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Stoßwellentherapie

Mia Hoffmann

Mia Hoffmann

2026-03-22
2 Min. Lesezeit
Stoßwellentherapie
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Leistungssport ist eng mit hohen Belastungen verbunden, was den Prozess der Muskelermüdung beschleunigt. Alle Personen, die Sport beruflich oder zum Vergnügen ausüben, sollten sich der damit verbundenen Risiken bewusst sein. Regelmäßige medizinische Untersuchungen sollten von jeder Person durchgeführt werden, um das Risiko von Verletzungen auszuschließen. In der Welt des Sports hat die Verkürzung der Behandlungszeit und die Wiederherstellung der schnellen Fähigkeit zum Training Priorität. Die Anwendung der Stoßwelle erleichtert diese Aufgabe erheblich.

Typische Verletzungsmuster des Bewegungsapparates: Klassifikationssysteme und Risikofaktoren im Zusammenhang mit körperlicher Aktivität

Die moderne Sportmedizin differenziert komplexe Einteilungssysteme für Verletzungen des Bewegungsapparats, die multidimensionale diagnostische Kriterien berücksichtigen. Zu den zentralen Determinanten zählen: die spezifische klinische Symptomatik, die präzise anatomische Lokalisation der Schädigung, die prognostizierte Dauer der Rekonvaleszenz sowie der Schweregrad der pathologischen Veränderungen. Eine besondere Risikogruppe bilden sportlich aktive Personen – bei ihnen treten besonders häufig strukturelle Destruktionen im Kniegelenk (einschließlich Kreuzband- und Meniskusverletzungen), knöcherne Bandinstabilitäten im Sprunggelenk mit Distorsionen oder Luxationen, mikrotraumatische Faserrisse der Muskulatur durch dynamische Überlastung sowie ausgedehnte subkutane Hämatome als Folge mechanischer Weichteilverletzungen auf.

Was versteht man unter einer hochenergetischen akustischen Stoßwelle in der Medizin?

Die Therapie mit hochenergetischen akustischen Wellen stellt eine innovative und äußerst wirksame Behandlungs- und Rehabilitationsmethode in der Orthopädie dar. Dieser Begriff bezieht sich auf dynamische mechanische Druckimpulse, die sich als fokussierte Schallwelle durch das Gewebe des Körpers ausbreiten. In der modernen Schmerztherapie wird die Energie dieser Wellen gezielt auf schmerzhafte Bereiche des Körpers gerichtet. Die erste praktische Anwendung dieser Technologie erfolgte im Rahmen der Lithotripsie, bei der fokussierte akustische Wellen eine nicht-invasive Zerkleinerung von Nierensteinen ermöglichten und somit chirurgische Eingriffe überflüssig machten. Heute werden mehr als 98 % aller Nierensteinfälle mit dieser Methode behandelt. Seit den frühen 1990er-Jahren findet die Therapie mit akustischen Wellen zudem Anwendung bei der Behandlung von Schmerzen, die mit Verletzungen oder Erkrankungen des Bewegungsapparates verbunden sind, und bietet den Patienten erhebliche Vorteile.

Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT): Prinzipien und klinische Anwendungsmöglichkeiten

Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) repräsentiert ein nicht-invasives Behandlungsverfahren, das hochenergetische, fokussierte akustische Impulse nutzt, welche gezielt auf pathologisch veränderte oder schmerzhafte anatomische Strukturen gerichtet werden. Die durch ein spezialisiertes Gerät erzeugten akustischen Wellen durchdringen die Haut und das Weichgewebe, um den Zielbereich zu erreichen, wo sie sich im sogenannten sekundären Fokus akkumulieren. Dieser Prozess löst abrupt kontrollierte Druckveränderungen im mikroskopischen Gewebeumfeld aus, was eine Kaskade biologischer Reaktionen initiiert. Zu den zentralen therapeutischen Effekten zählen: • die Aktivierung zellulärer Reparaturmechanismen durch Stimulation der Fibroblastenproliferation und der Synthese der extrazellulären Matrix; • die Intensivierung der Biosynthese von Kollagen Typ I und III, was zur Wiederherstellung der strukturellen Integrität des Bindegewebes beiträgt; • die Reduktion pathologischer muskulo-faszialer Spannungszustände durch Modulation der Aktivität von Schmerzrezeptoren (Nozizeptoren); • die Desintegration mikroskopischer Kalziumablagerungen in Sehnen und Bändern (Kalzifikationen), wodurch deren Elastizität wiederhergestellt wird; • die Analgesie, die durch Hemmung der Schmerzleitung in C-Nervenfasern sowie durch Freisetzung endogener Opioide vermittelt wird.

Extrakorporale Stoßwellentherapie: Indikationen und klinische Anwendungsgebiete

Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) ist ein nicht-invasives physikalisches Verfahren mit nachgewiesener Wirksamkeit bei einer Vielzahl muskuloskelettaler Erkrankungen. Zu den primären Indikationen zählen: • **Plantarfasziitis** (Entzündung der Plantaraponeurose) inklusive damit verbundener Fersenschmerzen; • **laterale Epikondylitis** („Tennisellenbogen“), charakterisiert durch Mikrotraumata und Entzündungsprozesse der Streckermuskelansätze; • **mediale Epikondylitis** („Golferellenbogen“), ausgelöst durch Überlastung der Beugemuskulatur und deren Sehnenansätze; • **degenerativ-entzündliche Veränderungen der Schultergürtelmuskulatur**, insbesondere **Enthesopathien der Rotatorenmanschette**; • **chronische Wirbelsäulensyndrome** (zervikal und lumbal) mit myofaszialen Dysfunktionen; • **aktive Triggerpunkte** im Bereich der Muskelfaszien; • **Morbus Osgood-Schlatter** (Entzündung der Tuberositas tibiae bei Jugendlichen); • **Schnappende Hüfte** (*Coxa saltans*), verursacht durch Reibung des Tractus iliotibialis; • **Jumper’s Knee** (Tendinopathie des Patellarsehnenansatzes oder des Quadrizepssehnenapparats); • **Anteriores Tibialis-Syndrom** (Überlastungsbedingte Entzündung des vorderen Schienbeinmuskels); • **Iliotibiales Bandsyndrom (ITBS)**, eine häufige Ursache für laterale Knieschmerzen bei Läufern.
Mia Hoffmann

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