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Süßholzwurzel – Eigenschaften und Anwendung. Getränk aus Süßholzwurzel

Laura Schneider

Laura Schneider

2026-03-18
4 Min. Lesezeit
Süßholzwurzel – Eigenschaften und Anwendung. Getränk aus Süßholzwurzel
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Lucrezia ist vor allem als süßender Bestandteil bekannt, der in der Produktion von Süßigkeiten verwendet wird. Allerdings besitzt die Pflanze selbst zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Dank ihres hohen Gehalts an Inhaltsstoffen, einschließlich Flavonoiden und Polyphenolen, hat sie entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften. Sie kann oral eingenommen werden, um die Verdauung zu unterstützen und den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Heutzutage werden viele ihrer Sorten in Europa, Asien und im Nahen Osten angebaut.

Süßholzwurzel (Glycyrrhiza glabra): Eine pflanzliche Heilkraft mit vielfältigen Anwendungen

Die Süßholzwurzel (*Glycyrrhiza glabra*), eine Pflanze mit Ursprung im mediterranen Raum, präsentiert sich als geruchloses, gelbstichiges Naturprodukt, dessen Süßkraft durch das enthaltene Glycyrrhizin um das Fünfzigfache höher liegt als die von Haushaltszucker (Saccharose). Der zentrale Wirkstoff der daraus gewonnenen Extrakte, die Glycyrrhizinsäure, verfügt über ausgeprägte hygroskopische Eigenschaften, die eine intensive Feuchtigkeitsbindung in der Epidermis ermöglichen – eine Eigenschaft, die sie zu einem hochwirksamen Inhaltsstoff in feuchtigkeitsspendenden Hautpflegeprodukten macht. Darüber hinaus birgt die Wurzel ein breites Spektrum an bioaktiven Verbindungen: Flavonoide mit nachgewiesener antioxidativer Kapazität, Polysaccharide, die das Hautmikrobiom stärken, Phytosterole zur Unterstützung der epidermalen Barrierefunktion, pektinreiche Ballaststoffe mit präbiotischer Wirkung, ätherische Öle, freie Aminosäuren als Bausteine für Kollagensynthese sowie essentielle Mineralstoffe. Diese synergistische Kombination verleiht der Süßholzwurzel nicht nur ihre traditionelle Anwendung bei der Linderung von Husten und Erkältungssymptomen – hier wirkt sie als Expektorans zur Lockerung von Schleimansammlungen und beruhigt gereizte Schleimhäute –, sondern auch ihr Potenzial in der komplementären Therapie entzündlicher Erkrankungen mit immunologischer Komponente.

Entglycyrrhizinierte Süßholzwurzel (DGL – deglycyrrhizinierte Form)

Deglycyrrhiziniertes Süßholz (DGL) repräsentiert eine modifizierte Variante der Süßholzwurzel, bei der der Glycyrrhizingehalt entweder vollständig entfernt oder auf ein Minimum reduziert wurde – eine Substanz, die bei langfristiger oder übermäßiger Einnahme potenziell unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen kann. Pharmakologische Studien und klinische Beobachtungen bestätigen, dass hochwertige DGL-Präparate den Glycyrrhizinanteil auf maximal 2% begrenzen sollten. Diese Beschränkung verringert das Risiko von Nebenwirkungen, die bei herkömmlichem Süßholz auftreten können, darunter arterielle Hypertonie, Hypokaliämie (erniedrigter Kaliumspiegel im Blut), Flüssigkeitsretention mit daraus resultierenden Ödemen sowie Elektrolytstörungen. Aus diesem Grund wird die deglycyrrhizinierte Form insbesondere zur Behandlung chronischer gastrointestinaler Beschwerden empfohlen, wie etwa Magengeschwüre, gastroösophageale Refluxkrankheit oder entzündliche Schleimhautveränderungen, bei denen eine systematische und langfristige Supplementierung erforderlich sein kann. Von entscheidender Bedeutung ist, dass der Prozess der Glycyrrhizinentfernung die übrigen bioaktiven Inhaltsstoffe der Süßholzwurzel nicht beeinträchtigt – darunter Flavonoide (z. B. Liquiritin, Glabridin), triterpenoide Saponine, präbiotisch wirksame Polysaccharide, Phytosterole zur Unterstützung des Lipidstoffwechsels, pektinreiche Ballaststoffe zur Regulation der Darmperistaltik sowie exogene Aminosäuren und Spurenelemente (Magnesium, Kalzium, Eisen). Somit bewahrt DGL ein breites Spektrum gesundheitsfördernder Eigenschaften, während gleichzeitig die Risiken einer Glycyrrhizinakkumulation im Körper ausgeschlossen werden.

Die vielseitigen heilenden Effekte von Süßholz: Immunabwehr, Hormonbalance und Verdauungsförderung im Fokus

Wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigen, dass die in Süßholz enthaltenen Triterpenoide signifikante antivirale Eigenschaften aufweisen, wodurch Extrakte aus dieser Pflanze das Immunsystem stärken und das Risiko viraler Infektionen – etwa der Grippe – verringern können. Eine in der renommierten Fachzeitschrift "Food Chemistry" veröffentlichte Studie hebt ihre herausragenden antioxidativen Fähigkeiten sowie die Kapazität zur Neutralisierung reaktiver Sauerstoffspezies hervor, die Zellen vor oxidativem Stress schützen. Darüber hinaus wirkt die Süßholzwurzel als effektives Expektorans, das die Ausscheidung von Schleim aus den Atemwegen fördert und damit hartnäckigen Husten lindert, während ihre entzündungshemmenden Eigenschaften schnelle Linderung bei Halsschmerzen bieten können. Empfohlene Darreichungsformen umfassen Tropfenkonzentrate, hustensaftbasierte Süßholzsirupe sowie Kräutertees. Zudem enthalten Phytoöstrogene in Süßholz östrogenähnliche Verbindungen, die es zu einer potenziell wertvollen Unterstützung bei der Behandlung von Menstruationsstörungen, Unfruchtbarkeit und Symptomen des prämenstruellen Syndroms (PMS) machen. Eine in "Health Care for Women International" veröffentlichte Untersuchung deutet darauf hin, dass Süßholz eine wirksamere Alternative zur hormonellen Ersatztherapie bei der Linderung von Wechseljahresbeschwerden – einschließlich Hitzewallungen – darstellen könnte. Weitere in "Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine" veröffentlichte Berichte bestätigen seine Wirksamkeit bei der Behandlung funktioneller Dyspepsie, die Symptome wie Sodbrennen, Völlegefühl und Bauchschmerzen umfasst. Süßholz beschleunigt die Darmperistaltik, reduziert Reizungen der gastrointestinalen Schleimhaut und hemmt Entzündungsprozesse. Angesichts moderner gesundheitlicher Herausforderungen, bei denen chronischer Stress eine zentrale Rolle in der Pathogenese zahlreicher Erkrankungen – darunter Magengeschwüre – spielt, zeigen Studien in "Molecular and Cellular Endocrinology", dass aktive Süßholzverbindungen den Cortisolspiegel regulieren, was zur Senkung der nervlichen Anspannung und zur Verbesserung der psychischen Widerstandsfähigkeit beiträgt.

Süßholzwurzel-Tee: Traditionelle Zubereitung und gesundheitliche Anwendungsmöglichkeiten

Getrocknete und gemahlene Süßholzwurzeln sowie -blätter erfreuen sich großer Beliebtheit als Tee, der in Reformhäusern, Drogerien und Bioläden erhältlich ist. Dennoch sollte man die Inhaltsstoffangaben genau prüfen, da viele dieser Produkte tatsächlich keine echten Süßholzextrakte enthalten, sondern lediglich mit künstlichen Aromen versetzt sind, die den Geschmack imitieren. Ein solcher Aufguss wird häufig zur Linderung von Magenbeschwerden wie Verdauungsstörungen oder Sodbrennen eingesetzt, ebenso wie zur Behandlung von Halsschmerzen und grippalen Infekten. **Rezept für selbstgemachten Süßholzwurzel-Tee:** **Zutaten:** Ein gehäufte Esslöffel gemahlene Süßholzwurzel, ein Glas Wasser. **Zubereitung:** Die Wurzel mit Wasser übergießen, zum Kochen bringen und bei niedriger Hitze etwa zehn Minuten köcheln lassen. Anschließend fünf Minuten ziehen lassen und durch ein Sieb abseihen – der Tee ist nun trinkfertig. **Warnhinweise:** Schwangere und stillende Frauen sollten auf Süßholzprodukte verzichten, da diese das Risiko von Komplikationen, einschließlich Fehlgeburten, erhöhen können. Auch für Kleinkinder kann Süßholz gefährlich sein. Aufgrund möglicher Nebenwirkungen wird empfohlen, vor der Einnahme ärztlichen Rat einzuholen. Süßholz wird unterstützend bei Erkältungen, Sodbrennen oder Menstruationsbeschwerden angewendet, doch viele der zugeschriebenen Heilwirkungen sind nicht wissenschaftlich belegt. Eine langfristige oder übermäßige Anwendung kann zu unerwünschten gesundheitlichen Folgen führen, weshalb die empfohlene Dosierung nicht überschritten werden sollte.
Laura Schneider

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