Entzündung der Darmsackgassen - Ernährung bei entzündlichen Darmsackgassen
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Die Krankheit der Darmsackgassen wird immer häufiger als Zivilisationskrankheit angesehen, deren Pathogenese noch nicht vollständig verstanden wird. Es gibt viele Faktoren, die zur Entstehung von Darmsackgassen beitragen, darunter auch die Ernährung. Prüfe, ob dieses Problem nicht auch dich betrifft!
Divertikelentzündung des Darms
Die Bezeichnung Divertikulose bezieht sich auf das Vorhandensein von Divertikeln im Darm ohne erkennbare Symptome. Bei Entzündungen oder Infektionen liegt eine Divertikulitis vor. Bei betroffenen Patienten treten Symptome wie Bauchschmerzen im linken Unterbauch auf, was als Divertikelkrankheit bezeichnet wird. Divertikulose verläuft meist symptomlos und wird häufig zufällig entdeckt. Im Gegensatz dazu gehen mit der Divertikulitis Beschwerden wie Bauchschmerzen (v. a. in den unteren Quadranten), Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Tachykardie und erhöhte Leukozytenzahlen im Blut einher. Entzündungen der Darmdivertikel können zu schweren Komplikationen wie Darmperforationen, Ileus, Fistelbildungen oder Blutungen führen. Diese Komplikationen können lebensbedrohlich sein, weshalb präventive Maßnahmen wie eine ausgewogene Ernährung und frühzeitige Therapie bei Symptomen entscheidend sind. Zur Diagnose kommen bildgebende Verfahren wie die Computertomographie und Sonographie zum Einsatz.
Ernährungsplan bei entzündlichen Divertikelzuständen
Bei asymptomatischer Divertikulose steht die Steigerung der Ballaststoffzufuhr, insbesondere unlöslicher Ballaststoffe, im Vordergrund, die die Stuhlkonsistenz regulieren, die Darmperistaltik anregen und das Stuhlvolumen erhöhen. Zudem wird empfohlen, die körperliche Aktivität zu steigern, Übergewicht zu reduzieren und auf Rauchen sowie Alkoholkonsum zu verzichten. Wichtig ist, bei erhöhter Ballaststoffzufuhr ausreichend zu trinken, um Verstopfung zu vermeiden. Bei Fieber bei älteren, geschwächten Patienten wird eine Null-Diät mit intravenöser Antibiotikatherapie angewendet. Weitere Informationen zur Ernährung bei Divertikeln des Dickdarms findest du in diesem Artikel. Beispielmenü: Frühstück: Vollkornbrot-Sandwiches mit Quark, schalenlosen Tomaten und Putenbrust. Kräutertee. Zweites Frühstück: gebackener Apfel. Naturjoghurt mit Weizenkleie. Mittagessen: Kürbissuppe. Hähnchenbällchen in Dillsauce, Kartoffelpüree, Karottensalat mit Olivenöl. Nachmittagsjause: Kleiekekse. Grüner Tee. Abendessen: Gemüsekuchen auf Vollkornteig. Die Ernährung wird individuell an den Gesundheitszustand des Patienten angepasst. Bei akuten Entzündungen sind Nahrungseinschränkungen und Antibiotikatherapie erforderlich.