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HELLP-Syndrom – Ursachen, Symptome und Behandlungsmethoden

Wojciech Wiśniewski

Wojciech Wiśniewski

2026-03-21
4 Min. Lesezeit
HELLP-Syndrom – Ursachen, Symptome und Behandlungsmethoden
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Bluthochdruck tritt bei etwa 5–10% der schwangeren Frauen auf und ist einer der Hauptursachen für Krankheiten und sogar Todesfälle bei Müttern und Neugeborenen. Wenn der Blutdruck über 140/90 mmHg liegt und von Proteinurie von mehr als 300 mg/Tag begleitet wird, wird ein vorzeitiger Stadium diagnostiziert. Eine besondere Form ist jedoch das HELLP-Syndrom, das sowohl für die Mutter als auch für das Kind ein ernsthaftes Risiko darstellt. Wie kann man diesen Zustand erkennen und erfolgreich behandeln, um das Risiko von Komplikationen zu verringern?

Das HELLP-Syndrom

Das HELLP-Syndrom manifestiert sich bei 0,5-0,9% aller Schwangerschaften und betrifft 10-20% der Frauen mit Präeklampsie oder Eklampsie. In 70% der Fälle tritt es während der Schwangerschaft auf (meist zwischen der 27. und 37. Schwangerschaftswoche), während es in 30% der Fälle während der Entbindung diagnostiziert wird, hauptsächlich innerhalb der ersten 48 Stunden, wobei Symptome bis zum 7. Tag nach der Geburt auftreten können. Ursprünglich wurde das HELLP-Syndrom als schwere Form der Präeklampsie betrachtet, heute gilt es jedoch als eigenständige Erkrankung, auch bei Patientinnen ohne Bluthochdruck und Proteinurie. Schätzungsweise 15% der Frauen mit HELLP-Syndrom zeigen weder Bluthochdruck noch Proteinurie. Das Syndrom ist durch Hämolyse, erhöhte Alanin- und Asparagin-Aminotransferase-Aktivität sowie Thrombozytopenie gekennzeichnet. Bei schwangeren Frauen mit HELLP-Syndrom besteht ein hohes Risiko für Eklampsie. Bei einer Schwangerschaftsdauer von mehr als 34 Wochen sollte die Entbindung innerhalb von 24 Stunden durch vaginale oder operative Geburt erfolgen. Bei Patientinnen mit einer Schwangerschaft zwischen 24 und 34 Wochen wird eine Steroidtherapie verabreicht, um die Lungenreife des Fötus zu beschleunigen, wobei die Entbindung um mindestens 48 Stunden verschoben wird.

Entstehung des HELLP-Syndroms - eine Untersuchung des Geheimnisses

Die genauen Ursachen des HELLP-Syndroms sind noch nicht vollständig geklärt. Es ist bekannt, dass dieser Zustand häufiger bei Frauen über 25 Jahren mit kaukasischem Hintergrund auftritt, die bereits mehrere Geburten hinter sich haben. Während einer Präeklampsie kommt es zu Schäden an der Gefäßinnenhaut, was zu einer Aktivierung der Thrombozyten und einer lokalen Vasokonstriktion führt. Dadurch lagert sich Fibrin an den Gefäßwänden ab, was die roten Blutkörperchen zerstört und zu einer Anämie führt. Zudem ist die erhöhte Aktivität der Leberenzyme eine Folge von Ischämie und Leberzellnekrose, was zu einer Verringerung der Thrombozytenzahl führt.

Anzeichen des HELLP-Syndroms

Die beim HELLP-Syndrom beobachteten Symptome lassen sich in drei aufeinanderfolgende Phasen einteilen. Die erste, als Laborphase bezeichnete Phase äußert sich unter anderem in einer verminderten Thrombozytenzahl, einem reduzierten Antithrombin-III-Spiegel, einer erhöhten D-Dimer-Konzentration, einem Anstieg der Leberenzymaktivität (ASPAT und ALAT), einem erhöhten Bilirubinspiegel sowie einer gesteigerten LDH-Aktivität.

HELLP-Syndrom – Therapieansätze

Die Behandlung des HELLP-Syndroms richtet sich nach dem Schwangerschaftsstadium. Nach der 34. Schwangerschaftswoche ist eine sofortige Beendigung der Schwangerschaft erforderlich. Zwischen der 27. und 34. Schwangerschaftswoche erfolgt die Entbindung innerhalb von 48 Stunden nach der Diagnose. Zunächst muss der Zustand der Patientin stabilisiert und Glukokortikosteroide verabreicht werden. Vor der 27. Schwangerschaftswoche wird eine abwartende Strategie verfolgt [5]. Frauen mit HELLP-Syndrom benötigen eine spezialisierte medizinische Betreuung, oft unter intensivmedizinischen Bedingungen. Die Art der Versorgung hängt vom Gesundheitszustand der Mutter und des Fötus ab. Eine konservative Behandlung ist nur bei kontrolliertem Blutdruck, normaler Diurese und fehlenden Leberbeschwerden möglich. Viele Patientinnen benötigen Bluttransfusionen [2]. Das HELLP-Syndrom ist eine multiorganische Erkrankung, die in 0,5-0,9% der Schwangerschaften auftritt und häufig zu Komplikationen führt. Eine frühzeitige Diagnose und Therapie sind entscheidend, um das Risiko für Mutter und Kind zu minimieren.
Wojciech Wiśniewski

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