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Atopische Dermatitis – Hausbehandlung mit Heilpflanzen

Mateusz Pawlak

Mateusz Pawlak

2026-03-25
3 Min. Lesezeit
Atopische Dermatitis – Hausbehandlung mit Heilpflanzen
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Die atopische Hautentzündung ist das Ergebnis von Störungen im Immunsystem, deren Ursache noch unbekannt ist. Ein anhaltender Juckreiz und ein starkes Brennen sind die charakteristischsten Symptome dieser Erkrankung.

Chronisch-allergische Hautentzündung atopischer Genese

Die atopische Dermatitis zählt zu den häufigsten allergisch bedingten Hauterkrankungen und betrifft insbesondere Säuglinge und Kleinkinder in den ersten Lebensjahren. Klinisch äußert sie sich vor allem durch anhaltenden, oft quälenden Juckreiz, der sich typischerweise in den Abendstunden und nachts verstärkt. Die Lokalisation der Hautveränderungen variiert altersabhängig: Bei Kindern manifestieren sich die Ekzeme bevorzugt im Gesicht, an den Streckseiten der Ellenbogen sowie an den Knien, während Erwachsene häufiger die Beugefalten der Arme und Knie, das Gesicht und den Halsbereich betroffen zeigen.

Zu den begleitenden Symptomen gehören unter anderem Nahrungsmittelunverträglichkeiten, eine erhöhte Konzentration von Immunglobulin E im Serum, eine blasse oder gerötete Gesichtshaut, ausgeprägte Trockenheit der Epidermis, das Auftreten feiner weißer Schuppen, rezidivierende Bindehautentzündungen sowie eine verstärkte Zeichnung der Handlinien – ein Phänomen, das als Hyperlinearität bezeichnet wird. Epidemiologische Daten zeigen, dass etwa 60 % aller Fälle bereits im ersten Lebensjahr diagnostiziert werden, was die frühe Manifestation der Erkrankung und ihre besondere Relevanz in der pädiatrischen Praxis unterstreicht.

Therapeutische Maßnahmen bei atopischer Dermatitis: Symptomlinderung bei chronisch-rezidivierendem Hautekzem

Da die atopische Dermatitis durch einen chronisch-rezidivierenden Verlauf gekennzeichnet ist, zielt die therapeutische Strategie primär auf die Symptomkontrolle und nicht auf eine kausale Heilung ab. Die Basistherapie umfasst eine konsequente Hautpflege sowie die Vermeidung exogener Triggerfaktoren, die zu einer Exazerbation der Hautveränderungen führen können. Von zentraler Bedeutung ist die regelmäßige Applikation rückfettender Präparate in Form hochlipidhaltiger Cremes oder Salben, die mindestens zweimal täglich auf die gesamte Hautoberfläche aufgetragen werden sollten. Empfohlen wird ein wöchentlicher Verbrauch von mindestens 250 Gramm dieser Präparate. Bei Patienten mit extrem trockener Haut können harnstoffhaltige Produkte in einer Konzentration zwischen 5% und 40% oder 12-prozentige Milchsäure hilfreich sein, wobei jedoch auf mögliche initiale Brennempfindungen zu achten ist. Zahlreiche exogene Faktoren können die Symptomatik verschlimmern, weshalb Maßnahmen, die zu einer Austrocknung der Haut führen – wie häufige, ausgedehnte Bäder in heißem Wasser oder das Abreiben der Haut mit rauen Handtüchern – strikt zu meiden sind. Unmittelbar nach dem Kontakt mit Wasser sollte eine rückfettende Pflege erfolgen, während die Verwendung von Seife auf die Achselhöhlen, die Leistenregion und die Füße beschränkt bleiben sollte. Auch die Wahl der Kleidung spielt eine entscheidende Rolle: Ideal sind lockere, atmungsaktive Textilien aus reiner Baumwolle. Neue Kleidungsstücke sollten vor dem ersten Tragen gewaschen werden, um den Kontakt mit potenziell reizenden chemischen Rückständen zu minimieren. Darüber hinaus ist die Kontrolle der Umgebungsbedingungen von Bedeutung – plötzliche Temperaturschwankungen, übermäßige Luftfeuchtigkeit oder trockene Raumluft sollten vermieden werden. Zudem kann die Reduktion psychischer Belastung durch Entspannungstechniken sowie die Elimination verdächtiger Nahrungsmittel aus der Ernährung einen positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf haben.

Atopische Dermatitis und pflanzliche Therapieansätze: Die Bedeutung von γ-Linolensäure sowie kräuterbasierten Präparaten bei der Linderung chronischer Neurodermitis-Symptome

Im Rahmen der ganzheitlichen Behandlung der atopischen Dermatitis (Neurodermitis) kommen pflanzliche Präparate mit einem hohen Anteil an biologisch aktiven Fettsäuren – insbesondere γ-Linolensäure (GLA) – eine bedeutende Rolle zu. Für die äußerliche Anwendung eignen sich besonders das Öl aus den Samen des Borretschs (*Borago officinalis*) sowie das Nachtkerzenöl (*Oenothera biennis*), deren feuchtigkeitsspendende und entzündungshemmende Eigenschaften die Regeneration der Epidermis fördern können. Im Bereich der oralen Supplementierung werden in klinischen Studien die Wirksamkeit von Nachtkerzenextrakt in altersabhängigen Dosierungen untersucht: Für pädiatrische Patienten (im Alter zwischen dem 1. und 12. Lebensjahr) werden 160–320 Milligramm pro Tag empfohlen, während Erwachsene 320–480 Milligramm erhalten. Ein Ausbleiben der Besserung nach einem dreimonatigen Therapiezyklus gilt als Indikator für die Ineffektivität der Behandlung und erfordert eine Anpassung des therapeutischen Ansatzes. Ergänzend können lokale Präparate mit Extrakten aus der Mariendistel (*Silybum marianum*) oder dem Baikal-Helmkraut (*Scutellaria baicalensis*) in Betracht gezogen werden, deren antioxidative und immunmodulatorische Wirkungen die Basistherapie unterstützen können. Es ist zu betonen, dass die atopische Dermatitis eine chronische Erkrankung darstellt, deren Ätiologie bis heute nicht vollständig geklärt ist und deren Behandlungsmöglichkeiten überwiegend symptomatisch ausgerichtet sind. Die Prognose ist jedoch günstig: Bei einem Großteil der Betroffenen nehmen die Beschwerden mit zunehmendem Alter ab, verschwinden vollständig oder gehen in eine mildere Form über, sodass eine Kontrolle der Symptome durch konsequente Hautpflege und gezielt ausgewählte Dermokosmetika möglich wird.
Mateusz Pawlak

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