Verhaltensmuster und Anfälligkeit für Krankheiten
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Ob man an einer Krankheit erkrankt, ist eine Kombination aus verschiedenen Faktoren, auf die man manchmal keinen Einfluss hat, wie z.B. genetische, erbliche, hormonelle oder psychologische. Jedoch haben das, was wir essen, wie wir unser Leben führen und in welchem Umfeld wir leben, Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Laut mehreren Theorien kann sogar unsere Neigung zu Ausbrüchen bei der Anfälligkeit für verschiedene Arten von Krankheiten eine Rolle spielen. Haben daher unsere Verhaltensmuster Einfluss darauf, ob wir krank werden?
Verhaltensschemata
Individuen verfügen über spezifische, sich wiederholende Verhaltensweisen als Reaktion auf äußere Reize, die sich auf der Grundlage verfestigter Verhaltensschemata entwickeln. Diese Schemata bestehen aus kognitiven Mustern, also charakteristischen individuellen Methoden der Wahrnehmung, Analyse und Bewertung von Situationen, sowie emotionalen Mustern, also der Tendenz, Emotionen als Reaktion auf die herrschenden Umstände auszudrücken.
Verhaltensweisen und Anfälligkeit für Krankheiten – Arten
Typ A Dieses Verhaltensmuster betrifft Personen, bei denen ein Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und Erkrankungen des Kreislaufsystems festgestellt wurde. Die Hypothese wurde von den Kardiologen Meyer Friedman und Ray Rosenman bestätigt, die nachwiesen, dass Menschen mit bestimmten Persönlichkeitszügen doppelt so häufig an Herzkrankheiten leiden. Typische Merkmale von Personen des Typs A umfassen den Drang nach Perfektion, hohe Ansprüche an sich selbst, Ehrgeiz und eine Tendenz zur Konkurrenz. Sie pflegen keine stabilen und dauerhaften Beziehungen, da sie meist feindselig und aggressiv gegenüber ihrer Umgebung eingestellt sind. Sie sind leicht an lebhaften Gesten, einer energischen und explosiven Art des Sprechens und Bewegens zu erkennen. Während Gesprächen unterbrechen sie die Aussagen ihrer Gesprächspartner und zeigen Feindseligkeit, was sich in ihren geballten Fäusten und angespannten Gesichtszügen äußert. Sie sind nicht in der Lage, sich an freien Tagen zu entspannen, da dies Schuldgefühle auslöst. Sie bevorzugen Überstunden, um sicherzustellen, dass niemand sie übertrifft. Solche Personen haben ein Gefühl des ständigen Wettbewerbs entwickelt, da sie nur so Rückmeldungen über ihren Wert erhalten. Respekt äußert sich für sie in erreichten Erfolgen. Diese Haltung geht einher mit ständiger Angst und Anspannung, da sie befürchten, nicht über die notwendigen Ressourcen zu verfügen, um den Erwartungen gerecht zu werden. Es wird vermutet, dass Herzprobleme in dieser Gruppe auf plötzliche und starke Blutdruckanstiege zurückzuführen sind, deren Auswirkungen die Wände und Gefäße des Herzmuskels spüren. Dauerhafter Stress und ständige Angst belasten das Herz und führen zu Arteriosklerose, Kreislaufversagen und Kammerflimmern, die lebensbedrohlich sein können. Ein wesentliches Merkmal dieser Personen ist, dass sie zwar Beschwerden wahrnehmen, aber nicht reagieren, medizinische Hilfe verzögern und seltener ärztliche Empfehlungen befolgen. Zudem wird vermutet, dass sie selten körperlich aktiv sind, sich ungesund ernähren, rauchen und Alkohol missbrauchen.