Ist es tatsächlich Wissbegierde, die uns beim Lernen hilft, und wenn ja, warum?
41
Aufrufe
Schüler stellen Fragen und suchen nach Lösungen – das ist etwas, was jeder begabte Pädagoge als seine Berufung ansieht. Und im Zentrum dieses gesamten Prozesses steht die Wissbegierde. Wenn Kinder wissbegierig sind, ist es viel einfacher, sie in einen herausfordernden Bildungsprozess einzubeziehen. Was genau ist Wissbegierde und wie funktioniert das? Die Biochemie des Gehirns verändert sich, wenn wir wissbegierig werden, und hilft uns, besser zu lernen und Informationen zu speichern.
Unser Gehirn und unsere Neugier
19 Freiwillige wurden mit mehr als 100 Fragen befasst, wie z.B.: Was bedeutet der Begriff "Dinosaurier"? Welche der Beatles-Singles blieb 19 Wochen auf den Listen? Die Teilnehmer bewerteten jede Frage, wie sehr sie die Antworten interessierten. Alle Teilnehmer rezendierten die Fragen und beantworteten sie, während die Wissenschaftler die Hirnaktivität mithilfe von MRI beobachteten.
Die Neugier hilft uns auch, unangenehme Informationen aufzunehmen
Die Forscher stellten Zufallsbilder von Gesichtern vor, ohne den Teilnehmern eine Erklärung zu geben. Die Leute, deren Neugier bereits früher geweckt war, erinnerten sich besser an die Gesichter. Dies beweist, dass die interessierten Gehirne nicht nur besser im Wissen über bestimmte Themen sind, sondern auch über andere Dinge, sogar zufällige, langweilige Informationen.
Evolutionsgrundlagen
Es ist schwer zu erklären, warum wir eigentlich so schnell in der Wissenschaft sind. Man kann es aus einer evolutionären Perspektive betrachten. Der Forscher Charan Ranganath glaubt, dass dies eine angeborene Unsicherheit ist. Je mehr wir über die Welt wissen, desto wahrscheinlicher ist es, dass wir die Gefahren überleben.