Skip to main content
Blog

Spastisches und atonisches - Verstopfung hat nicht den gleichen Namen

Oliwia Kaczmarek

Oliwia Kaczmarek

2026-03-18
3 Min. Lesezeit
Spastisches und atonisches - Verstopfung hat nicht den gleichen Namen
46 Aufrufe
Verstopfung ist ein unangenehmes Erlebnis. Wir versuchen oft, es auf verschiedene Weise zu bekämpfen, indem wir Medikamente oder Hausmischungen verwenden, um uns von diesem Problem zu befreien. Was ist Verstopfung wirklich?

Spastische Obstipation durch chronische Dickdarmkontraktionen

Die spastische Verstopfung entsteht durch eine anhaltende, übermäßige Kontraktion der glatten Muskulatur des Dickdarms, wodurch der physiologische Transport des Stuhls entlang des Magen-Darm-Trakts deutlich behindert wird. Die gesteigerte neuromuskuläre Erregbarkeit unterdrückt die normale Peristaltik fast vollständig, was zu einer Stagnation der Fäkalmassen führt. In den meisten Fällen liegt die Ursache in entzündlichen Prozessen der Dickdarmschleimhaut, wobei gelegentlich auch Funktionsstörungen der Bauchorgane – sei es primär oder sekundär durch Entzündungen oder mechanische Reizungen – eine Rolle spielen. Weitere auslösende Faktoren können irritative Einflüsse sein, wie etwa die Ansammlung harter Stuhlmassen, parasitäre Infestationen (z. B. Askariasis) oder das Vorhandensein von Gallensteinen, die viszerale Nerven reizen. Auch verhaltensbedingte Aspekte tragen zur Entstehung bei: Die regelmäßige Unterdrückung des Defäkationsreflexes kann zu einer habituellen Verstopfung führen, die durch psychischen Stress, affektive Störungen (Depression, generalisierte Angst) oder dissoziative Symptome verstärkt wird. Klinisch im Vordergrund stehen kolikartige Bauchschmerzen, ein geblähter Abdomen sowie das Gefühl der unvollständigen Darmentleerung trotz starkem Pressen. Charakteristisch ist die Abgabe kleiner, harter Stuhlpartikel, manchmal mit Schleimbeimengungen, was sich mit Durchfallepisoden abwechseln kann – ein Phänomen, das als paradoxe Diarrhö bekannt ist. Systemische Begleitsymptome umfassen Polydipsie (übermäßiger Durst) und flüchtige Gesichtsrötungen, was auf eine Aktivierung des autonomen Nervensystems hindeutet.

Atonische Obstipation: Ursachen, Symptome und therapeutische Ansätze bei geschwächter Darmperistaltik

Die atonische Verstopfung ist gekennzeichnet durch eine deutliche Verlangsamung der Darmtätigkeit, die auf eine Schwächung der muskulären Spannung der Darmwand sowie auf eine übermäßige Rückresorption von Flüssigkeit aus dem Stuhl im Dickdarm zurückzuführen ist. Dies führt zur Bildung von hartem, trockenem und schwer auszuscheidendem Stuhl. Die Ätiologie dieser Störung ist multifaktoriell: Sie reicht von Bewegungsmangel über das chronische Unterdrücken des natürlichen Stuhldrangs bis hin zu Folgen systemischer Erkrankungen oder neurologischer Dysfunktionen. Die Symptomatik beschränkt sich nicht nur auf die erschwerte Darmentleerung, sondern umfasst auch Begleitbeschwerden wie chronische Müdigkeit, Appetitlosigkeit, blasse Haut, kolikartige Bauchschmerzen und übermäßige Gasansammlung. Fehlverhalten – insbesondere der Missbrauch von Abführmitteln oder die bewusste Unterdrückung des Defäkationsreflexes – kann zur Chronifizierung des Problems sowie zur Entwicklung sekundärer Komplikationen wie Darmdysbiose oder entzündlichen Veränderungen der Schleimhaut führen. Der zentrale Baustein der Therapie besteht in einer Lebensstilmodifikation, einschließlich der Umstellung auf eine ballaststoffreiche Ernährung, regelmäßiger körperlicher Aktivität und der Etablierung gesunder Hygienegewohnheiten. In therapieresistenten Fällen ist eine fachärztliche Konsultation erforderlich, um ein individuelles Behandlungskonzept zu erstellen.
Oliwia Kaczmarek

Oliwia Kaczmarek

Profil ansehen

Scanne diesen QR-Code, um schnell auf diese Seite auf deinem Mobilgerät zuzugreifen.

QR Code