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Hausmittel gegen Mundwinkelentzündung: Ursachen und Behandlungsmethoden

Oliwia Kaczmarek

Oliwia Kaczmarek

2026-03-25
4 Min. Lesezeit
Hausmittel gegen Mundwinkelentzündung: Ursachen und Behandlungsmethoden
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Die Entzündungen der Mundwinkel, auch bekannt als Mundwinkelgeschwüre, sind ein Problem, das eine große Anzahl von Menschen betrifft, insbesondere im Spätherbst und Winter. Diese Geschwüre sind nicht nur sehr schmerzhaft, sondern stellen auch ein ästhetisches Problem dar. Aus diesem Grund suchen viele Patienten einen Dermatologen auf, um diese Erkrankung zu behandeln.

Anguläre Cheilitis: Ursachen, Symptome und therapeutische Ansätze bei Mundwinkelentzündungen

Die anguläre Cheilitis – umgangssprachlich auch als "Mundwinkelrhagaden" oder "Faulecken" bezeichnet – stellt eine entzündliche Dermatose dar, die sich primär in den lateralen Kommissuren der Lippen manifestiert. Klinisch imponiert dieses Krankheitsbild durch multiple, oft schmerzhafte Einrisse der Epidermis, die sich bei Persistenz zu erosiven Ulzerationen vertiefen können. Die betroffenen Areale präsentieren sich typischerweise hyperämisch, berührungsempfindlich und neigen zu spontanen Blutungen, insbesondere bei mechanischer Belastung (z. B. beim Gähnen oder Kauen). Die Läsionen können unilateral oder bilateral auftreten. Ätiopathogenetisch liegt häufig eine Störung des oralen Mikrobioms zugrunde, bei der opportunistische Hefepilze – vornehmlich *Candida albicans* – aufgrund einer gestörten mukosalen Barrierefunktion übermäßig proliferieren. Episodische Verläufe bedürfen in der Regel keiner fachärztlichen Intervention; oft genügen bereits korrigierende Maßnahmen im Bereich der Mundhygiene und Ernährung (z. B. Substitution von B-Vitaminen, Verzicht auf reizende Speisen). Bei rezidivierenden oder therapierefraktären Formen ist jedoch eine dermatologische bzw. stomatologische Abklärung angezeigt, die eine differenzialdiagnostische Bewertung (Anamnese, klinische Inspektion mit Fokus auf leukoplakische Beläge der Zunge, ggf. mykologische Kulturen) sowie die Einleitung einer zielgerichteten Therapie umfasst [1].

Welche Ursachen begünstigen die Entstehung von Mundwinkelrhagaden und wie lässt sich vorbeugen?

Die Entstehung schmerzhafter Einrisse in den Mundwinkeln, medizinisch als Angularis infectiosa oder Mundwinkelrhagaden bezeichnet, kann auf ein multifaktorielles Geschehen zurückgeführt werden. Zu den primären auslösenden Faktoren zählen: eine saisonal bedingte, vorübergehende Schwächung des Immunsystems, insbesondere in den Herbst- und Wintermonaten, wenn die Abwehrkräfte des Körpers anfälliger für Infektionen sind; angeborene oder erworbene Immundefizite, wie sie etwa bei einer HIV-Infektion oder dem erworbenen Immunschwächesyndrom (AIDS) auftreten; sowie mykotische Infektionen (vorwiegend verursacht durch *Candida albicans*) und bakterielle Entzündungen (häufig durch Streptokokken der Gruppe *Streptococcus* oder Staphylokokken der Gattung *Staphylococcus*). Ein Mangel an Vitaminen – insbesondere an Riboflavin (Vitamin B2) – spielt eine zentrale Rolle in der Pathogenese dieser Erkrankung. Die Ursachen für einen solchen Defizit können vielfältig sein: eine unausgewogene Ernährung (z. B. mit geringem Anteil an Vollkornprodukten, Milch und Milchprodukten), chronischer Alkoholmissbrauch, restriktive vegane oder vegetarische Ernährungsformen ohne adäquate Supplementierung sowie Essstörungen wie Anorexie oder Bulimie. Darüber hinaus kann eine gestörte Resorption von Riboflavin auf gastrointestinale Erkrankungen zurückzuführen sein, darunter Zöliakie, Mukoviszidose oder Dünndarmtumoren. Ein Eisenmangel stellt einen weiteren bedeutenden Risikofaktor dar. Ähnlich wie bei Vitamin B2 können die Ursachen hierfür entweder ernährungsbedingt sein (unzureichende Zufuhr über die Nahrung) oder auf Malabsorption im Darm zurückgehen. Stoffwechselerkrankungen, insbesondere Diabetes mellitus, begünstigen die Entwicklung von Mundwinkelrhagaden, da Schwankungen des Blutzuckerspiegels die lokale Immunabwehr der Haut und Schleimhäute schwächen, Pilzinfektionen erleichtern und die Wundheilung verzögern. Weitere prädisponierende Faktoren umfassen: allergische Reaktionen (z. B. auf Inhaltsstoffe von Zahnpasten, Kosmetika oder Lebensmitteln), mechanische Gewebeschädigungen (etwa durch schlecht sitzenden Zahnersatz) sowie langfristige Antibiotikatherapien, die das mikrobiologische Gleichgewicht der Mundhöhle stören. Bei Kindern sind bakterielle Infektionen die häufigste Ursache für Mundwinkelrhagaden, während bei Erwachsenen pilzbedingte Entzündungen – vor allem durch *Candida albicans* – überwiegen [2].

Wirksame Behandlungsmethoden und Präventionsstrategien für Mundwinkelrhagaden – eine evidenzbasierte Anleitung

Die konventionelle Therapie von Mundwinkelentzündungen (*Angularis infectiosa*) basiert in erster Linie auf der konsequenten Befeuchtung der betroffenen Hautareale sowie der Vermeidung mechanischer Reizfaktoren, die eine Verschlimmerung begünstigen könnten. Bei chronisch-rezidivierenden Verläufen erweist sich jedoch eine gezielte Ernährungsanalyse als unverzichtbar, um mögliche Defizite an essenziellen Mikronährstoffen – insbesondere Riboflavin (Vitamin B₂) und Eisen – zu identifizieren und zu korrigieren. Hochwertige Riboflavinquellen stellen vor allem tierische Produkte dar, darunter mageres Fleisch, Vollmilch und deren Derivate (z. B. gereifter Käse oder Naturjoghurt), wohingegen die höchste Eisenbioverfügbarkeit in Innereien (insbesondere Leber) sowie in Rindfleisch nachweisbar ist. In begründeten Fällen – stets nach vorheriger Absprache mit einem Arzt oder Ernährungsberater – kann eine gezielte Supplementierung mit bioverfügbaren Formen dieser Nährstoffe erwogen werden. Als unterstützende Maßnahme kommen häufig topische Antimykotika (z. B. 1% Clotrimazol-Creme) zum Einsatz, da *Candida albicans*-Hefepilze häufig an der Pathogenese beteiligt sind. Patienten mit diagnostiziertem Diabetes mellitus Typ 1 oder 2 sollten zudem besonderes Augenmerk auf eine stabile Blutzuckereinstellung legen, da Hyperglykämie nicht nur Rezidive begünstigt, sondern auch die Therapieresistenz erhöht [1, 2].

Hausmittel gegen Mundwinkelentzündungen: Wirksame natürliche Behandlungsmethoden und Inhaltsstoffe

Zur symptomatischen Linderung von Mundwinkelrhagaden – schmerzhaften und optisch störenden Einrissen in den Mundwinkeln – werden häufig hausgemachte Methoden eingesetzt, die Entzündungen auf natürliche Weise reduzieren, ohne auf pharmazeutische Präparate zurückgreifen zu müssen. Diese Ansätze sind kostengünstig und basieren auf nachweislich wirksamen Naturstoffen. Besonders empfehlenswert sind: **Bienenhonig**, der aufgrund seiner antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften die Wundheilung beschleunigt – idealerweise in Kombination mit Aloe-Vera-Gel als 15-minütige Auflage; **Aloe Vera**, deren Saft regenerierend wirkt und das Wachstum von Krankheitserregern hemmt – mehrmaliges tägliches Betupfen der betroffenen Stellen wird empfohlen; **natives Olivenöl extra**, reich an fettlöslichen Vitaminen (A, D, E, K), die Reizungen mildern und die Epithelregeneration fördern; **Traubenkernöl**, eine wertvolle Quelle für Riboflavin (Vitamin B2), dessen Mangel die Entstehung von Mundwinkelentzündungen begünstigt; sowie **Knoblauch**, der durch seine starke antimykotische und antibakterielle Wirkung entweder lokal als Umschlag oder als Teil der täglichen Ernährung eingesetzt werden kann. Mundwinkelrhagaden sind nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern verursachen insbesondere in der kalten Jahreszeit erhebliche Beschwerden. Vorbeugend sollte auf eine ausgewogene Ernährung mit ausreichender Zufuhr von B-Vitaminen und Eisen geachtet werden, um die Immunabwehr der Schleimhäute zu stärken [3].
Oliwia Kaczmarek

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