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Bedeutung der Ernährung bei atopischer Dermatitis (AD) und empfohlene sowie verbotene Produkte

Mia Hoffmann

Mia Hoffmann

2026-03-18
5 Min. Lesezeit
Bedeutung der Ernährung bei atopischer Dermatitis (AD) und empfohlene sowie verbotene Produkte
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Mäßig trockene Haut, Juckreiz und weit verbreitete Hautveränderungen sind erniedrigende und deprimierende Symptome von atopischer Dermatitis, einer chronischen allergischen Erkrankung, von der bis zu 20% der Kinder im Alter von unter 7 Jahren betroffen sind. Die Behandlung dieser Erkrankung beschränkt sich häufig nur auf die pharmakologische Behandlung und die Verringerung von Symptomen, wobei die Ernährung eine entscheidende Rolle bei der Remission von Krankheitssymptomen spielt. Welche Produkte sollten aus der Ernährung von Personen mit AD ausgeschlossen werden und welche sollten in ihre Ernährung aufgenommen werden?

Atopische Dermatitis (AZS)

Atopische Dermatitis (AZS) ist eine der häufigsten allergischen Erkrankungen, die kurz nach der Geburt auftritt. Während die Symptome bei einigen Patienten nach einigen Jahren verschwinden, entwickelt sich die Krankheit bei vielen in eine chronische Form. AZS ist besonders in Industrieländern verbreitet, wo die Anzahl der Fälle von Hautreaktionen auf Fehlfunktionen des Immunsystems kontinuierlich steigt und oft nicht im Kindesalter verschwindet. Die Hauptursache der Erkrankung ist ein überaktives Immunsystem, das bei Kontakt mit verschiedenen Allergenen (Nahrungsmittel-, Umweltallergenen etc.) Antikörper produziert und dadurch charakteristische Hautsymptome auslöst. Atopische Haut neigt zudem zu Trockenheit, und eine geschwächte Hautbarriere erleichtert das Eindringen von Allergenen in tiefere Schichten, was die Immunantwort verstärkt. Dies führt zu Juckreiz, Rötungen, Schuppenbildung, besonders in Gelenkbeugen, Ellbogenbeugen und im Gesicht. Durch Kratzen entstehen zusätzlich bakterielle und pilzliche Infektionen, die den Entzündungszustand verschlimmern. Die ständige Exposition gegenüber Reizstoffen (Reinigungsmittel, Synthetikstoffe) verhindert eine Remission, und die Therapie beschränkt sich meist auf die Linderung von Juckreiz und die Verbesserung des Hautzustands durch Feuchtigkeitscremes. Obwohl diese Maßnahmen Linderung bringen, behebt sie nicht die Ursache – das Immunsystem, das ständig Allergenen ausgesetzt ist, produziert ununterbrochen Antikörper, die Hautreaktionen hervorrufen. Daher sollte die Behandlung nicht nur symptomatisch, sondern auch kausal sein, indem Allergene, einschließlich Nahrungsmittelallergene, eliminiert werden.

AZS-Diät: Ernährungsansatz

Obwohl atopische Dermatitis (AZS) als allergische Erkrankung und nicht als Verdauungsstörung eingestuft wird, spielt die Ernährung eine entscheidende Rolle in ihrem Verlauf. Studien [1] belegen den Zusammenhang zwischen der Darmbarriere und Hautsymptomen. Eine erhöhte Darmdurchlässigkeit (Leaky-Gut-Syndrom, LGS) kann dazu führen, dass unverdaute Partikel in den Blutkreislauf gelangen und Immunreaktionen auslösen, die den Hautzustand verschlechtern. Die Normalisierung der Darmbarriere kann die AZS-Symptome lindern, wie Studien [2] zeigen. Zudem können Probiotika und die Wiederherstellung der Darmflora die Darmbarriere verbessern und die Symptome der atopischen Dermatitis reduzieren, wie zahlreiche Studien [3] [4] [5] belegen. Daher ist die Reduzierung der Exposition gegenüber Allergenen und Faktoren, die die Darmdurchlässigkeit erhöhen, ein zentraler Ansatz in der AZS-Therapie.

AZS – verbotene Lebensmittelbestandteile

Bei AZS gibt es keine festgelegte Liste von Lebensmitteln, die aus der Ernährung entfernt werden müssen, da immunologische Reaktionen individuell variieren. Die Grundlage für die Zusammensetzung einer Eliminationsdiät bei AZS ist eine Laboruntersuchung, die die Identifizierung von Lebensmittelallergien und -unverträglichkeiten ermöglicht. Erst nach Bestimmung der auslösenden Nahrungsmittelbestandteile (IgE, IgA, IgG) kann eine Eliminationsdiät eingeführt werden. Wichtig ist, dass die Ernährung keine Mangelerscheinungen verursacht. Beispielsweise muss bei der Eliminierung von Milchprodukten auf alternative Kalziumquellen geachtet werden, was besonders für Kinder relevant ist. Die Diät sollte nicht monoton sein, um sekundäre Unverträglichkeiten zu vermeiden. Es wird empfohlen, Lebensmittel zu rotieren, die keine allergischen Reaktionen auslösen. Häufige Allergene wie Gluten, Milchprodukte, Soja und Hühnereiweiß werden oft ausgeschlossen, jedoch sollte dies mit einem Ernährungsberater besprochen werden.

AZS empfohlene Produkte zur Unterstützung der Gesundheit

Wie Studien zeigen, wirken Probiotika sich positiv auf die Linderung von Symptomen bei atopischer Dermatitis aus. Da bei der AZS-Therapie häufig Milchprodukte, eine Quelle probiotischer Bakterien, ausgeschlossen werden, wird eine Supplementierung mit geeigneten Mikroorganismenstämmen empfohlen. Produkte mit entzündungshemmenden Eigenschaften, wie z. B. Kurkuma, tragen zur Reduktion von Entzündungen bei. Ebenso wichtig ist die Sicherstellung eines ausreichenden Gehalts an Vitamin A und Beta-Carotin in der Ernährung, die für die Gesundheit der Haut und deren Regeneration entscheidend sind. Quellen dieser Nährstoffe sind unter anderem Karotten, Kürbis und Innereien. Zudem unterstützen Omega-3-Fettsäuren, die in fettem Seefisch und Leinsamenöl enthalten sind, die Wiederherstellung der Hautbarriere. Atopische Dermatitis ist eine chronische allergische Erkrankung, die durch eine fehlerhafte Immunantwort auf Allergene ausgelöst wird. Eine wirksame Behandlung umfasst sowohl die Linderung von Symptomen als auch die Bekämpfung der Ursachen. Untersuchungen zeigen, dass eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmbarriere, verbunden mit Dysbiose und dem Eindringen von Allergenen in den Blutkreislauf, häufig bei Patienten mit immunologischen Erkrankungen auftritt. Daher kann die Stärkung der Darmbarriere und die Reduzierung der Allergenexposition ein entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Therapie sein. Die Ernährung spielt eine bedeutende Rolle bei der Kontrolle des Verlaufs atopischer Dermatitis.
Mia Hoffmann

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