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Ernährungsstörungen und Unterstützung durch enge Bezugspersonen

Felix Weber

Felix Weber

2026-03-18
5 Min. Lesezeit
Ernährungsstörungen und Unterstützung durch enge Bezugspersonen
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Falsche Ernährungsmuster können nahestehende Personen, Schulfreunde oder Nachbarn betreffen und betreffen immer mehr Menschen. Dennoch bleibt es äußerst schwierig, das Problem zu erkennen, da es viele komplexe Krankheiten gibt. Wenn wir jedoch bemerken, dass sich jemand in unserer Umgebung radikal in Bezug auf die Ernährung verändert hat – aufgehört hat, Nahrung zu sich zu nehmen oder zu viel davon konsumiert – kann dies auf Probleme mit der angemessenen Ernährung hinweisen. Wie sollten wir dann angemessen reagieren und welche Schritte sollten wir unternehmen?

Auffällige Anzeichen von Essstörungen

Was uns alarmieren und aufmerksam machen sollte, sind bestimmte Verhaltensmuster und Veränderungen in Bezug auf die Nahrungsaufnahme, die Essgewohnheiten und das äußere Erscheinungsbild. Die am häufigsten beobachteten und dokumentierten Anzeichen sind: Vermeidung von Mahlzeiten in Gesellschaft anderer Personen, Familie, Freunden. Häufige Begründungen der betroffenen Person sind Aussagen wie, dass sie bereits gegessen habe oder dass sie unter Beschwerden leide, z.B. Magenproblemen; nach dem Essen geht sie auf die Toilette und bleibt für längere Zeit abwesend; körperliche Betätigung ist zu einer Sucht geworden; sie wiederholt ständig, dass sie übergewichtig sei und abnehmen müsse, obwohl ihr Gewicht im Normalbereich liegt oder sogar – sie ist schlank; sie versteckt oder entsorgt Nahrung; sie trägt übergroße Kleidung, um Gewichtsverlust und hervorstehende Knochen zu kaschieren; Hauptthemen der Gespräche sind Diäten, Kalorienzählen, ihr Gewicht und Körpermaße; sie bevorzugt Einsamkeit und meidet Treffen mit Freunden und Familie; es treten Konzentrationsschwierigkeiten und Lernprobleme auf; sie gehört zu pro-ana- oder pro-mia-Gruppen (Befürworter von Bulimie). Trotz zahlreicher Verhaltensänderungen sind diese oft schwer zu erkennen, da die betroffene Person darauf achtet, dass niemand sie bemerkt; sie nutzt Lügen oder bestreitet die besorgniserregenden Anzeichen.

Wie kann man Menschen mit Essstörungen unterstützen?

Um Menschen mit Essstörungen effektiv zu unterstützen, muss man sich angemessen darauf vorbereiten. Entscheidend ist es, fundiertes Wissen über diese Störungen, ihre Mechanismen, Ursachen und Folgen zu besitzen. Man sollte sich nicht auf Vorurteile oder unbestätigte Informationen verlassen, da diese oft weit von der Realität entfernt sind. Fachwissen hilft auch, die Angst zu mindern, die in schwierigen Situationen unvermeidlich auftritt. Wichtig ist es ebenfalls, die eigenen Emotionen zu beherrschen, die auftreten können, wenn man bei einem Angehörigen ein Problem entdeckt. Die Reaktionen können vielfältig sein – von Angst, Wut und Panik bis hin zu Schock, Tränen und Verleugnung. Die Kontrolle über diese Emotionen ermöglicht effektives Handeln und gibt der betroffenen Person das Gefühl von Sicherheit, da sie sieht, dass wir mit unseren Emotionen umgehen können und Hilfe leisten können. Nach dem Erwerb von Wissen und der Beherrschung der Emotionen sollte man akzeptieren, dass jemand in unserer Umgebung krank ist, sich die Krankheit nicht ausgesucht hat, Unterstützung benötigt und die Behandlung langwierig und anstrengend sein wird.

Wie geht man mit Essstörungen bei älteren Menschen um?

Obwohl wir bemerken, dass eine ältere Person Schwierigkeiten mit der Ernährung hat und sich auf sich selbst konzentriert, heißt das nicht, dass wir uns keine Sorgen machen. Es ist daher wichtig, sich bewusst zu machen, dass diese Person Unterstützung benötigt. Wir sollten wie gewohnt Gespräche führen und Fragen stellen. Ein übermäßiger Fokus auf das Problem kann die Krankheit nur aufrechterhalten und den Betroffenen zum Schweigen bringen. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir das Problem ignorieren. Es ist wichtig, zu verstehen, dass die Symptome tiefere Ursachen haben können und eine Person, die ihre Krankheit erkennt, sich besser fühlen kann.
Felix Weber

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