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Plötzlicher Durchfall – Behandlung durch Ernährung

Tomasz Jankowski

Tomasz Jankowski

2026-03-22
3 Min. Lesezeit
Plötzlicher Durchfall – Behandlung durch Ernährung
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Plötzlicher Durchfall wird in 50% der Fälle durch Rotaviren ausgelöst, die insbesondere für Kinder unter 4 Jahren gefährlich sind, da das Risiko einer starken Entwässerung besteht. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie sich während des plötzlichen Durchfalls richtig ernähren können, um die unangenehmen Symptome zu reduzieren.

Akuter Durchfall: Symptomatik und ätiologische Faktoren im Überblick

Akuter Durchfall wird als ein klinischer Zustand definiert, der nicht länger als zehn Tage andauert und bei dem der Betroffene mindestens drei ungeformte Stuhlgänge pro Tag hat. Die primäre Ursache dieses Leidens sind Infektionen, die durch bakterielle oder virale Erreger hervorgerufen werden. Infolge der häufigen Durchfallattacken kommt es zu einem erheblichen Flüssigkeitsverlust, was zu einer Dehydrierung des Körpers führt. Dies geht einher mit einer Störung des Elektrolythaushalts sowie einer Dysbalance des Säure-Basen-Gleichgewichts. Die betroffene Person erlebt eine rasche Verschlechterung des Allgemeinbefindens, eine zunehmende Erschöpfung und einen Verlust des Appetits. Anzeichen einer schweren Dehydrierung umfassen unter anderem eine verstärkte Faltenbildung im Gesicht, trockene Schleimhäute im Mundraum, eingesunkene Augen sowie Heiserkeit. Bei bakteriell bedingtem Durchfall kann es zudem zu einem Anstieg der Körpertemperatur auf etwa 38°C kommen. Weniger häufig, aber dennoch möglich, sind parasitäre Infektionen als Auslöser für akuten Durchfall, die durch den Verzehr von kontaminiertem Wasser oder Lebensmitteln – wie Obst oder Gemüse, das mit Parasiteneiern (z. B. Bandwürmern) belastet ist – übertragen werden können.

Akute Diarrhö – ernährungsphysiologische Maßnahmen zur Therapieunterstützung und Dehydratationsprophylaxe

Die durch akuten Durchfall verursachte Dehydratation lässt sich effektiv durch die gezielte Verabreichung oraler Rehydratationslösungen reduzieren, die essentielle Elektrolyte wie Natrium, Kalium, Hydrogencarbonat sowie Glukose enthalten. Diese speziellen Lösungen – beispielsweise das in Apotheken erhältliche Präparat Gastrolit – nutzen den physiologischen Mechanismus der gekoppelten Aufnahme von Natrium und Glukose im Darm, wodurch gleichzeitig der Wasserverlust minimiert wird. Alternativ kann eine solche Rehydratationslösung auch selbst hergestellt werden, indem man 0,9 Gramm Kochsalz (Natriumchlorid), 4 Gramm Haushaltszucker (Saccharose) und 200 Milliliter abgekühltes, abgekochtes Wasser kombiniert – diese Mischung gewährleistet eine optimale Konzentration der notwendigen Nährstoffe. Bei der Ernährung von Patienten mit akutem Durchfall spielen insbesondere pektinreiche Lebensmittel wie Karotten-, Kürbis- oder Apfelmus eine zentrale Rolle; Pektine fördern nicht nur die fermentativen Prozesse im Dickdarm, wodurch kurzkettrige Fettsäuren als Energiequelle entstehen, sondern binden auch überschüssige Flüssigkeit und unterstützen die Entgiftung des Organismus. Ebenfalls empfehlenswert sind Reiskleiebreie (ideal in einer Konzentration von 3 Gramm Reis pro 100 Milliliter Wasser), deren cremige Konsistenz die gereizte Darmschleimhaut beruhigt. In der initialen Phase (bis zu 4 Stunden nach Symptombeginn) steht die intensive Flüssigkeitszufuhr im Vordergrund; anschließend sollte schrittweise leichte Kost eingeführt werden, darunter Reispudding, püriertes Gemüse (z. B. Karotten oder Kartoffeln) sowie Obstmus – alles ohne scharfe Gewürze und bevorzugt gedämpft oder gekocht. Bei guter Verträglichkeit dieser leicht verdaulichen Lebensmittel kann schrittweise zur gewohnten Ernährung zurückgekehrt werden. Akuter Durchfall stellt eine erhebliche Belastung für den Körper dar, führt zu Erschöpfung und Schwäche; daher ist die Anwendung von Rehydratationslösungen und einer magenschonenden Diät entscheidend, um dem geschwächten Organismus die notwendige Energie zuzuführen. Besonders bei Kindern erfordert jeder Durchfallfall eine unverzügliche ärztliche Abklärung, da das Risiko einer raschen Dehydratation hier besonders hoch ist. Informieren Sie sich ausführlich über die empfohlenen Ernährungsrichtlinien bei Durchfall, um den Heilungsprozess optimal zu unterstützen!
Tomasz Jankowski

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