Nutraceutika - was sie bedeutet und Beispiele
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Nutrazeutika ist ein Begriff, der kürzlich in den Geschäften und im Bewusstsein der Verbraucher präsent ist. Allerdings versteht nicht jeder, was diese Produkte sind und ob es sich lohnt, sie auszuprobieren. Nutrazeutika sind Alltagsnahrungsmittel, die während der Produktion mit Nährstoffen angereichert werden, die einen nachgewiesenen, positiven Einfluss auf die Gesundheit haben. Mehr Details zu diesem Thema findest du im Artikel, wir laden dich zum Lesen ein!
Funktionsnahrungsmittel
Funktionsnahrungsmittel, also Spezialnahrungsmittel mit gezielter Ernährungsfunktion. Laut Definition muss es sich um Lebensmittel handeln, die nachweislich eine vorteilhafte Wirkung auf mindestens eine Körperfunktion über den Nährwert hinaus haben. Diese Wirkung äußert sich in der Verbesserung der Gesundheit, des Wohlbefindens oder der Verringerung des Krankheitsrisikos, das durch eine bestimmte Ernährungsweise bedingt ist. Entscheidend ist, dass es sich nicht um Tabletten oder Kapseln handeln darf, sondern um Bestandteile einer normalen und alltäglichen Ernährung. Es handelt sich um konventionelle Lebensmittel, die eine positive gesundheitliche Wirkung haben, wie z. B. entzündungshemmende Eigenschaften oder die Senkung des Cholesterinspiegels im Blut. Diese Produkte stammen aus speziellen Anbau- und Zuchtmethoden oder sind technologisch modifiziert, d. h. sie sind mit bioaktiven Substanzen (Ballaststoffe, Präbiotika, Probiotika, Vitamine, mehrfach ungesättigte Fettsäuren) angereichert und von unerwünschten Bestandteilen befreit. Einige Länder, darunter auch Deutschland, haben eine verpflichtende Anreicherung bestimmter Lebensmittel eingeführt, wie z. B. jodiertes Salz oder Margarine mit Vitamin A und D. In anderen Fällen erfolgt die Anreicherung freiwillig, wenn Hersteller die gesundheitlichen Vorteile des Produkts erhöhen. Die Nährstoffe, mit denen Lebensmittel angereichert werden dürfen, sind streng durch das Europäische Parlament und deutsche Verordnungen geregelt. Auch die maximal zulässigen Mengen dieser Stoffe sind in diesen Dokumenten festgelegt.
Funktionale Lebensmittel – Beispiele
Zu den funktionellen Lebensmitteln zählen zweifellos fermentierte Milchprodukte wie Kefir oder Joghurt, die neben Milchsäurebakterien auch bestimmte Stämme probiotischer Bakterien enthalten (z. B. Jogobella, Bakoma, Danone). Darüber hinaus sind die bereits erwähnten Margarinen und pflanzlichen Öle sowie mit Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren angereicherte Produkte (z. B. Flora Original, Nova, Rama, Rama für Kinder, Floriol) zu nennen. Diese Zusätze finden sich auch in einigen Eiern. Heutzutage sind Margarinen mit pflanzlichen Sterinen erhältlich, die nachweislich den Gesamtcholesterinspiegel sowie den LDL-Cholesterinspiegel senken. Obwohl Sterine natürlich in pflanzlichen Produkten vorkommen, ist ihre Menge in der herkömmlichen Ernährung zu gering, um eine therapeutische Wirkung zu entfalten. Daher werden sie Margarinen zugesetzt. In diesem Fall ist die Dosierung entscheidend – täglich sollten 2–3 g dieser Inhaltsstoffe konsumiert werden (z. B. Benecol, Flora pro. active). Auch ballaststoffreiche Lebensmittel zählen zu den funktionellen Lebensmitteln, da sie die Verdauung fördern, den Fettstoffwechsel regulieren, das Risiko für Dickdarmkrebs verringern und bei Verstopfung helfen (z. B. Vollkornprodukte mit Kleiezusatz). Zusammenfassend lässt sich sagen, dass funktionelle Lebensmittel zahlreiche gesundheitliche Vorteile bieten. Durch ihre Integration in die Ernährung kann das Wohlbefinden verbessert und das Risiko verschiedener Erkrankungen gesenkt werden. Allerdings sollte sowohl ein Überschuss als auch ein Mangel an Nährstoffen vermieden werden, daher ist eine ausgewogene Zufuhr wichtig.