Pathologische Fixierung auf Körpermasse und äußere Erscheinung als zentraler Faktor bei Essstörungen
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Bei einem erheblichen Anteil der Patienten, die mit Essstörungen oder Adipositas konfrontiert sind, lässt sich ein charakteristisches psychopathologisches Muster erkennen, das sich darin äußert, dass ihr Selbstwertgefühl, die Selbstwahrnehmung sowie die Bewertung der eigenen Leistungen in entscheidendem Maße von der subjektiven Wahrnehmung der eigenen Körperform abhängen. Diese kognitive Verzerrung führt dazu, dass der Eigenwert der Person untrennbar mit der Wahrnehmung des eigenen Körpers verknüpft wird, was häufig zum primären Bewertungskriterium der eigenen Person wird.
Das Selbstbild von Menschen mit Ernährungsstörungen
Die Beurteilungen und Erfolge von Menschen mit Ernährungsstörungen in den einzelnen Bereichen unseres Lebens, wie z.B. das persönliche Familienleben, die berufliche Arbeit, etc., etc. etc. und die Fähigkeit, sich selbst zu kontrollieren, sind ein bestimmter Indikator für unsere persönliche Wahrnehmung. Wenn wir uns jedoch Gedanken darüber machen, wie wichtig diese Persönlichkeiten sind, dann müssen wir uns in der Kategorie der Erhaltung der Ernährung, der Gewichtskontrolle oder der Aufrechterhaltung der richtigen Persönlichkeit beurteilen.