Kann ein übermäßiger Verbrauch von Wasser gefährlich sein?
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Der menschliche Körper besteht zu 60-70% aus Wasser. Während körperlicher Anstrengung, insbesondere bei intensiver und hoher Temperatur, verliert der Körper Flüssigkeiten zusammen mit dem ausgeschiedenen Schweiß. Das Ausscheiden von Wasser durch den Körper hilft, die richtige Körpertemperatur aufrechtzuerhalten und Überhitzung zu vermeiden. Doch ein übermäßiger Verbrauch von Wasser kann zu einer Verdünnung von Elektrolyten im Körper führen, was negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann. Daher ist es wichtig, eine Balance im Verbrauch von Flüssigkeiten aufrechtzuerhalten.
Natriummangel im Blutplasma - Ursachen der Entstehung
Es gibt Umstände, unter denen ein übermäßiger Konsum von Wasser zu negativen gesundheitlichen Auswirkungen führen kann. Es sollte sofort erwähnt werden, dass nicht nur Wasser, sondern auch andere Getränke mit niedrigerer Osmolalität als Körperflüssigkeiten die Ursache sind. Hypotonische Getränke (wie Wasser) führen zu einer Verdünnung des Blutes, insbesondere des Plasmas, was den Gehalt an Mineralsalzen, wie z.B. Natrium, verringert. Der Zustand, in dem der Natriumspiegel im Blutplasma niedrig ist (unter 130 mmol/l, normal sind 135-144 mmol/l) wird als Hyponatriämie bezeichnet, was ein potenzielles Risiko für die menschliche Gesundheit und das Leben darstellt.
Symptome eines Natriumionenmangels
Natrium in Form von Natriumionen ist entscheidend für die Übertragung von Nervenimpulsen, die Aufrechterhaltung des osmotischen Gleichgewichts in der Außenzellflüssigkeit, den Transport von Nährstoffen in die Gewebe, die Erhaltung des Säure-Basen-Gleichgewichts im Körper und die Steigerung der Verdauungssaftproduktion. Symptome eines Natriumionenmangels sind Müdigkeit, Unruhe, Verwirrung, Kopfschmerzen und Erbrechen, Schwellungen der Extremitäten, des Gehirns und der Lunge, Atemnot, Schläfrigkeit und im Extremfall Tod.
Welche Personen sind für dieses Risiko anfällig?
Hyponatriämie kann durch übermäßigen Konsum von Wasser oder anderen hypotonischen Getränken verursacht werden, was zu Natriumverlust führt. Teilnahme an Wettbewerben, bei denen es darum geht, so viel Wasser wie möglich zu trinken, kann tödlich sein. Einige Menschen scheiden mehr Natrium aus, was sich durch salzige Schweißperlen und Salzrückstände auf der Haut und Kleidung sowie durch Reizungen der Augen durch Schwitzen bemerkbar macht.
Behandlung von Natriummangel
Die Vermeidung von Hyponatriämie umfasst auch die Ergänzung von Flüssigkeiten nach dem Training proportional zu den Verlusten. Sie können Ihr Körpergewicht vor und nach dem Training vergleichen, um die Menge an Flüssigkeit zu bestimmen, die Sie aufnehmen sollten. Für jedes 1 kg Gewichtsverlust sollten Sie 1,5 l Flüssigkeit zu sich nehmen. Sie müssen nicht mehr trinken. Sie sollten nicht sofort so viel trinken, sondern die Menge zeitlich aufteilen und in kleineren Portionen von 300-400 ml trinken. Der Körper kann solche Mengen an Flüssigkeit einmalig aufnehmen. Ein niedriger Natriumspiegel im Plasma löst einen Schutzmechanismus im Körper aus, der das Durstgefühl reduziert. Dies ist ein Signal dafür, dass der Körper keine weitere Flüssigkeit aufnehmen möchte, um den Natriumspiegel im Plasma zu schützen. Sportler ignorieren oft diesen Mechanismus und geben ihrem Körper Flüssigkeit, bevor sie während des Trainings Durst verspüren. Auf diese Weise können sie einem vorzeitigen Dehydrieren und einer Leistungsabnahme vorbeugen. Es ist jedoch wichtig, nicht zu übertreiben und eine vernünftige Strategie zur Flüssigkeitszufuhr zu verfolgen. In der Prävention von Hyponatriämie kann es auch hilfreich sein, hypotonische Getränke (einschließlich Wasser) durch isotonische Getränke in der Peritrainingsphase zu ersetzen. Solche Flüssigkeiten verdünnen das Blut nicht und ihre Osmolalität ist vergleichbar mit der Osmolalität des Plasmas. Darüber hinaus enthalten isotonische Getränke in der Regel Natrium in Mengen von 460-1150 mg/l, so dass sie gut hydrieren und gleichzeitig den Natriumverlust ausgleichen.