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Behandlung von Selbstwertstörungen in Verbindung mit Dysmorphophobie

Tomasz Jankowski

Tomasz Jankowski

2026-03-17
4 Min. Lesezeit
Behandlung von Selbstwertstörungen in Verbindung mit Dysmorphophobie
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Dysmorphophobie ist eine psychische Störung, bei der sich eine Person übermäßig auf eine eingebildete oder tatsächliche, aber unbedeutende körperliche Unvollkommenheit konzentriert. Das Unterwerfen seines Lebens unter Ängste in Bezug auf das Aussehen stört die Funktionsfähigkeit in der sozialen Sphäre, verursacht Angst und ständige beunruhigende Emotionen.

Körperdysmorphe Störung (Dysmorphophobie – KDS)

Personen, die unter Dysmorphophobie leiden, identifizieren in der Regel mehrere als störend empfundene körperliche Merkmale, auf die sie sich in exzessiver und selbstkritischer Weise fokussieren. In den meisten Fällen betrifft dies den Kopfbereich – Betroffene nehmen ihre Ohren als unangemessen groß, die Lippen als zu schmal oder die Nase als asymmetrisch oder deformiert wahr, wobei diese wahrgenommenen Unvollkommenheiten von Außenstehenden selten in dem Ausmaß bestätigt werden, wie es die Betroffenen selbst empfinden. Auffällig ist, dass diese Störung nicht mit weiteren psychischen Erkrankungen einhergeht; das zentrale Symptom besteht allein in der tief verwurzelten, irrationalen Überzeugung, eine für andere sichtbar entstellende körperliche Abweichung zu besitzen, die in Wirklichkeit von Dritten nicht wahrgenommen wird. Dies führt häufig zu zwanghaftem Kontrollverhalten wie häufigem Betrachten im Spiegel, ständiger Suche nach Bestätigung der eigenen Befürchtungen sowie sozialem Rückzug aus Angst vor Bewertung oder Bloßstellung.

Dysmorphophobie: Therapieansätze zur Behandlung von Störungen der Körperwahrnehmung

Personen, die unter Dysmorphophobie leiden, zeigen häufig eine starke Abneigung gegen therapeutische Maßnahmen. Sollte jedoch der Wunsch nach Veränderung aufkommen, erweist sich die kognitiv-behaviorale Therapie als besonders vielversprechend. Diese Behandlungsform ermöglicht es den Betroffenen, die Ursachen ihres Verhaltens zu analysieren und dysfunktionale Verhaltensmuster schrittweise zu modifizieren. Durch die Auseinandersetzung mit der Natur der Störung sowie die Aneignung wirksamer Bewältigungsstrategien können Patienten allmählich ein realistisches Körperbild entwickeln, ihre Konzentrationsfähigkeit steigern und ihr allgemeines Wohlbefinden verbessern. In bestimmten Fällen kommt auch eine medikamentöse Behandlung infrage, die ebenfalls positive Effekte zeigen kann. Falls die psychotherapeutische Intervention jedoch bereits die gewünschten Ergebnisse erzielt, sollte auf chemische Eingriffe verzichtet werden. Es ist wichtig zu betonen, dass die genauen Ursachen der Dysmorphophobie nach wie vor ungeklärt sind, weshalb die bestehenden Therapieansätze weiterer wissenschaftlicher Untersuchung bedürfen, um ihre Wirksamkeit zu optimieren. Die Störung tritt häufiger bei Frauen auf, doch in jüngster Zeit gewinnt die muskuläre Dysmorphie – ein vor allem Männer betreffendes Phänomen – an Bedeutung. Betroffene fokussieren sich übermäßig auf ihre Muskelmasse und Körperform, wobei sie sich trotz objektiv gut entwickelter Statur als unzureichend muskulös wahrnehmen. Dieses Störungsbild ähnelt in seinem Verlauf der Anorexie: Es ist gekennzeichnet durch ein verzerrtes Selbstbild, unrealistisch hohe Selbstansprüche und sozialen Rückzug zugunsten exzessiven Trainings. Die daraus resultierende Frustration und Unzufriedenheit können schwerwiegende psychische und physische Folgen nach sich ziehen, wobei die ursprüngliche Motivation zur Verbesserung des Äußeren in eine Quelle des Leidens umschlägt. Obwohl die exakten Auslöser der Dysmorphophobie noch nicht abschließend geklärt sind, deutet vieles darauf hin, dass der moderne Fokus auf körperliche Perfektion – verstärkt durch mediale Schönheitsideale – eine bedeutende Rolle spielt. Besonders in der Pubertät, wenn junge Menschen besonders empfänglich für äußere Einflüsse sind und ihr Selbstbild formen, kann dieser Druck zu einer Belastung werden. Angesichts der potenziell gravierenden Konsequenzen dieses Störungsbildes ist es ratsam, aufmerksam auf Personen im eigenen Umfeld zu achten, bei denen die Sorge um das Aussehen in Besessenheit umschlägt, und sie zur Inanspruchnahme professioneller Hilfe zu ermutigen.
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