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Ernährungsstörungen bei Kindern - Ursachen und Symptome

Julia Wójcik

Julia Wójcik

2026-03-21
4 Min. Lesezeit
Ernährungsstörungen bei Kindern - Ursachen und Symptome
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Ernährungsstörungen bei Säuglingen und Kleinkindern sind ein häufiges Problem, mit dem Eltern oft konfrontiert sind. In diesen Altersgruppen können diese Störungen unterschiedliche Formen annehmen, wie z.B. die Weigerung, Mahlzeiten zu essen, das selektive Essen von Nahrungsmitteln, Unterernährung, Überernährung oder das Auftreten eines sogenannten Schlafappetits, wenn das Kind Lust auf Dinge zeigt, die normalerweise nicht als essbar gelten, wie z.B. Kreide, Tünche, Sand, Ton. Man kann auch Ruminationen unterscheiden, d.h. das erneute Kauen und Schlucken von früher gegessenem Essen. Bei älteren Kindern kann man von psychischer Anorexie, Bulimie und zwanghaftem Essen sprechen.

Ernährungsstörungen bei der Nahrungsaufnahme

Ernährungsstörungen betreffen rund 20% gesunder Säuglinge und etwa 80% von Säuglingen mit Entwicklungsstörungen, die wahrscheinlich eine korrekte Fütterung erschweren. Diese Störungen äußern sich durch anhaltende und gestörte Essverhalten, die zu veränderten Nahrungsaufnahme- und Resorptionsprozessen führen und die körperliche sowie psychosoziale Funktionsfähigkeit deutlich beeinträchtigen. Unbehandelte Ernährungsstörungen bei Säuglingen können sich auch im Kindesalter manifestieren.

Fütter- und Ernährungsstörungen bei Säuglingen: Ursachen und Auswirkungen

Bei Säuglingen können Fütter- und Ernährungsprobleme auf verschiedene Ursachen zurückgeführt werden, darunter Schlaf-, Wach-, Verdauungs- und Schluckstörungen. Begleitend können Erkrankungen des Herz-Kreislauf- und Atmungssystems oder des Verdauungssystems auftreten. Das Kind kann schläfrig und müde sein, was den Appetit mindert. Andere Störungen entstehen durch übermäßiges Interesse des Kindes an seiner Umgebung – Spielzeug, Spaziergänge oder Geräusche können die Aufmerksamkeit vom Essen ablenken. Solange das Kind nach der Aktivität isst, ist dies jedoch kein gefährliches Phänomen. Andere Fälle hängen mit einer gestörten Beziehung zwischen dem Kind und seinen Eltern/Betreuern zusammen, verursacht durch postpartale Depressionen, familiäre Konflikte oder Suchtprobleme. In solchen Situationen verweigert das Kind die Nahrung, zeigt kein Interesse an der Umgebung und weist Anzeichen von Autismus auf.

Ernährungsstörungen bei Kindern

Bei kleinen Kindern können folgende Symptome auf Ernährungsstörungen hinweisen: unzureichende Nahrungsaufnahme im Verhältnis zum Alter des Kindes, fehlende Hungersignale und Desinteresse an Mahlzeiten, Verweigerung des Essens während der Mahlzeiten anderer Haushaltsmitglieder, übermäßige Vermeidung von Nahrungsaufnahme durch Weinen, Schreien, simuliertes Erbrechen, Husten; Angst vor dem Schlucken oder Einführen von Nahrung in den Mund. Diese Symptome können auf traumatische Erfahrungen mit dem Essen, übermäßigen Druck beim Essen oder Zwangsernährung zurückzuführen sein. Es sollte überprüft werden, ob das Kind in der Vergangenheit erstickt ist, sich verschluckt hat oder etwas Unangenehmes gegessen hat (zu bitter/scharf, zu weich/hart), was zu einer Essensangst führen könnte. Pica – das Verzehren von nicht essbaren Substanzen wie Farben, Kreide, Ton, Putz, Blumentopferde, Papier, Insekten. Die Ursachen dieses Verhaltens sind nicht vollständig geklärt, doch bei Kindern mit Pica wurden Mangelerscheinungen an Kalzium und Eisen festgestellt, die das Kind möglicherweise durch den Verzehr ungenießbarer Produkte ausgleichen möchte. Zudem wird eine übermäßige Stimulation der Mundhöhle beobachtet, wie Daumenlutschen, Nägelkauen; selektives Essen, auch neophobisches Essverhalten genannt – das Kind bevorzugt nur wenige Lebensmittel wie Pommes, Käse und Brötchen. Die Ursachen liegen vermutlich in der Psyche des Kindes, weshalb eine Zusammenarbeit mit einem Psychologen sinnvoll ist. Kinder mit Fütterungsstörungen leiden oft an Mangelernährung, was sich in geringerem Körpergewicht und -größe im Vergleich zu Gleichaltrigen, Apathie, Müdigkeit, Schwierigkeiten bei körperlicher Aktivität und Traurigkeit äußert. Zur Diagnose sollten die Symptome mindestens einen Monat lang beobachtet werden. Erste Anzeichen sollten nicht ignoriert werden, da unbehandelte Fütterungsstörungen im Alter von bis zu zwei Jahren in 70% der Fälle auch später auftreten.
Julia Wójcik

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