelmasse aufzubauen, während dies für Mesomorphen einfach ist. Der Mythos, dass der Kalorienbedarf von einem bestimmten Körperbau abhängt, ist ähnlich wie die Verteilung von Makronährstoffen in der Ernährung. Unabhängig vom Körperbau ist ein Kaloriendefizit für den Prozess der Fettverbrennung unerlässlich, während für den Muskelaufbau ein positives Energiegleichgewicht erforderlich ist. Unbestreitbar gibt es Unterschiede im Kalorienbedarf von Individuen, aber diese Unterschiede resultieren aus Faktoren wie genetischer Veranlagung, Art des Trainings mit progressivem Kraftaufwand und nicht-körperlicher Aktivität (NEAT).

Zusammenfassung

Die Erstellung eines Plans für den Prozess der Körperformung basierend auf der Somatotypentheorie ist nicht gerechtfertigt. Der Körperbautyp hat keinen Einfluss auf den Kalorienbedarf oder sportliche Veranlagungen. Die Theorie der Somatotypen berücksichtigt keine wichtigen Bedingungen in Bezug auf hormonelle und nervöse Systeme. Es gibt andere, effektivere Methoden, um einen individuellen Ernährungsplan und ein Trainingsprogramm zu entwickeln, und in diesem Fall ist das Körpergewicht einer Person ein besserer Indikator als der Somatotyp.
Emilia Szymańska

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