Kombucha - Welche Eigenschaften hat der fermentierte Teegetränk
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Es besteht ein starker Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheit. Jedes Jahr steigt das Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher, was dazu führt, dass neue Produkte in den Regalen der Geschäfte auftauchen, die darauf abzielen, die Gesundheit und das Wohlbefinden zu verbessern. Diese vermeintlich neuen Produkte werden in Wirklichkeit seit Jahrhunderten verwendet. Dies ist die Situation bei Kombucha, die seit etwa 220 v. Chr. für ihre gesundheitlichen Eigenschaften bekannt ist. In der Vergangenheit wurde sie nur in asiatischen Ländern als Heilmittel im Haushalt eingesetzt, heute ist sie auf der ganzen Welt beliebt. Am häufigsten wird Kombucha aus schwarzem oder grünem Tee hergestellt, aber man kann auch Extrakt aus Wegerich, Wein, Milch, Fruchtsaft und Kräutertees verwenden, z. B. aus Melisse, Minze. Je nach verwendeter Basis wird Kombucha unterschiedliche Eigenschaften aufweisen.
Kombucha – was genau ist das?
Kombucha stammt aus China und wird dort als ein Reinigungs- und Energetisierungsgetränk angesehen. Es handelt sich um eine mikrobiologische Teekultur mit Gelatinekonsistenz, die durch Fermentation von Tee mit Hilfe von SCOBY (symbiotische Bakterien- und Hefekultur) entsteht. Das Getränk entsteht durch Fermentation von in der Regel schwarzem oder grünem Tee mit Zuckerzusatz, wobei die SCOBY-Mikroorganismen je nach klimatischen, geografischen und lokal verfügbaren Arten von Bakterien und Hefen variieren können. Der Fermentationsprozess dauert normalerweise ungefähr 10-12 Tage. Nach dieser Zeitspanne entsteht ein saures, leicht kohlensäurehaltiges und fruchtiges Getränk, das zahlreiche bioaktive Substanzen enthält.
Kombucha – Wirkung und bioaktive Bestandteile
Kombucha enthält folgende bioaktive Substanzen: organische Säuren, Zucker, Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren und Proteine, Lipide, Ethanol und Polyphenole. Da Kombucha Essigsäure und Ketchene enthält, hat sie eine antibakterielle und antimykotische Wirkung. Sie hemmt auch das Wachstum von unerwünschten Bakterien, die Gram-positiv (+) und Gram-negativ (-) sind. Studien haben gezeigt, dass Kombucha auf Basis von grünem Tee eine stärkere antibakterielle Wirkung hat als auf Basis von schwarzem Tee. Das niedrige pH-Wert der Kombucha verhindert die Kontamination durch unerwünschte Hefen, Bakterien und Pilze. Es ist wichtig zu beachten, dass die meisten Studien zu Kombucha an Tiermodellen oder in vitro durchgeführt wurden.
Kombucha – Kontraindikationen
Personen, die Kombucha konsumieren, klagen oft über Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen und allergische Reaktionen. Darüber hinaus wurden Fälle von Milchsäure und akutem Nierenversagen 15 Stunden nach dem Trinken von Tee beschrieben (R. Jayabalan et al., 2014, S. A. Kole et al. 2009). In der Regel handelt es sich um Einzelfälle, die nur eine kleine Anzahl von Personen betreffen, jedoch ist es wichtig zu beachten, dass der Konsum von Kombucha unangenehme Nebenwirkungen haben kann. Beim Zubereiten von Kombucha zu Hause ist Vorsicht geboten – eine Kontamination des Produkts und das Auftreten von pathogenen Bakterien, wie z.B. Bacillus, ist möglich. Es wird empfohlen, geeignete Behälter (ohne Risse, für den Lebensmittelkontakt bestimmt) zur Zubereitung von Kombucha zu verwenden. Aufgrund des Alkoholgehalts, der durch die Essigsäuregärung des Tees entsteht, sollten Kombucha Kinder, schwangere Frauen, stillende Mütter, Personen mit fortgeschrittenen Nieren- und Lungenerkrankungen nicht konsumieren. Kombucha enthält große Mengen an Histamin, weshalb es auch für Personen mit Histaminintoleranz nicht empfohlen wird. Kombucha enthält Zucker, daher sind die Informationen zur Einnahme für Diabetiker und Personen mit diagnostizierter Insulinresistenz uneinheitlich.
Kombucha - die Methode der Zubereitung
Notwendige Komponenten: getrocknete Teeblätter - ungefähr 6 g, Saccharose oder Honig - etwa 100 g, Wasser - 1 Liter, SCOBY-Starterkultur - 24 g. Verfahren: Legen Sie die Zutaten in einen Topf und kochen Sie sie mindestens 5 Minuten lang. Seihen Sie den Sud ab und füllen Sie ihn in ein Glasgefäß. Lassen Sie den Aufguss auf Raumtemperatur abkühlen, die bei etwa 20-30°C liegt. Fügen Sie die SCOBY-Starterkultur hinzu. Lassen Sie das Getränk 10-12 Tage lang bei einer Temperatur von 18-26°C (am besten mit einem Glasdeckel abgedeckt) gären. Nach dieser Zeit entfernen Sie den Pilz, rühren Sie das Getränk um und filtern Sie es. Lagern Sie die fertige Kombucha an einem kühlen Ort, z.B. im Kühlschrank, bei einer Temperatur von etwa 4-5°C. Eine hohe Hygiene ist unerlässlich, um zu verhindern, dass die Mikroflora auf Ihren Händen das Getränk verunreinigt. Waschen Sie Ihre Hände gründlich nach jeder Unterbrechung bei der Kombucha-Zubereitung. Sie können andere Zuckerarten wie Zuckerrohr oder Kokosnuss verwenden. Fügen Sie dem fertigen Getränk Ingwer, Zitrone oder Ihre Lieblingsfrüchte hinzu. Die Lebensdauer des Pilzes beträgt etwa 2 Jahre, aber Sie können ihn häufiger austauschen. Bei jedem Fermentationsprozess einer neuen Kombucha entsteht ein Pilzkind, das bei einem weiteren Prozess verwendet werden kann. Kombucha ist ein erfrischendes Getränk mit antioxidativen Eigenschaften, das durch die Beteiligung von fermentierenden Bakterien entsteht, die eine positive Wirkung haben. Die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) erklärte, dass der Konsum von Kombucha für Menschen sicher ist. Die meisten Studien über die Vorteile und gesundheitsfördernde Wirkung dieses Getränks wurden jedoch in vitro und an Tieren durchgeführt. Es fehlen immer noch wissenschaftliche Beweise für seine Wirkung auf den Menschen.
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