Ösophagitis - Symptome, Behandlung, Ernährung
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Entzündungen der Speiseröhre können in vielerlei Hinsicht lästig sein. In dieser Situation ist das Konsumieren von Nahrung und Getränken schwierig, der Kontakt der Speiseröhre mit Reizstoffen ist sehr schmerzhaft, und das Unbehagen selbst kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Die Speiseröhre dient als Vermittler zwischen dem Mund und den unteren Abschnitten des Verdauungs- und Atmungstraktes, wodurch sie sehr anfällig für schädliche Faktoren ist.
Entzündliche Erkrankung der Speiseröhre
Eine entzündliche Erkrankung der Speiseröhre kann vielfältige Ursachen haben. Häufige Auslöser sind Infektionen durch Viren, Bakterien und Pilze, wobei Candida albicans am häufigsten diagnostiziert wird. Ein weiterer bedeutender Risikofaktor ist der gastroösophageale Reflux, bei dem Magensäure in die Speiseröhre gelangt und deren Schleimhaut schädigt. Chronische Reizung kann zur Bildung von Geschwüren und Tumoren führen. Zudem können Entzündungen durch mechanische, thermische oder chemische Verletzungen entstehen. Zu den ernährungs- und lebensstilbedingten Faktoren, die Entzündungen begünstigen, gehören: anhaltender Stress, Rauchen, übermäßiger Alkohol- und Kaffeekonsum, Bewegungsmangel und eine ungesunde Ernährung.
Speiseröhrenentzündung – klinische Symptome
Klinische Symptome einer Speiseröhrenentzündung können Unbehagen, Schmerzen und Brennen im Oberbauch, Schluckbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen umfassen. Am häufigsten treten diese Beschwerden bei übergewichtigen Personen und Rauchern auf. Erste Warnsignale, dass etwas nicht in Ordnung sein könnte, sind ungewöhnliche Beschwerden nach reichhaltigen und/oder fettigen Mahlzeiten sowie nach Alkoholkonsum, insbesondere Wein. Zudem können Symptome durch Produkte ausgelöst werden, die den Tonus des unteren Ösophagussphinkters senken (Minze, Schokolade), spontane Entspannungen des unteren Ösophagussphinkters verursachen (Zwiebeln, Spargel), die Magenentleerung verzögern (Fette, Ballaststoffe) oder die sensorischen Rezeptoren der Speiseröhre stimulieren (Zitrusfrüchte, scharfe Gewürze). Zur exakten Diagnosestellung ist eine Ösophagoskopie mit Biopsieentnahme sowie eine histopathologische und mikrobiologische Untersuchung erforderlich.
Behandlung zur Reduzierung von Speiseröhrenentzündungen
Zur Behandlung von Speiseröhrenentzündungen kommen verschiedene Medikamente zum Einsatz, deren Auswahl von der Pathogenese des Entzündungsprozesses abhängt. Häufig verwendet werden Antibiotika, Magensäureneutralisatoren und Protonenpumpenhemmer, die die Magensäuresekretion unterdrücken. Zusätzlich werden Histamin-2-Rezeptor-Antagonisten eingesetzt, die ebenfalls die Magensäureproduktion hemmen.
Speiseröhrenentzündung – Ernährungsempfehlungen
Der entscheidende Faktor in der Ernährungstherapie ist die Beseitigung von Produkten, die Entzündungen auslösen, wie oben aufgeführt. Anschließend sollte eine Diät mit weicher Konsistenz eingeführt werden, um die Magensaftproduktion zu reduzieren. Die Ernährung kann durch zusätzliche tierische Proteinquellen ergänzt werden, die überschüssige Magensäure neutralisieren. Fette sollten leicht verdaulich sein, und Ballaststoffe sollten begrenzt werden. Mahlzeiten sollten in moderaten Temperaturen serviert und in entspannter Atmosphäre eingenommen werden. Nach dem Essen sollte man eine aufrechte Position für eine bestimmte Zeit einnehmen und während des Schlafs den Oberkörper leicht anheben. Enge Kleidung und Gürtel sollten vermieden werden, ebenso wie das Beugen und Drücken des Magens. Eine Speiseröhrenentzündung beeinträchtigt das tägliche Leben erheblich und verschlechtert die Lebensqualität. Häufig ist sie die Folge einer unangemessenen Ernährung und schlechter Lebensgewohnheiten. Um diese Erkrankung effektiv zu behandeln, ist eine genaue Diagnose erforderlich – schnelles Handeln hilft, die Symptome einzudämmen und den Krankheitsverlauf zu stoppen.