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Gewöhnlicher Tatarak - Eigenschaften und Verwendung. Wofür wird das Knollen von Tatarak eingesetzt?

Kacper Nowak

Kacper Nowak

2026-03-18
5 Min. Lesezeit
Gewöhnlicher Tatarak - Eigenschaften und Verwendung. Wofür wird das Knollen von Tatarak eingesetzt?

Gewöhnlicher Tatarak - Eigenschaften und Verwendung. Wofür wird das Knollen von Tatarak eingesetzt?

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Mit den Fortschritten in der Medizin hat die Pflanzenheilkunde und ihre therapeutische Wirkung auf den Körper viel Aufmerksamkeit erhalten. Dieses Interesse kann teilweise durch die Suche nach neuen Therapiemethoden motiviert sein. Aktuelle Daten der Weltgesundheitsorganisation (World Human Organization) belegen die Anwesenheit von fast 7.000 Pflanzenverbindungen, die in der medizinischen Praxis eingesetzt werden. Aus diesem Grund haben wir den folgenden Artikel einer der beliebtesten Heilpflanzen in der traditionellen Volksmedizin gewidmet - dem gewöhnlichen Tatarak (lat. Acorus calamus L.). Wir laden Sie zur Lektüre ein!

Der Gewöhnliche Kalmus – eine Pflanze mit jahrhundertealter Tradition und heilkräftigem Wurzelstock

Der Gewöhnliche Kalmus, ein Vertreter der Aronstabgewächse, trägt aufgrund seiner langjährigen Verwendung in der Volksmedizin zahlreiche historische Bezeichnungen wie Tatarwurz, Ayerkraut, Sumpfschwertel, Tatarisches Heukraut oder Echter Kalmus. In freier Natur gedeiht diese Staude vorzugsweise auf feuchten Standorten in Ufernähe von Teichen, Seen sowie in sumpfigen Gebieten. Seine genaue Herkunft ist nicht zweifelsfrei geklärt, doch wird angenommen, dass die Pflanze während der Völkerwanderungen aus Südostasien – möglicherweise im Zuge der mongolisch-tatarischen Expansion – nach Mitteleuropa gelangte, was sich in ihrer polnischen Volksbezeichnung widerspiegelt. Unter den klimatischen Bedingungen unserer Breitengrade bildet der Kalmus nur selten seine charakteristischen roten Beerenfrüchte aus; sein Hauptwert liegt jedoch im duftenden Wurzelstock, der reich an bioaktiven Inhaltsstoffen ist, darunter ätherische Öle, Gerbstoffe, Stärke, Schleimstoffe und den Bitterstoff Akorin. Zu beachten ist allerdings, dass die Pflanze Asarone enthält – Verbindungen mit potenziell toxischer Wirkung –, weshalb die Anwendung von Kalmus-Präparaten in einigen Ländern regulatorischen Beschränkungen unterliegt. Die empfohlene Tageshöchstdosis des Rohmaterials sollte 5 Gramm nicht überschreiten, um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden.

Gewöhnlicher Kalmus – historische und moderne gesundheitliche Wirkungsweisen im Überblick

Bereits während der Renaissance wurde der Gewöhnliche Kalmus (*Acorus calamus*) als lebensverlängernde Pflanze verehrt, wie historische Kräuterbücher belegen. Mit dem Fortschritt der Humanphysiologie konnten seine vielseitigen Wirkmechanismen präzise beschrieben werden: **harntreibend** – fördert die Ausscheidung von Schadstoffen über die Nieren und unterstützt die Harnwegsfunktion; **schweißtreibend** – regt die Transpiration an und trägt somit zur thermischen Homöostase des Körpers bei; **blutbildend** – stimuliert die Hämatopoese und verbessert die Zirkulationseffizienz; **verdauungsregulierend** – optimiert die Darmperistaltik und Magensaftsekretion, was die gastrointestinale Leistungsfähigkeit steigert; sowie **schmerzlindernd**, insbesondere bei Gelenk- und Knochenschmerzen sowie menstruationsbedingten Beschwerden, wodurch er in der traditionellen und modernen Phytotherapie einen hohen Stellenwert einnimmt.

Vielfältige industrielle Anwendungsmöglichkeiten des Kalmuswurzelstocks – eine umfassende Übersicht

Der Wurzelstock des Kalmus, der eine Fülle bioaktiver chemischer Verbindungen enthält, stellt einen wertvollen Rohstoff dar, der in zahlreichen Wirtschaftssektoren Anwendung findet. Seine einzigartigen aromatischen, antiseptischen und konservierenden Eigenschaften machen ihn sowohl in der Kosmetikherstellung als auch in der Lebensmittel-, Chemie- und Pharmaindustrie unverzichtbar. Der Extrakt aus dem Wurzelstock dient als natürliches Aroma in Hygieneprodukten, während das ätherische Öl als Duftfixierer in Parfümkompositionen eingesetzt wird. Darüber hinaus bilden Derivate des Kalmus Bestandteile von Gewürzmischungen, alkoholischen Getränken mit charakteristischem Geschmack sowie Pflanzenschutzmitteln gegen Schädlinge. In der Medizin wird der Wurzelstock aufgrund seiner entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften als Adjuvans bei der Behandlung von Mund- und Rachenraum-Erkrankungen genutzt und dient zudem als Mittel zur Überdeckung unerwünschter Gerüche in pharmazeutischen Zubereitungen.

Kalmuswurzelstock und seine wissenschaftlich belegte Wirkung auf die Verdauungsorgane: Förderung der Magen-Darm-Gesundheit

Klinische und experimentelle Studien bestätigen, dass der Wurzelstock des Kalmus (*Acorus calamus*) eine vielseitige, positive Wirkung auf die Physiologie des Verdauungstrakts ausübt. Bei sachgemäßer Anwendung gemäß den Dosierungsempfehlungen fördert er die Sekretion von Pepsinogenen und Salzsäure durch die Belegzellen der Magenschleimhaut, was zu einer Optimierung der initialen Proteinverdauung führt. Darüber hinaus stimulieren die im pflanzlichen Rohstoff enthaltenen bioaktiven Verbindungen – darunter ätherische Öle, Bitterglykoside und Polyphenole – die Darmperistaltik, verkürzen die Passagezeit des Speisebreis und reduzieren das Risiko atonischer Verstopfung. Diese Mechanismen werden durch die Fähigkeit ergänzt, die Produktion muköser Glykoproteine durch Becherzellen zu modulieren, was die Integrität der Schleimhautbarriere stärkt und Reizungen durch übermäßige Magensäure verringert. Bei Hypertonie der glatten Darmmuskulatur im Dünn- und Dickdarm zeigt das Phytopharmakon spasmolytische Eigenschaften, indem es Amplitude und Rhythmus der propulsiven Kontraktionen normalisiert. Zudem wurden *in vitro* und *in vivo* antiseptische Wirkungen gegen pathogene Bakterienstämme (u. a. *Escherichia coli*, *Staphylococcus aureus*) dokumentiert, was eine ergänzende Therapieoption bei Syndromen übermäßiger Darmfermentation wie SIBO (*small intestinal bacterial overgrowth*) darstellen kann.

Trinkzubereitung aus Kalmuswurzel – Herstellung und heilende Anwendung

Aufgrund der vielfältigen gesundheitsfördernden Eigenschaften der Kalmuswurzel lässt sich diese vielseitig zur Herstellung selbst zubereiteter Trinklösungen nutzen. Für die Zubereitung eines Aufgusses werden beispielsweise eine halbe Esslöffel fein zerkleinerte und getrocknete Wurzelstücke benötigt, welche mit einem Glas frisch aufgekochtem Wasser übergossen und anschließend etwa eine Stunde lang ziehen gelassen werden. Die regelmäßige Einnahme dieses Aufgusses etwa dreißig Minuten vor den Mahlzeiten fördert die Magensaftsekretion, erleichtert somit die Verdauungsprozesse und kann Blähungen vorbeugen oder lindern. Darüber hinaus wird die Kalmuswurzel in Kombination mit getrockneten Kamillenblüten und Beinwellwurzeln häufig zur Herstellung eines Suds verwendet, der bei der Behandlung von Magengeschwüren und Zwölffingerdarmgeschwüren unterstützend wirken soll. Hierfür wird empfohlen, einen Esslöffel der Kräutermischung in zwei Gläsern Wasser etwa drei Minuten lang zu kochen, den Sud anschließend zehn Minuten ziehen zu lassen, damit sich die wirksamen Inhaltsstoffe optimal entfalten können, bevor er konsumiert wird.

Tatarake-Knopfen, wo man sie kaufen kann, Preis

Wir sollten kein Problem mit dem Kauf haben, denn es ist in den meisten Apotheken oder stationären Kräutergeschäften erhältlich. Das Produkt kann auch online gekauft werden, und die Menge, auf die wir rechnen müssen, beträgt oft nicht mehr als 2,50 US-Dollar pro 50 Gramm.

Kalmuswurzel – praktische Anwendungsmethoden und Dosierungsempfehlungen für den Hausgebrauch

Fachliteratur und traditionelle Quellen der Naturheilkunde unterscheiden zwei grundlegende und am weitesten verbreitete Methoden zur gesundheitlichen Nutzung von Kalmuswurzel. Die erste Methode besteht in der Einarbeitung des pulverisierten Rohmaterials (in einer Menge von höchstens 5 Gramm) in hausgemachte Lebensmittel – etwa in Müsli, Protein-Shakes oder frisch gepresste Fruchtsäfte. Eine alternative Vorgehensweise stellt die Zubereitung wässriger Aufgüsse aus getrockneter Wurzel dar, was in den vorhergehenden Abschnitten dieser Abhandlung ausführlich erläutert wurde. Aufgrund der nachgewiesenen schmerzlindernden Eigenschaften empfehlen einige phytotherapeutische Kompendien zudem das direkte Kauen getrockneter Wurzelstücke, was – den überlieferten Richtlinien zufolge – Linderung bei migräneartigen Kopfschmerzen oder akuten zahnmedizinischen Beschwerden verschaffen kann.

Hausgemachte Kalmus-Tinktur – traditionelles Rezept und Anwendung bei Verdauungsbeschwerden

Die aus Kalmuswurzel (Acorus calamus) hergestellte Tinktur zeichnet sich durch ihre außergewöhnlichen verdauungsfördernden Eigenschaften aus. Durch die Anregung der Magensäureproduktion wirkt sie effektiv gegen dyspeptische Beschwerden wie Völlegefühl, Blähungen oder Sodbrennen, was letztlich zu einer natürlichen Steigerung des Appetits führt. Bemerkenswerterweise erfordert ihre häusliche Zubereitung weder fortgeschrittene Fähigkeiten noch spezielles Equipment – es genügen lediglich 10 Gramm frisch geschnittenes Kalmusrhizom sowie ein halber Liter hochprozentiger Ethylalkohol (mindestens 95%). Der Extraktionsprozess der Wirkstoffe dauert drei Wochen unter Lichtabschluss, was eine optimale Freisetzung der bioaktiven Verbindungen gewährleistet. Die fertige Zubereitung wird präventiv in einer Dosierung von 30 Tropfen (in etwas Wasser aufgelöst) unmittelbar vor der Hauptmahlzeit empfohlen, um mögliche gastrische Beschwerden zu lindern und die Darmperistaltik zu unterstützen.
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