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Vitamin D für Sportler - ein neuer Blickwinkel

Mia Hoffmann

Mia Hoffmann

2026-03-18
4 Min. Lesezeit
Vitamin D für Sportler - ein neuer Blickwinkel
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In den letzten Jahren ist das Interesse an Vitamin D stark gestiegen. Es ist eines der meistverkauften Nahrungsergänzungsmittel und erfreut sich auch großen Interesses in der Wissenschaft. Auf der Webseite PubMed, die Veröffentlichungen aus vielen wissenschaftlichen Zeitschriften vereint, wurden 2011 mehr als 1000 Artikel über Vitamin D veröffentlicht. Seine Popularität ist verständlich, denn es ist ein einzigartiges Vitamin, das unser Körper selbst produzieren kann, mit Sonnenstrahlen, die auf unsere Haut fallen. Heutzutage verbringen wir viel weniger Zeit im Freien, was dazu führt, dass viele Menschen nicht ausreichend Vitamin D haben. Eine Lösung für dieses Problem könnte die zusätzliche tägliche Aufnahme von ein paar Minuten Sonne sein, aber das ist ein Luxus, den sich nicht jeder leisten kann, besonders in unserem Klima. Alternativ kann man Nahrungsmittel oder Supplemente zu sich nehmen, die reich an diesem Vitamin sind. Das kann nicht nur gesundheitliche, sondern auch sportliche Vorteile bringen.

Was ist Vitamin D im Detail?

Vitamin D wird in der Haut produziert, wenn es mit ultravioletten Strahlen des Typs B (UVB) in Kontakt kommt, weshalb es oft als Sonnenvitamin bezeichnet wird. Es gehört zu den fettlöslichen Vitaminen, obwohl es praktisch gesehen ein Prohormon ist, eine Substanz, die in ein Hormon umgewandelt werden kann. Die aktive Form von Vitamin D arbeitet in Kombination mit Parathormon und Calcitonin, um die Konzentration an Kalzium und Phosphor in den Erythrozyten zu regulieren. Vitamin D kann die Absorption dieser Mineralien im Darm verstärken, indem es zur Knochenmineralisierung beiträgt und vor den Auswirkungen von Osteoporose und Osteopenie schützt, sowie vor Bruchschäden, die mit Stress assoziiert sind. Das aus Nahrung, Nahrungsergänzungsmitteln und Exposition gegenüber UVB-Strahlen erhaltene Vitamin D muss zwei chemische Prozesse durchlaufen, bevor es für den Körper verwendbar wird. Zunächst wird Vitamin D in der Leber zu 25-Hydroxyvitamin D [25(OH)D], auch bekannt als Kalzidiol, umgewandelt, und anschließend entsteht der physiologisch aktive Komplex 1,25-Dihydroxyvitamin D [1,25(OH)2D], allgemein bekannt als Kalzitriol. Kalzitriol als Steroidhormon reguliert mehr als 50 Gene in verschiedenen Geweben unseres Körpers, einschließlich Muskeln und Nerven.

Auswirkungen auf die Effizienz

Bevor die Verbindung zwischen UVB-Strahlung und der Synthese von Vitamin D hergestellt wurde, wurden Sonnenstrahlen als Quelle für körperliche Kraft und Vitalität angesehen. Ägypter sahen in der Sonnengottheit Amon-Ra diejenige, die einen Mann stärker als die gesamte Menge machen konnte. Die antiken Olympioniken wurden jedoch angewiesen, im Sonnenlicht zu trainieren und zu leben. Heutzutage, aufgrund von Krafttraining und Büroarbeit, haben wir in der Regel niedrige Vitamin-D-Werte im Umlauf. Derzeit unterscheiden wir vier mögliche Werte, die den Status der Versorgung mit der betreffenden Vitamin-D-Versorgung anzeigen: – Mangelwert (weniger als 30 nmol/L); – suboptimale Werte (30–50 nmol/L); – angemessene Werte (50–125 nmol/L); – hohe Werte (mehr als 125 nmol/L). Dies ist eine Klassifizierung, die die besonderen Bedürfnisse von körperlich aktiven Menschen nicht berücksichtigt. Im Jahr 2006 stellte Professor Heike A. Bischoff-Ferrari eine bessere Klassifizierung vor, die besagt, dass der optimale Bereich zur Muskelfunktion 90–100 nmol/L beträgt. Zu viele Sportler zeigen einen Vitamin-D-Gehalt im Körper, der im Hinblick auf die Effizienz unzufriedenstellend ist. Eine Studie entdeckte, dass eine erschreckend große Anzahl von Sportlern suboptimale Vitamin-D-Werte aufweist: 94 % der Tänzer, 94 % der Basketballspieler und 67 % der Taekwondo-Kämpfer. Obwohl es nur wenige Studien gibt, die den Einfluss von Nahrungsergänzungsmitteln auf die Effizienz junger Athleten belegen, sind sie dennoch vielversprechend. Zum Beispiel zeigte eine Studie aus dem Jahr 2012, dass 5000 IE Vitamin D3 über einen Zeitraum von 8 Wochen den 25(OH)D-Spiegel bei Sportlern signifikant erhöhten, was zu einer signifikanten Verbesserung ihrer Leistungen bei Sprints und Hochsprüngen führte.

Empfohlene Dosis von Vitamin D

Vitamin D kann in Lebensmitteln wie Eiern, Lachs und Kartoffeln sowie als Nahrungsergänzungsmittel gefunden werden. Die Standardvariante ist Vitamin D3, das besser absorbiert wird als andere Calcitriol-Vorläufer. Der Bedarf an Vitamin D sollte individuell mit Berücksichtigung seines Körperstatus festgestellt werden. Allgemein empfiehlt man 2000 IU pro Tag, obwohl einige Menschen in höheren Dosen einnehmen. Vitamin D ist fettlöslich, was dazu führen kann, dass es schwierig ist, einen Überschuss auszuscheiden, im Vergleich zu wasserlöslichen Vitaminen. Dies ist aufgrund seiner Fettlöslichkeit, die es am besten in Gegenwart von Fetten absorbiert, der Fall. Studien haben gezeigt, dass die Absorption von Vitamin D aus einer Mahlzeit mit 11 Gramm Fett größer ist als aus einer Mahlzeit mit 35 oder 0 Gramm Fett.
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