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Gewöhnliches Basilienkraut – medizinische Eigenschaften und therapeutische Anwendungen. Basilienkrautöl

Isabella Taylor

Isabella Taylor

2026-03-25
5 Min. Lesezeit
Gewöhnliches Basilienkraut – medizinische Eigenschaften und therapeutische Anwendungen. Basilienkrautöl

Gewöhnliches Basilienkraut – medizinische Eigenschaften und therapeutische Anwendungen. Basilienkrautöl

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Basilikum ist häufig auf den Verkaufshelfen mit vielen Gewürzen zu finden, wird gerne täglich in der Küche genutzt. Es fügt Geschmack zu Lebensmitteln hinzu, das ist sicher, aber wussten Sie, dass es sich positiv auf die Verdauung auswirkt, und das Öl, das daraus entsteht, hat eine immunmodulierende und schmerzstillende Wirkung? Was kann Basilikum noch therapeutisch unterstützen?

Echter Basilikum (Ocimum basilicum L.) – botanische Merkmale und Anwendungsbereiche

Die Gattung *Basilikum* (*Ocimum*) umfasst etwa **35 Arten**, deren wild wachsende Varietäten vornehmlich in **tropischen, subtropischen und gemäßigten Klimazonen** vorkommen – insbesondere in **Asien, Afrika sowie auf den pazifischen Inseln**. Der **Gemeine Basilikum** (*Ocimum basilicum* L.), auch bekannt als **Duftbasilikum**, **Gartenbasilikum** oder **Gewöhnlicher Basilikum**, ist eine **einjährige Pflanze** aus der Familie der **Lippenblütler** (*Lamiaceae*). Er erreicht eine **Wuchshöhe von bis zu 60 Zentimetern**, weist **rötliche Stängel** auf und trägt **hellgrüne, eiförmige Blätter**, deren Unterseite mit **Öldrüsen** besetzt ist, die **ätherische Öle** absondern. Die **Blüten** präsentieren sich in **rötlichen oder gelblichen Tönen** und erscheinen in der **Spätsommer- bis Frühherbstperiode**. **Ursprünglich stammt** diese Art aus **Indien**, während sie in Europa vorrangig in **mediterranen Ländern** kultiviert wird, da sie **warme Temperaturen** und **hohe Sonneneinstrahlung** für ein optimales Wachstum benötigt. Als **pharmazeutischer Rohstoff** dient das **Kraut des Basilikums**, das **ätherische Öle** (in einer Konzentration von **0,5–2,5%**), **Flavonoide**, **Gerbstoffe**, **phenolische Verbindungen**, **Saponine**, **Anthocyane** sowie **Mineralsalze** enthält. Die chemische Zusammensetzung umfasst zudem **Proteine** (bis zu **16,3%**), **Fette** (**4,7%**), **Ballaststoffe** (**12,6%**), **Stärke**, **Vitamin C und E** sowie **Rutin**. Die Pflanze zeichnet sich durch einen **hohen Gehalt an Makro- und Mikronährstoffen** aus, darunter **Kalzium**, **Kalium**, **Magnesium**, **Schwefel** und **Eisen**. Basilikum findet **vielfältige kulinarische Verwendung** – es bereichert **Suppen**, **Saucen**, **Salate** und **Fleischgerichte**, dient zur **Aromatisierung von Lebensmitteln** und wird sogar in **zahnmedizinischen Produkten** eingesetzt. Darüber hinaus spielt es eine **wichtige Rolle in der Medizin und Pharmazie**, wo es als **heilwirksamer Bestandteil** mit nachgewiesener Wirkung Anwendung findet [1].

Heilende Anwendungsmöglichkeiten des Basilikums und dessen gesundheitliche Auswirkungen auf den menschlichen Organismus

Die heilenden Eigenschaften von Basilikum (Ocimum basilicum L.) lassen sich maßgeblich auf den Gehalt an ätherischen Ölen mit einem breiten Spektrum pharmakologischer Wirkungen zurückführen. Als kulinarisches Gewürz fördert Basilikum die Verdauungsprozesse durch die Stimulation der Sekretion von Speichel, Magensaft, Pankreasenzymen, Darmsäften und Galle, was zu einer Beschleunigung des Stoffwechsels führt. Der hohe Gehalt an Salicylsäure in den Blättern macht Basilikum-Extrakte besonders wertvoll in der Dermatologie, insbesondere bei der Behandlung von Akne vulgaris und anderen entzündlichen Hauterkrankungen [2]. In der Naturheilkunde wird Basilikum zudem wegen seiner diuretischen Eigenschaften geschätzt, die die Ausscheidung von Toxinen aus dem Körper unterstützen. Die pharmakologischen Wirkmechanismen von Basilikum umfassen mehrere Schlüsselbereiche: 1. **Antioxidative Aktivität**: Der Reichtum an phenolischen Verbindungen (wie Rosmarinsäure) und Flavonoiden (z. B. Orientin, Vicenin) verleiht Basilikum starke Eigenschaften zur Neutralisierung freier Radikale. Studien deuten darauf hin, dass die Konzentration von Eugenol im Basilikumöl die Intensität dieser Wirkung bestimmt – von moderat bis hochwirksam; 2. **Antibakterielle Wirkung**: Zahlreiche mikrobiologische Analysen bestätigen die Wirksamkeit sowohl des pflanzlichen Rohmaterials als auch des destillierten Basilikumöls gegen Pathogene wie Salmonella spp., Escherichia coli, Campylobacter jejuni und Clostridium perfringens. Der Mechanismus umfasst die Schädigung der bakteriellen Zellmembranen sowie die Hemmung ihrer metabolischen Enzyme; 3. **Blutzuckersenkende Effekte**: Basilikum-Extrakte können die Regulation des Blutzuckerspiegels unterstützen, indem sie die Aktivität von Alpha-Glukosidase und Alpha-Amylase hemmen – Schlüsselenzyme im Kohlenhydratstoffwechsel. Zudem schützt ihre antioxidative Wirkung die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse vor oxidativem Stress [3]; 4. **Neuroprotektive Eigenschaften**: Tierversuche (an Mäusen) zeigen, dass Flavonoide, Gerbstoffe und Terpene in Basilikum die kognitiven Funktionen verbessern, einschließlich des räumlichen Gedächtnisses, durch Reduzierung von oxidativem Stress im Gehirn; 5. **Antihistaminische und antianaphylaktische Eigenschaften**: Forschungen zu Ocimum sanctum L. (heiligem Basilikum) deuten auf dessen Potenzial zur Linderung von Asthmasymptomen und allergischen Reaktionen hin. Dieser Mechanismus ist mit der Stabilisierung von Mastzellen, der Senkung des Immunglobulin-E-Spiegels (IgE) und der Hemmung der Freisetzung entzündungsfördernder Mediatoren wie Histamin und Leukotriene verbunden [4].

Sicherheit von Basilikum während der Schwangerschaft – eine differenzierte Betrachtung

Die Einnahme von Kräutern während der Schwangerschaft wirft zahlreiche Fragen auf, da – anders als bei Arzneimitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln – ihre Auswirkungen auf den mütterlichen Organismus und den sich entwickelnden Fötus bisher nicht eindeutig durch klinische Studien belegt sind. Eine zusätzliche Komplexität ergibt sich daraus, dass als Heilmittel verschiedene Pflanzenteile wie Blätter, Wurzeln, Blüten oder Samen verwendet werden können, die unterschiedliche pharmakologische Eigenschaften aufweisen. Gemäß der Einstufung der American Pregnancy Association dürfen Kräuter und Gewürze, die als "wahrscheinlich sicher" (engl. *likely safe*) klassifiziert sind, in Maßen während der Schwangerschaft konsumiert werden, wohingegen solche, die als "wahrscheinlich unsicher" (engl. *unlikely safe*) oder "gefährlich" (engl. *unsafe*) eingestuft werden, strikt vermieden werden müssen. Im Falle von Basilikum – sowohl in frischer als auch in getrockneter Form – gelten die Blätter, Stängel und Blüten als sicher in der Schwangerschaft, sofern sie in angemessenen Mengen verwendet werden. Absolut kontraindiziert ist jedoch das ätherische Basilikumöl, da seine Wirkstoffe, darunter Estragol, Uteruskontraktionen auslösen können, was das Risiko einer Frühgeburt erhöht. Darüber hinaus deuten Ergebnisse aus Tierstudien darauf hin, dass hohe Konzentrationen von Basilikumöl – bedingt durch den Estragolgehalt – leukämogene Veränderungen in der Leber hervorrufen können, was die Notwendigkeit unterstreicht, dieses Präparat während der Schwangerschaft zu meiden.

Ätherisches Basilikumöl – Zusammensetzung, therapeutische Anwendungsmöglichkeiten und Sicherheitshinweise in Phytotherapie sowie Aromapflege

Ätherisches Basilikumöl repräsentiert ein komplexes Gemisch flüchtiger, biologisch aktiver Substanzen, die von der Pflanze *Ocimum basilicum* L. in spezialisierten Sekretionsstrukturen – wie etwa Drüsenhaaren, Parenchymzellen oder Harzkanälen – synthetisiert und akkumuliert werden. Die Gewinnung erfolgt mittels Wasserdampfdestillation getrockneter Krautteile, wodurch ein hochkonzentriertes Eluat mit charakteristischem, würzig-herbem Duftprofil und einer leicht gelblichen Tönung entsteht. Aufgrund seines einzigartigen sensorischen Profils dient dieses Öl als unverzichtbare Komponente in der Parfümherstellung – insbesondere für orientalisch inspirierte Duftkompositionen – und wird zudem in der klinischen Aromatherapie als Mittel mit nachgewiesener psychoemotionaler und somatotropischer Wirksamkeit eingesetzt.
Isabella Taylor

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