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Cadmium – Vorkommen in Lebensmitteln, schädliche Auswirkungen auf den menschlichen Körper, Vergiftung

Lena Bauer

Lena Bauer

2026-03-23
5 Min. Lesezeit
Cadmium – Vorkommen in Lebensmitteln, schädliche Auswirkungen auf den menschlichen Körper, Vergiftung
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Kadm ist eines der häufigsten Schwermetalle, die in Lebensmitteln vorkommen und einen sehr schädlichen und breiten Einfluss auf die menschliche Gesundheit haben. Genau wie Quecksilber erfüllt Kadm keine Regulierungsfunktion im Körper und kann daher nur unerwünschte Komplikationen verursachen, indem es den Stoffwechsel bestimmter Organe stört. Kadm ist besonders gefährlich für Menschen, die sich pflanzlich ernähren, Männer sowie Kinder, Säuglinge und schwangere Frauen. Es ist wichtig, die Quellen von Kadm sowie die Gründe für die Absenkung des tolerierbaren wöchentlichen Aufnahmewerts (TWI) aus Lebensmitteln im Jahr 2009 durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zu kennen.

Kadmiumvorkommen in Lebensmitteln: Umweltkreislauf und menschliche Expositionsquellen

Obwohl Kadmium in der Erdkruste nur in Spuren vorkommt, ist es in aquatischen Ökosystemen, landwirtschaftlichen Böden, der Atmosphäre sowie in tierischen und pflanzlichen Geweben nachweisbar. Seine extensive industrielle Nutzung – insbesondere in der Landwirtschaft durch phosphathaltige Düngemittel (wie Superphosphate) und die Bewässerung mit kontaminiertem Wasser – führt zu einer Bioakkumulation in der Nahrungskette. Kulturpflanzen, vor allem Wurzelgemüse (Kartoffeln, Karotten, Rote Bete, Sellerie) und Blattgemüse (Salat, Spinat), reichern dieses Schwermetall in ihren Geweben an, was ein diätetisches Expositionsrisiko darstellt. Zudem stellt Tabakrauch eine bedeutende Kadmiumquelle dar: Eine einzelne Zigarette setzt etwa 0,1–0,2 µg dieses Elements frei, während die tolerierbare wöchentliche Aufnahme (TWI) lediglich 2,5 µg/kg Körpergewicht beträgt.

Toxikologische Auswirkungen von Cadmium auf den menschlichen Organismus – pathogenetische Mechanismen und gesundheitliche Folgen

Cadmium gelangt primär über die Nahrung (insbesondere durch den Verzehr von Gemüse), die Atemwege sowie die Haut in den menschlichen Körper. Epidemiologische Studien zeigen, dass etwa 95 % der gesamten Cadmiumbelastung aus pflanzlichen Lebensmitteln stammt. Als hochgiftiges Schwermetall reichert sich Cadmium vorrangig in entgiftenden Organen wie Leber und Nieren an, lagert sich jedoch auch in Knochengewebe und männlichen Gonaden ab, wo es strukturelle und metabolische Dysfunktionen hervorruft. Chronische Exposition kann zu irreversiblen Schäden der Nierentubuli (einschließlich Fanconi-Syndrom), Proteinurie oder sogar urologischen Neoplasien führen. Darüber hinaus induziert Cadmium eine Demineralisation der Knochen, was die Entstehung von Osteoporose, Osteomalazie und Rachitis bei Kindern begünstigt. Als zweiwertiges Element konkurriert es mit essenziellen Spurenelementen (Calcium, Eisen, Zink, Kupfer) um gemeinsame Absorptionswege, was zu Mangelerscheinungen, enzymatischen Störungen und schließlich multiorganischen Funktionsstörungen führt. Cadmium schädigt zudem das vaskuläre Endothel, beschleunigt die Atherosklerose-Entwicklung, verstärkt oxidativen Stress (wodurch antioxidative Abwehrmechanismen geschwächt werden) und löst entzündliche Prozesse aus, die Adipositas fördern können. Bei Männern verursacht Cadmium testikuläre Degeneration, Nekrose der Samenkanälchen, eine reduzierte Testosteronsynthese und gestörte Spermatogenese sowie hormonelle Dysfunktionen der Prostata, was die Fertilität deutlich verringert. Zudem ist Cadmium ein nachgewiesener Kanzerogen: Durch Schädigung der Zellmembranen, Induktion von Apoptose, Hemmung der DNA-Reparatur und Generierung genomischer Mutationen trägt es zur Entstehung von Nieren-, Leber-, Hoden-, Prostatakrebs sowie Lungenkrebs (als Bestandteil von Tabakrauch) bei. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) stuft Cd²⁺-Ionen als karzinogene Substanz der Gruppe 1 ein.

Cadmiumvergiftung: Risikogruppen, präventive Maßnahmen und Umweltbelastungen in der Ernährung

Eine Cadmiumvergiftung stellt ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar, insbesondere für Personen mit pflanzlich basierter Ernährung, Männer, Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder. Ein erhöhtes Risiko besteht zudem für Bewohner stark industrialisierter Agrarregionen sowie für Berufsgruppen mit direktem Cadmiumkontakt – etwa Landwirte, Metallverarbeiter oder langjährige Tabakraucher. Um eine Akkumulation dieses Schwermetalls im Körper zu verhindern, ist eine bewusste Auswahl von Lebensmittelquellen entscheidend: Der Bezug von Wurzelgemüse, Blattgemüse, Obst, Getreideprodukten und Fisch aus vielfältigen, vertrauenswürdigen Quellen reduziert das Risiko einer chronischen Belastung. Der direkte Einkauf bei regionalen Erzeugern – auf Wochenmärkten oder in ökologischen Betrieben – ermöglicht detaillierte Informationen über Anbaumethoden, Düngemittel und Feldstandorte. Zudem sollte der Tabakkonsum (sowohl aktiv als auch passiv) drastisch eingeschränkt werden, da Tabakrauch eine der Hauptquellen für die Aufnahme dieses giftigen Elements darstellt. Obwohl Cadmium in der Umwelt allgegenwärtig ist, übt es multifunktionale, schädliche Effekte auf den menschlichen Organismus aus. Dennoch sollte auf den Verzehr essenzieller Lebensmittelgruppen wie Gemüse, Obst oder Vollkorngetreide nicht verzichtet werden, da diese wichtige Nährstoffe liefern.
Lena Bauer

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