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Rotkohl - Merkmale, Nährwert und Anwendung

Julia Wójcik

Julia Wójcik

2026-03-18
4 Min. Lesezeit
Rotkohl - Merkmale, Nährwert und Anwendung
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Die Liste der Vorzüge von Rotkohl ist die Folge der Kombination von Vorteilen von Pflanzen, die zur Kohlfamilie gehören, und rotgefärbtem Gemüse, das eine sehr gute Quelle für Antioxidantien darstellt. Auf diese beiden Aspekte sollte man sich am meisten fokussieren. Ähnlich wie bei Weißkohl ist er unglaublich reich an Vitaminen, Mineralien, Ballaststoffen und einzigartigen Substanzen mit schützender und therapeutischer Wirkung.

Roter Kohl – gesundheitliche Vorzüge und therapeutische Anwendungen

Kohlgemüse – sei es Weißkohl, Wirsing oder Rotkohl – findet sowohl äußerliche als auch innerliche Anwendung und besitzt sowohl in frischem als auch in gekochtem Zustand wertvolle gesundheitliche Eigenschaften. Besonders hervorzuheben sind jedoch die frischen Blätter des Rotkohls, die bei äußerlicher Anwendung therapeutisch wirksam sind gegen Beschwerden wie Bronchitis, Schnupfen, Herpesausbrüche, Akne, Erfrierungen, Verbrennungen und Prellungen. Allerdings können zu großflächige oder langandauernde Auflagen mit frischen Kohlblättern vorübergehend zu einer Verstärkung der Symptome führen, was auf die entgiftende und regenerierende Wirkung auf das behandelte Gewebe zurückzuführen ist. Je frischer die Blätter, desto intensiver ihre Wirkung – daher sollten sie vor der Anwendung gründlich gewaschen, getrocknet, vom Hauptstrang befreit und leicht geknetet werden, um den wertvollen Saft freizusetzen. Die charakteristische violett-rote Färbung des Rotkohls verdankt er den Anthocyanen, natürlichen Farbstoffen mit starker antioxidativer Wirkung, die freie Radikale neutralisieren, Alterungsprozesse verlangsamen und das Risiko für Krebserkrankungen reduzieren. Anthocyane fördern zudem die Aufnahme von Vitamin C, wirken antiallergisch und stärken die Blutgefäßwände, werden jedoch nicht im Körper gespeichert, weshalb eine regelmäßige Zufuhr über die Ernährung essenziell ist. Neben Rotkohl sind auch andere dunkelrote bis schwarze Obst- und Gemüsesorten wie Aronia, schwarze Johannisbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Kirschen und Auberginen reich an diesen Verbindungen. Frisch gepresster Kohlensaft (mittels Entsafter gewonnen) kann bei Leberfunktionsstörungen, Magengeschwüren und Diabetes unterstützend wirken, während seine heilenden und entzündungshemmenden Eigenschaften bei der Behandlung von Colitis ulcerosa genutzt werden. Diese Wirkung ist auf den Gehalt an pflanzlichen Schleimstoffen, Schwefel und Kaliumsalzen zurückzuführen, die die Schleimhäute schützen. Gurgeln mit Kohlsaft reinigt, heilt und lindert Entzündungen im Rachenraum. Zudem trägt der in Kohl enthaltene Ballaststoff – bestehend aus Verbindungen, die Gallensäuren im Darm binden – zur Senkung des Cholesterinspiegels bei, da der Körper zur Kompensation des Gallensäureverlusts auf vorhandenes Cholesterin zurückgreift und dessen Konzentration im Blut dadurch verringert wird.

Rotkohl: Nährstoffreiche Zusammensetzung und traditionelle Heilanwendungen im Überblick

Seit Generationen wurde Rotkohl – gelegentlich auch als Blaukohl bezeichnet – in der Hausmedizin bei Verdauungsstörungen, Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, Atemwegsbeschwerden und allgemeiner Erschöpfung eingesetzt. Dieses vielseitige Gemüse enthält ein beeindruckendes Spektrum an Nährstoffen: Natrium, Kalium, Magnesium, Kalzium, Eisen, Schwefel, Kupfer, Zink, Phosphor, Fluor, Chlor, Jod sowie Karotinoide und die Vitamine E, K, B1 (Thiamin), B2 (Riboflavin), B6 (Pyridoxin) und C (Askorbinsäure). Der besonders hohe Schwefelgehalt fördert die Regeneration der Haut, stärkt die Haarstruktur und verbessert die Nagelgesundheit. Die kombinierte Wirkung von Eisen, Magnesium und Kupfer macht ihn zudem zu einem wertvollen Begleiter bei der Behandlung von Anämie, die durch den Mangel dieser Spurenelemente verursacht wird.

Roter Kohl – kulinarische Verwendung und gesundheitliche Vorzüge in der Ernährung

Rotkohl spielt seit jeher eine zentrale Rolle in der polnischen Küchentradition und wird sowohl roh als auch gekocht in vielfältiger Weise zubereitet. Seine vielseitige Verwendbarkeit reicht von knackigen Rohkostsalaten über gedünstete, gekochte oder eingelegte Varianten bis hin zu klassischen Gerichten wie Bigos (Eintopf) oder Kohlrouladen. Historische Kochbücher belegen seine Beliebtheit als Beilage zu gebratenem Fleisch mit dunklen, würzigen Saucen, kombiniert mit Schlesischen Klößen, Kartoffeln oder gedämpften Nudeln. Besonders bemerkenswert ist seine geschmackliche Anpassungsfähigkeit – er harmoniert sowohl in süßen Kompositionen mit Äpfeln, Rosinen oder Nüssen als auch in scharfen Varianten mit Meerrettich. Ähnlich wie Weißkohl kann er auch fermentiert werden, was seinen Nährwert zusätzlich steigert. Trotz seines Reichtums an Vitalstoffen ist Rotkohl kalorienarm: 100 Gramm liefern lediglich etwa 40 kcal. Sein regelmäßiger Verzehr wird besonders bei geschwächtem Immunsystem empfohlen. Der Saft des Rotkohls – wie auch der des Weißkohls – besitzt starke entzündungshemmende Eigenschaften, lindert Schwellungen und Blutergüsse und unterstützt die Ausscheidung von überschüssiger Flüssigkeit, die oft durch einen hohen Salzkonsum verursacht wird. Darüber hinaus kann der tägliche Genuss von etwa einem Glas über mindestens zwei Wochen hinweg therapeutisch bei Magen-Darm-Geschwüren wirken.
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