Skip to main content
Blog

Tarnina – Eigenschaften, Rolle bei der Verhinderung von Krankheiten, Tarninentrunk

Tim Klein

Tim Klein

2026-03-18
4 Min. Lesezeit
Tarnina – Eigenschaften, Rolle bei der Verhinderung von Krankheiten, Tarninentrunk
32 Aufrufe
Die Pflanze Tarnina wurde von unseren Vorfahren als natürliche Heilmittel verwendet. Die Eigenschaften von Früchten oder Blumen, die aus diesem Strauch stammen, wurden bei Verdauungsstörungen angewendet. Obwohl dieser Strauch nicht mehr so verbreitet ist wie früher, ist es wert, seine gesundheitlichen Vorteile zu kennen, die helfen können, den Körper in guter Verfassung zu halten.

Schlehe (Prunus spinosa) – ein vielseitig nutzbarer Wildstrauch mit Dornen

Die Schlehe (*Prunus spinosa* L.), auch unter dem Trivialnamen Tarka bekannt, zählt zur Familie der Rosengewächse (*Rosaceae*) und ist in ganz Deutschland weit verbreitet. Diese Pflanze spielt eine bedeutende Rolle in der Phytotherapie, wobei insbesondere ihre Früchte – die sogenannten Schlehenfrüchte – sowie die Blüten und die Rinde therapeutisch genutzt werden. Typischerweise wächst sie als stark verzweigter, bis zu drei Meter hoher Strauch, dessen Äste mit scharfen Dornen besetzt sind, wodurch sie dichte, undurchdringliche Gebüsche bildet. Die Blütezeit erstreckt sich über die Monate April und Mai, in denen der Strauch zarte, weiße Blüten trägt, die jedoch rasant abfallen. Die Früchte der Schlehe ähneln in ihrer Form Beeren, enthalten jedoch einen harten Stein und weisen eine tiefdunkle, fast schwarze Färbung mit einem bläulichen Überzug auf.

Eigenschaftsprofil und therapeutische Anwendung von Schlehdorn in der Naturheilkunde: eine umfassende Betrachtung pflanzlicher Rohstoffe und ihrer physiologischen Effekte

Der Schlehdorn (*Prunus spinosa*), eine Pflanze aus der Familie der Rosaceae, wird seit Jahrtausenden in der Phytotherapie geschätzt, obwohl seine Bedeutung in der modernen Medizin zugunsten synthetischer Präparate zunehmend in den Hintergrund tritt. Diese Strauchart liefert drei primäre Rohstoffe mit differenzierten therapeutischen Wirkungen: die Früchte (umgangssprachlich als "Schlehen" bekannt), die Blüten und die Rinde. Jeder dieser Bestandteile weist ein einzigartiges Spektrum bioaktiver Verbindungen auf, die sich auf das Verdauungssystem, das Immunsystem und die Haut unterschiedlich auswirken. Die Früchte, die idealerweise von Oktober bis zu den ersten Frösten geerntet werden, enthalten hohe Konzentrationen an Gerbstoffen (einschließlich Catechine und Gallotannine), Anthocyanen (flavonoide Farbstoffe mit antioxidativer Wirkung), Pektinen (Polysaccharide, die die Darmperistaltik fördern) sowie Vitamin C und Provitamin A. Aufgrund des überwiegenden Gehalts an Gerbstoffen besitzen sie ausgeprägte adstringierende Eigenschaften, was sie zu einem wirksamen Mittel bei der Behandlung von Durchfall verschiedener Ursachen macht. Historische Aufzeichnungen belegen zudem die Verwendung von Schlehensaft als Mundspülung bei Entzündungen des Zahnfleischs (*Gingivitis*) oder der Rachenschleimhaut (*Pharyngitis*), was auf ihre milden entzündungshemmenden Eigenschaften zurückzuführen ist. Ein kritischer Sicherheitsaspekt ist das Vorhandensein von Amygdalin in den Kernen – cyanogene Glykoside, deren Metabolismus zur Freisetzung von giftigem Cyanwasserstoff führen kann; daher ist eine sorgfältige Entfernung der Kerne vor dem Verzehr unerlässlich. Die Blüten des Schlehdorns, die im frühen Frühjahr gesammelt werden, enthalten vor allem Flavonoide (z. B. Quercetin), Glykoside, Mineralsalze (Kalium, Kalzium) und Zuckerverbindungen. Im Gegensatz zu den Früchten wirken sie leicht abführend, was auf den Gehalt an Schleimstoffen und Pektinen zurückzuführen ist, die die Darmbewegung anregen. Blütenaufgüsse werden Personen mit chronischer Verstopfung empfohlen und zeigen zusätzlich diuretische (die Harnausscheidung fördernde), expektorierende (die Auswurf Förderung erleichternde) und diaphoretische (schweißtreibende) Wirkungen. Die Rinde, reich an Pyrokatechin-Gerbstoffen und Kampferöl, wird in Form von Abkochungen zur Mundspülung bei Entzündungen eingesetzt, dank ihrer starken antiseptischen und antibakteriellen Eigenschaften. Ihre Anwendung kann auch Linderung bei leichten Racheninfektionen oder Reizungen der Schleimhäute bieten.

Präventive Eigenschaften der Schlehe zur Krankheitsvorsorge und Förderung der körperlichen Gesundheit

Der regelmäßige Verzehr von Schlehenfrüchten – sei es in frischer oder verarbeiteter Form – kann nicht nur als unterstützende Therapiemaßnahme dienen, sondern auch eine zentrale Rolle in präventiven Strategien spielen, die das Risiko für die Entstehung verschiedener gesundheitlicher Störungen minimieren. Aufgrund des hohen Gehalts an Gerbstoffen, die durch ausgeprägte antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften gekennzeichnet sind, fördert die Schlehe die Optimierung der Verdauungsfunktionen. Darüber hinaus enthalten die Früchte Anthocyane – potente Polyphenole mit nachgewiesener antioxidativer Wirkung –, die aktiv reaktive Sauerstoffspezies neutralisieren, die während oxidativem Stress entstehen. Dies führt zu einer Reduzierung chronischer Entzündungsprozesse, die als Grundlage vieler Zivilisationskrankheiten gelten. Klinische Studien bestätigen zudem den positiven Einfluss von Anthocyanen auf das Herz-Kreislauf-System: Sie hemmen die Adhäsion und Aggregation von Blutplättchen, verringern dadurch das Risiko arteriosklerotischer Veränderungen und verbessern die Elastizität der Blutgefäße. Die systematische Integration von Schlehen in die Ernährung kann daher als wirksame Methode zum Schutz vor metabolischen, kardiovaskulären und degenerativen Erkrankungen betrachtet werden.

Hausgemachter Schlehenlikör – traditionelles Rezept und gesundheitliche Vorzüge der Schlehe

Die Schlehe, auch bekannt als Schwarzdorn, ist eine Pflanze mit außerordentlich vielseitigen kulinarischen und medizinischen Anwendungsmöglichkeiten. Ihre Früchte, die typischerweise nach den ersten Herbstfrösten geerntet werden, eignen sich hervorragend zur Zubereitung einer Vielzahl von Konserven – von süßen Marmeladen, aromatischen Sirupen und erfrischenden Säften bis hin zu feinen Gelees, Kompotten und besonders edlen Spirituosen. Ein hausgemachter Schlehenlikör ist nicht nur eine Methode, um die Haltbarkeit der Früchte zu verlängern, sondern auch, um ihren einzigartigen Geschmack und ihre wertvollen gesundheitsfördernden Eigenschaften zu bewahren. Das traditionelle Rezept für diese Mischung basiert auf einfachen, natürlichen Zutaten, und obwohl der Herstellungsprozess Geduld erfordert, garantiert er ein Getränk mit tiefem, komplexem Aroma. Darüber hinaus wird die Schlehe seit Jahrhunderten in der Phytotherapie für ihre vorteilhaften Wirkungen auf den Körper geschätzt – von der Stärkung des Immunsystems bis hin zur Unterstützung der Verdauung. Entdecken wir also das Potenzial dieser unscheinbaren, aber außergewöhnlich wertvollen Pflanze neu.

Scanne diesen QR-Code, um schnell auf diese Seite auf deinem Mobilgerät zuzugreifen.

QR Code