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Ginkgo biloba (Japanischer Mäusedorn) – Wirkung, Tabletten, Preis, Bewertungen

Sophia Williams

Sophia Williams

2026-03-17
4 Min. Lesezeit
Ginkgo biloba (Japanischer Mäusedorn) – Wirkung, Tabletten, Preis, Bewertungen
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Seit dem 18. Jahrhundert zieht im Schlosspark von Chaincotte ein Baum mit außergewöhnlichen Eigenschaften Aufmerksamkeit auf sich, dessen Vorzüge bereits 2800 Jahre vor der Geburt Christi beliebt waren. Zu dieser Zeit wurden die Samen von Ginkgo biloba zur Behandlung degenerativer Veränderungen des Gehirns eingesetzt [4].

Ginkgo biloba L. – eine uralte Reliktpflanze mit medizinischer Tradition

Im Fernen Osten, insbesondere in den Regionen Chinas, gedeiht seit fast vier Jahrtausenden eine außergewöhnliche Baumart, deren Blätter und Samen über die Jahrhunderte hinweg in der traditionellen Heilkunde Anwendung fanden: der Ginkgo biloba L., auch als "lebendes Fossil" bekannt. Diese Reliktpflanze, die geologische Epochen nahezu unverändert überdauerte, beeindruckt nicht nur durch ihre stattliche Wuchsform von bis zu 40 Metern Höhe, sondern auch durch ihre markanten, fächerförmigen Blätter mit ledriger Textur, die an japanische Handfächer erinnern. In den Kulturen Ostasiens – vor allem in China, Japan und Korea – gilt der Ginkgo als Symbol für Langlebigkeit und außergewöhnliche Widerstandsfähigkeit gegenüber extremen Umweltbedingungen. Obwohl seine heilenden Eigenschaften seit Jahrhunderten bekannt waren, erlangte er erst in den 1950er-Jahren größere Beachtung in der europäischen klinischen Medizin und wurde seitdem zum Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen.

Wirkmechanismen von Ginkgo biloba: Wissenschaftliche Erkenntnisse und therapeutische Anwendungsgebiete

Zahlreiche experimentelle Studien und Metaanalysen belegen, dass die einzigartigen pharmakologischen Eigenschaften von Ginkgo biloba – einem sogenannten "lebenden Fossil" – vorrangig auf zwei Hauptgruppen bioaktiver Verbindungen zurückzuführen sind: Flavonoidglykoside (einschließlich Quercetin und Kaempferol) sowie spezifische Terpenlactone (darunter die Ginkgolide A, B, C und Bilobalid). Aus den getrockneten Blättern gewonnene, standardisierte Extrakte – mit einem Mindestgehalt von 24 % Flavonoidglykosiden und 6 % Terpenlactonen – bilden die Grundlage für therapeutisch wirksame Präparate, die sowohl in der europäischen als auch in der amerikanischen klinischen Praxis weit verbreitet sind. Aufgrund ihrer nachgewiesenen neuroprotektiven, antioxidativen und mikrozirkulationsfördernden Wirkungen wird Ginkgo-biloba-Extrakt erfolgreich zur Behandlung kognitiver Störungen im Zusammenhang mit Alterungsprozessen (einschließlich leichter kognitiver Beeinträchtigungen und vaskulärer Demenz) sowie bei zerebrovaskulärer Insuffizienz und peripheren Durchblutungsstörungen eingesetzt. Auf dem deutschen Pharmamarkt sind verschiedene Darreichungsformen erhältlich, darunter standardisierte Tinkturen (*Tinctura Ginkgo bilobae*), Retard-Kapseln, Filmtabletten, orale Tropfen und Granulate, was eine individuelle Dosierungsanpassung an die Bedürfnisse der Patienten ermöglicht [1, 2, 4].

Ginkgo-biloba-Trockenextrakt: Pharmakologische Tablettenform und klinische Anwendungsgebiete

Der standardisierte Trockenextrakt aus den Blättern des Ginkgo-biloba-Baumes (wissenschaftlich als *Ginkgo biloba* L., Extrakt EGb 761 klassifiziert) bildet die pharmazeutische Grundsubstanz eines Arzneimittels, das in zwei applikationsfreundlichen Darreichungsformen erhältlich ist: als magensaftresistente Tabletten mit retardierter Wirkstofffreisetzung sowie als flüssige Tropfen zur sublingualen Einnahme. Innerhalb des aktuellen Sortiments an verschreibungspflichtigen und rezeptfreien Präparaten auf Basis dieses Pflanzenextrakts haben sich zahlreiche marktführende Produkte mit nachgewiesener Wirksamkeit etabliert, darunter die Handelsnamen **Seredrin®**, **Bilobil®**, **Tanakan®**, **Tebokan®**, **Keveri®**, **Craton®**, **Ginkgobil®**, **Gincgosan®**, **Teboforan®**, **Rokan®**, **Genoforce®**, **Tebonin®** und **Ginkgofar®** [2]. Fachärzte für Geriatrie und Neurologie empfehlen diese Präparate insbesondere für die Therapie älterer Patienten mit leichten bis mittelgradigen demenziellen Symptomen, die sich durch wiederkehrende vaskulär bedingte Schwindelanfälle, persistierenden Tinnitus, progressive Gedächtnisstörungen (sowohl im Kurz- als auch im Langzeitbereich), affektive Labilität mit Neigung zu Angstzuständen sowie eine eingeschränkte zeitlich-räumliche Orientierungsfähigkeit äußern. Der Wirkmechanismus basiert auf einer multifaktoriellen Beeinflussung des Kreislaufsystems: Die im Extrakt enthaltenen bioaktiven Komponenten – darunter Ginkgo-Flavonoide und Terpenlaktone – verbessern die rheologischen Eigenschaften des Blutes, steigern die Kapillarresistenz und optimieren die zerebrale Mikrozirkulation, was präventiv gegen ischämische Insulte wirken kann. Im Rahmen der Nahrungsergänzung werden diese Präparate zudem als unterstützende Mittel zur Förderung kognitiver Funktionen eingesetzt, insbesondere zur Steigerung der Merkfähigkeit, der Informationsverarbeitung und der Konzentrationsleistung bei anspruchsvollen geistigen Tätigkeiten.

Ginkgo biloba: Preisübersicht und Kostenvergleich pharmazeutischer Präparate auf dem Markt

Auf dem heutigen Arzneimittelmarkt existiert eine umfangreiche Auswahl an Produkten, die standardisierten Extrakt aus den Blättern des Ginkgo-baums (*Ginkgo biloba*) enthalten, wobei die Preisspannen beträchtlich variieren – abhängig von der Dosierung des Wirkstoffs, der Tablettenanzahl pro Packung sowie dem Hersteller. So kosten beispielsweise therapeutisch wirksame Präparate mit einer Dosierung zwischen 120 und 240 Milligramm Extrakt pro Tablette – wie etwa *Bilobil intense* – zwischen 24 und 49 polnischen Złoty für eine Packung mit 60 Tabletten. Ein weiteres bekanntes pflanzliches Präparat, *Tebokan* der deutschen Firma *Dr. Willmar Schwabe GmbH & Co. KG*, wird zu einem Preis von etwa 48 Złoty für 50 Tabletten angeboten (jede Tablette enthält 40 mg des standardisierten Ginkgo-Extrakts). Dasselbe Unternehmen führt zudem Varianten mit höherer Wirkstoffkonzentration – 120 mg pro Tablette –, die für 30 Stück etwa 47 Złoty kosten. Gemäß den Herstellerangaben eignet sich dieses Produkt insbesondere für Patienten mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen, darunter Gedächtnisstörungen, Konzentrationsschwächen, depressive Verstimmungen oder wiederkehrende Schwindelattacken.

Ginkgo biloba – wissenschaftliche Bewertungen und klinische Anwendungsmöglichkeiten

Zahlreiche wissenschaftliche Studien bestätigen die therapeutischen Vorteile von Extrakten aus dem Ginkgo-biloba-Baum, insbesondere bei der Behandlung früher Stadien der Alzheimer-Krankheit sowie altersbedingter Demenzsymptome. Aufgrund seines Reichtums an bioaktiven Verbindungen findet die Pflanze auch in der Kosmetikindustrie Verwendung – etwa in Cremes für empfindliche und zu Rötungen neigende Haut, in Gesichtswässern, Gelen, Shampoos und Haarkuren. Allerdings ist zu beachten, dass die Blätter Ginkgolsäuren enthalten, denen eine allergene Wirkung zugeschrieben wird. Aus diesem Grund dürfen standardisierte Extrakte nicht mehr als 0,0005 % dieser Säuren aufweisen [3]. Klinische Studien zeigen, dass Präparate mit Ginkgo biloba nur ein geringes Risiko für Nebenwirkungen bergen, darunter Kopfschmerzen, allergische Reaktionen oder leichte gastrointestinale Beschwerden (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall). Von besonderer Bedeutung ist seine blutgerinnungshemmende Wirkung, weshalb Patienten, die gerinnungshemmende Medikamente einnehmen (z. B. Heparin, Warfarin, Aspirin), vor der Anwendung ärztlichen Rat einholen sollten [1]. Unbestritten handelt es sich bei Ginkgo biloba um einen wertvollen pflanzlichen Rohstoff mit nachgewiesener antioxidativer und entzündungshemmender Wirkung, der das Gedächtnis unterstützt, Ohrgeräusche reduziert und die kognitiven Funktionen bei älteren Menschen mit Demenzsymptomen verbessern kann. Darüber hinaus könnten seine Eigenschaften präventiv und therapeutisch bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen wirken [1].
Sophia Williams

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