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Süchtig machende Eigenschaften von Süßwaren

Alicja Kowalska

Alicja Kowalska

2026-03-18
2 Min. Lesezeit
Süchtig machende Eigenschaften von Süßwaren
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Schokoladenkekse, süßer Karamell, empfindlicher Bohnenkrem mit Vanille und Früchten, Erdbeertorte, süßer Waffel mit Nussfüllung... Milch- oder weiße Schokolade, gefüllt mit langem Toffie-Krem... Fluffige geschlagene Sahne bedeckt mit Schokoladenglasur, Bisquit mit Gelee, Gelierzucker, Gelee mit saurer Streusel, bunte Gummibonbons, Lakritze... Die Liste bevorzugter Süßigkeiten kann unendlich sein... Ist das wirklich wahr? Warum können wir nicht aufhören, Süßigkeiten zu essen?

Psychobiologische Grundlagen der Süßstoffabhängigkeit: von der pränatalen Phase bis ins Erwachsenenalter

Eine Untersuchung der angeborenen Prädisposition für süße Geschmackspräferenzen, deren Ursprünge in der pränatalen Phase liegen. Bereits im embryonalen und fetalen Stadium zeigt der menschliche Organismus selektive Reaktionen auf Geschmacksreize, die über das Fruchtwasser vermittelt werden – dessen chemische Zusammensetzung spiegelt die Ernährung der Mutter wider. Wissenschaftliche Beobachtungen belegen, dass der Fötus häufiger Schluckbewegungen als Reaktion auf einen süßen Geschmack des Fruchtwassers ausführt, während bittere oder saure Geschmäcker Vermeidungsreaktionen auslösen. Ähnliche Verhaltensmuster lassen sich bei Neugeborenen nachweisen: Süße Substanzen (Muttermilch, Säuglingsnahrung, Glukoselösungen) induzieren entspannte Reaktionen – eine Lockerung der Gesichtsmuskulatur und allgemeine Ruhe –, wohingegen unangenehme Geschmäcker (sauer, bitter) Grimassen, festes Zusammenpressen der Lippen und Weinen hervorrufen. Eine evolutionär begründete Hypothese besagt, dass die Vorliebe für Süßes auf dessen Assoziation mit kalorienreichen, sicheren Energiequellen (z. B. reife Früchte) zurückzuführen ist, während Bitterkeit oft Toxizität in Pflanzen signalisierte. Diese Mechanismen, die in adaptiven Überlebensstrategien verwurzelt sind, prägen unsere Essgewohnheiten ein Leben lang und könnten die Neigung zu übermäßigem Zuckerkonsum in modernen Gesellschaften erklären.
Alicja Kowalska

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