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Ist hartes Wasser überhaupt gesund für uns - die Antwort auf diese Frage.

Mia Hoffmann

Mia Hoffmann

2026-03-17
3 Min. Lesezeit
Ist hartes Wasser überhaupt gesund für uns - die Antwort auf diese Frage.

Ist hartes Wasser überhaupt gesund für uns - die Antwort auf diese Frage.

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Immer häufiger tauchen neue Produkte auf dem Markt auf, die Quellwasser, Mineralwasser und Gesundheitsgetränke umfassen. Hersteller bewerben sie als das gesündeste Wasser. Auf den Regalen der Geschäfte finden wir Wasser mit niedrigem, mittlerem und hohem Mineralstoffgehalt, die zusätzlich mit Substanzen wie Magnesium oder Jod angereichert sind. Aber welche sollten wir kaufen, und woran sollten wir uns orientieren, um die beste Wahl für unseren Körper zu treffen? Ist es ausreichend, einfach Leitungswasser zu trinken?

Welche Merkmale weist hartes Wasser auf und welche Arten gibt es?

Die Härte von Wasser wird durch den Anteil gelöster Kalzium- und Magnesiumionen in diversen chemischen Verbindungen bestimmt. Je nach vorherrschenden Bestandteilen unterscheidet man zwischen Kalziumhärte, Magnesiumhärte, Karbonathärte (bedingt durch das Vorhandensein von Karbonaten und Hydrogencarbonaten) sowie Nichtkarbonathärte (verursacht durch Sulfate, Chloride und Nitrate). Fehlen Karbonate und Hydrogencarbonate, so wird der Härtegrad anhand der Gesamtbasizität ermittelt. Zudem lässt sich zwischen temporärer Härte (die durch Kochen entfernt werden kann) und permanenter Härte (die auch nach dem Erhitzen bestehen bleibt) differenzieren. Grundsätzlich gilt: Je höher die Konzentration an mineralischen Ionen, desto härter ist das Wasser. Die Einstufung erfolgt nach folgendem Schema: < 100 mg CaCO₃/L (sehr weiches Wasser), 100–200 mg CaCO₃/L (weiches Wasser), 200–350 mg CaCO₃/L (mittelhartes Wasser), 350–550 mg CaCO₃/L (hartes Wasser) und > 550 mg CaCO₃/L (sehr hartes Wasser).

Enthält Wasser tatsächlich gesundheitliche Vorteile? Eine Untersuchung der Mineralstoffzusammensetzung und ihrer Auswirkungen auf den Körper

Laut den Aussagen von Herrn Wojtaszek, einem anerkannten Fachmann für Mineralwässer der Polnischen Gesellschaft für Magnesiumforschung, stellt reines Wasser – frei von jeglichen Mineralstoffen – nicht nur keinen Nutzen für die Hydration des Körpers dar, sondern kann sogar kontraproduktiv wirken und zu einer Dehydrierung führen. Der entscheidende Faktor liegt hier in der Anwesenheit von Elektrolyten: Substanzen wie Magnesium, Kalzium und Natrium ermöglichen erst die effiziente Aufnahme und Speicherung von Wasser in den Geweben. Fehlen diese Mineralien, verdünnt das Wasser stattdessen die Konzentration essenzieller Ionen in den Zellen, was zu Störungen des elektrolytischen Gleichgewichts führt. Darüber hinaus stellen natürliche Mineralwässer – sowohl unveränderte als auch gezielt mit wichtigen Spurenelementen angereicherte Varianten – eine wertvolle Quelle für Mikro- und Makronährstoffe dar, deren Bedarf insbesondere in Phasen erhöhter körperlicher Belastung, Stress oder bei einseitiger Ernährung steigt. Interessanterweise wird Natrium, das oft in Verbindung mit gesundheitlichen Risiken diskutiert wird, in Mineralwasser in Mengen gefunden, die im Vergleich zu verarbeiteten Lebensmitteln (beispielsweise Fleischwaren oder Brot) vernachlässigbar sind; tatsächlich erfüllt es jedoch eine unverzichtbare Funktion bei der Aufrechterhaltung des osmotischen Gleichgewichts der Zellen. Zudem haben die relativen Anteile von Kalzium und Magnesium in Mineralwässern nicht nur biologische Bedeutung (wobei Kalzium in der Regel quantitativ überwiegt), sondern auch technische Auswirkungen: Sie bestimmen die Wasserhärte, was wiederum das Korrosionsrisiko in Leitungsrohren (bei weichem Wasser) oder die Bildung von Kalkablagerungen (bei hartem Wasser) beeinflusst.

Welche Eigenschaften sollte das Wasser aufweisen, das wir täglich trinken, um unsere Gesundheit zu fördern?

Laut den Richtlinien der Europäischen Union sollte Trinkwasser idealerweise mindestens 7,5 % des täglichen Bedarfs an essenziellen Spurenelementen decken, um als gesundheitsfördernd eingestuft zu werden. Fachleute betonen, dass besonders wertvoll Wasser mit einem hohen Mineralgehalt ist – mindestens 1000 mg gelöste Salze pro Liter –, was es als hartes Wasser klassifiziert. Studien, die in den 1960er-Jahren in Japan durchgeführt wurden, zeigten einen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Konsum von weichem Wasser und einer erhöhten Häufigkeit von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, was die Vorteile von mineralstoffreichem Wasser weiter unterstreicht. Obwohl es Situationen gibt, in denen eine übermäßige Aufnahme bestimmter Inhaltsstoffe nicht empfehlenswert ist, stellt das regelmäßige Trinken von hartem Wasser für den Großteil der Bevölkerung eine wirksame Methode zur Hydration und zum Ausgleich von Mineralstoffmängeln dar. Entscheidend ist jedoch eine bewusste Auswahl der Produkte anhand der Etikettenanalyse sowie ein maßvoller Konsum.
Mia Hoffmann

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