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Vorkommen von Acrylamid in Lebensmitteln und seine Auswirkungen auf die Gesundheit

David Janitzek

David Janitzek

2026-03-25
3 Min. Lesezeit
Vorkommen von Acrylamid in Lebensmitteln und seine Auswirkungen auf die Gesundheit
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Acrylamid wird seit vielen Jahren verwendet. Es handelt sich um eine chemische Substanz, die hauptsächlich für die Herstellung und Synthese von Polyacrylamiden genutzt wird. Sie findet vor allem in der Papier-, Chemie- und Kosmetikindustrie Verwendung zur Herstellung von Farben, Lacken und Kosmetikbestandteilen. Darüber hinaus entsteht die Substanz während der thermischen Verarbeitung von Lebensmitteln, insbesondere beim Braten und Backen.

Akrylamid: Vorkommen und Expositionsquellen in Umwelt und Industrieprodukten

Akrylamid ist in verschiedenen industriellen und umweltbezogenen Anwendungen nachweisbar, darunter: als Bestandteil synthetischer Düngemittel, wo es als Bodenstabilisator fungiert und die Erosionsgefahr verringert; es wirkt zudem als Flockungs- und Koagulationsmittel bei der Aufbereitung von Trinkwasser sowie der Abwasserbehandlung, indem es die Sedimentation von Schadstoffen beschleunigt und die physikalisch-chemischen Wassereigenschaften optimiert. Des Weiteren finden Polyacrylamide – Derivate des Akrylamids – breite Anwendung in labortechnischen Verfahren wie der Gelelektrophorese zur Trennung von Makromolekülen, einschließlich Proteinen und Nukleinsäuren. Diese Verbindung entsteht zudem endogen durch die Maillard-Reaktion während der thermischen Verarbeitung bestimmter Lebensmittel, insbesondere solcher mit hohem Gehalt an Kohlenhydraten und Aminosäuren. Darüber hinaus stellt Tabakrauch eine bedeutende Expositionsquelle für Akrylamid in häuslichen und beruflichen Umgebungen dar.

Acrylamid: gesundheitliche Risiken und toxikologische Wirkmechanismen auf den menschlichen Organismus

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen eindeutig, dass Acrylamid schädliche Auswirkungen auf Struktur und Funktion des Nervensystems hat, die sich in einer kumulativen neurotoxischen Wirkung äußern. Eine chronische Exposition gegenüber diesem chemischen Stoff kann zu dauerhaften Schäden an Neuronen führen, was klinisch durch Muskelschwäche, Parästhesien (abnorme Empfindungen wie Kribbeln oder Taubheitsgefühl) sowie Defizite in der Bewegungspräzision und Körperbalance zum Ausdruck kommt. Der Toxizitätsmechanismus beruht auf der Degeneration von Nervenendigungen und der Hemmung der synaptischen Freisetzung entscheidender Neurotransmitter, was letztlich zum programmierten Zelltod (Apoptose) der Nervenzellen führt. Darüber hinaus wird Acrylamid als Verbindung mit nachgewiesener kanzerogener Potenz eingestuft, was auf seine Fähigkeit zurückzuführen ist, genetische Mutationen durch Wechselwirkung mit der DNA zu induzieren. Epidemiologische Belege bringen es mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung bösartiger Tumoren in Schilddrüse, Atemwegen, Brustdrüsen, Haut und Gonaden in Verbindung. Es ist wichtig zu betonen, dass die beschriebenen toxischen Effekte vor allem im Kontext beruflicher Exposition gegenüber hohen Konzentrationen dieses Stoffes auftreten, während der Verzehr von Lebensmitteln mit Spurenmengen an Acrylamid mit einem deutlich geringeren Risiko verbunden ist. Dennoch wird aus präventiven Gründen empfohlen, den Konsum von besonders anfälligen Produkten (z. B. stark thermisch verarbeiteten Lebensmitteln) für gefährdete Gruppen wie Kinder in der Entwicklungsphase, Schwangere und stillende Mütter einzuschränken.

Akrylamid: Vorkommen in thermisch verarbeiteten Lebensmitteln und gesundheitliche Risikobewertung

Akrylamid stellt eine chemische Verbindung dar, die während thermischer Verarbeitungsprozesse von Lebensmitteln – darunter Frittieren, Rösten oder Backen – durch die sogenannte Maillard-Reaktion zwischen Aminosäuren und reduzierenden Zuckern entsteht. Die Bildung dieser Substanz ist abhängig von der Zusammensetzung der Nahrungsmittel, der angewandten Temperatur sowie der Dauer der Hitzebehandlung, wobei die höchsten Konzentrationen bei Temperaturen über 120 °C auftreten. Wie aus Untersuchungen der Schwedischen Nationalen Lebensmittelbehörde und Forschern der Universität Stockholm aus dem Jahr 2002 hervorgeht, wurden besonders erhöhte Akrylamidwerte in kohlenhydratreichen Produkten wie Pommes frites, Kartoffelchips, Frühstücksflocken, Kaffee, gerösteten Mandeln, Kakao und Schokoladenerzeugnissen festgestellt. Tierische Erzeugnisse weisen demgegenüber nur minimale Spuren dieser Verbindung auf. Die gravierendsten gesundheitlichen Auswirkungen zeigen sich in beruflichen Umfeldern mit direkter Akrylamidexposition, beispielsweise in der chemischen Industrie. Dennoch kann auch der regelmäßige Verzehr von Lebensmitteln mit hohem Akrylamidgehalt – insbesondere stark verarbeiteter Snacks wie Pommes frites oder Chips – negative Effekte auf den menschlichen Organismus haben, was eine Reduzierung oder gar den vollständigen Verzicht auf solche Produkte rechtfertigt.
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