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Die heilende Wirkung von Pflanzenmark – für Gelenke und Krampfadern. Wie stellt man eine Salbe aus Mark her?

David Janitzek

David Janitzek

2026-03-24
5 Min. Lesezeit
Die heilende Wirkung von Pflanzenmark – für Gelenke und Krampfadern. Wie stellt man eine Salbe aus Mark her?
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Heilendes Pflanzenmark wurde schon seit langem in der traditionellen Medizin zur Behandlung von akuten Verletzungen wie Verwundungen oder Überbeanspruchung von Muskeln und Sehnen eingesetzt... Mark-Extrakte weisen entzündungshemmende, schmerzlindernde, ödemhemmende und wundheilende Eigenschaften auf... In welcher Form sollte man diese Pflanze am besten verwenden, um den gewünschten Effekt zu erzielen, und welcher Form sollte man unbedingt aus dem Weg gehen, um sich nicht zu schaden?

Der Beinwell: Eine Heilpflanze mit verborgenen Risiken und traditioneller Anwendung

Der Echte Beinwell (*Symphytum officinale*), auch bekannt unter den Trivialnamen Wallwurz oder Schwarzwurz, zählt zu den mehrjährigen krautigen Pflanzen aus der Familie der Raublattgewächse (*Boraginaceae*) und ist in Mitteleuropa, insbesondere in Polen, weit verbreitet. Sein natürliches Habitat umfasst vor allem feuchte bis sumpfige Standorte: man findet ihn häufig an Ufern von Fließgewässern, in Auenwäldern, an Waldrändern sowie in feuchten Gräben entlang von Wegen. Die Blütezeit erstreckt sich über die Monate Mai und Juni, in denen die Pflanze traubenförmige Blütenstände mit glockenartigen Einzelblüten ausbildet; diese präsentieren sich meist in intensiven Rosatönen, Violett oder Purpur, seltener in cremefarbenen oder reinweißen Varianten. Die Laubblätter des Beinwells sind auffällig langgestreckt, lanzettlich geformt und am Rand leicht rau, während die gesamte Pflanze eine Wuchshöhe von bis zu einem Meter erreichen kann. Das Rhizom, welches den pharmazeutisch genutzten Pflanzenteil darstellt, wächst sowohl in die Tiefe (bis zu 30 cm) als auch horizontal verzweigt und zeigt eine dunkle, fast schwärzliche Färbung mit einer rauen, oft knolligen Oberfläche. Chemisch betrachtet enthält die Wurzel eine komplexe Mischung bioaktiver Substanzen: darunter Schleimstoffe (Polysaccharide), die entzündungshemmend wirken, Steroidsaponine, ätherische Öle in Spuren, das Reservekohlenhydrat Inulin, die wundheilungsfördernde Allantoin, Gerbstoffe mit adstringierender Wirkung sowie Rosmarinsäure, ein Phenolcarbonsäure-Derivat mit nachgewiesener antioxidativer Kapazität. Traditionell wurde Beinwell in der Volksmedizin innerlich angewendet, etwa als Teeaufguss zur Linderung von Magen-Darm-Beschwerden wie Dyspepsie oder Diarrhö. Aktuelle phytochemische Untersuchungen haben jedoch das Vorhandensein pyrrolizidinalkaloidhaltiger Verbindungen (PA) nachgewiesen – hochgiftige Sekundärmetaboliten, die bei oraler Aufnahme zu schweren Leberschäden führen können, einschließlich Leberzirrhose und venookklusiver Erkrankung. Aus diesem Grund ist die interne Anwendung von Beinwell-Präparaten heute strengstens verboten; die einzige zugelassene Anwendungsform beschränkt sich auf die äußerliche Therapie in Form von Salben, Umschlägen oder Massageölen. Besonders warnen müssen Ärzte und Apotheker Schwangere, Stillende sowie Kinder jeden Alters vor einer Einnahme, da diese Bevölkerungsgruppen ein erhöhtes Risiko für toxische Effekte aufweisen.

Heilende Eigenschaften des Beinwells und seine Anwendung in der Naturmedizin

Der medizinisch wertvollste Bestandteil des Echten Beinwells (*Symphytum officinale*) ist Allantoin, ein heterozyklisches Harnstoffderivat, das eine zentrale Rolle in Heilungsprozessen spielt. Aufgrund seiner bemerkenswerten osmotischen Eigenschaften fördert diese Substanz die Epithelisierung von Wunden und unterstützt die Reparatur geschädigter Gewebe. Darüber hinaus wirkt Allantoin adstringierend, was zur Reduzierung entzündlicher Prozesse beiträgt, und regt die Regeneration der Epidermis an, wodurch die Heilung von Geschwüren beschleunigt wird. Seine beruhigende Wirkung zeigt sich ebenfalls bei Hautreizungen, der Linderung psoriatischer Symptome sowie beim Schutz vor schädlicher UV-Strahlung, indem es Sonnenbrand vorbeugt. Besonders hervorzuheben ist die Anwendung von Beinwell bei der Schmerzlinderung rheumatischer Beschwerden, einschließlich Ischias. Zudem enthalten die Pflanze Gerbstoffe, die die adstringierende Wirkung verstärken, sowie Rosmarinsäure – ein starkes Antioxidans mit nachgewiesenen entzündungshemmenden Eigenschaften, was das therapeutische Spektrum dieser Heilpflanze weiter erweitert.

Beinwell-Salbe: Natürliche Linderung bei Gelenkbeschwerden und Entzündungen

Die Beinwell-Salbe (*Symphytum officinale*) hat sich seit langem als bewährtes Mittel zur Behandlung von Gelenkerkrankungen etabliert, darunter chronische Arthritis, Gicht, rheumatische Schmerzen sowie degenerative Gelenkveränderungen wie Arthrose. Dank ihrer dreifachen Wirkung – entzündungshemmend, schmerzlindernd und geweberegenerierend – wird sie zudem erfolgreich bei mechanischen Verletzungen eingesetzt, etwa bei Verstauchungen, Verrenkungen oder Prellungen. Klinische Studien belegen, dass die regelmäßige Anwendung der Beinwell-Salbe eine schmerzlindernde Wirkung entfaltet, die mit der des nichtsteroidalen Entzündungshemmers Diclofenac vergleichbar ist. Besonders bemerkenswert ist, dass bei Patienten mit fortgeschrittener Kniegelenksarthrose nach einer dreiwöchigen Anwendungsdauer 55 % der Probanden eine deutliche Verringerung der Schmerzsymptome sowohl bei Bewegung als auch in Ruhe angaben.

Beinwell in der Venengesundheit: Historische Anwendung und moderne pharmazeutische Lösungen

Seit Jahrhunderten spielt der Echte Beinwell (*Symphytum officinale*) in der volksheilkundlichen Praxis eine zentrale Rolle bei der Behandlung von venösen Beschwerden, insbesondere bei chronischer Veneninsuffizienz. Seine Wurzel wurde traditionell eingesetzt, um akute Gefäßwandentzündungen zu mildern, diffuse Schmerzzustände zu lindern sowie ödematöse Schwellungen des Gewebes zu reduzieren. Heute finden sich pharmazeutisch aufbereitete Extrakte dieser Heilpflanze in standardisierten Salben, Gelen und Nahrungsergänzungsmitteln wieder, die gezielt die periphere Durchblutung fördern und die Regeneration des Venensystems unterstützen.

Beinwell-Salbe zur Unterstützung der Gelenkgesundheit – eine pflanzliche Therapieoption bei Entzündungen und Schmerzen

Diese Salbe basiert auf einem Extrakt aus dem Wurzelstock des Echten Beinwells (*Symphytum officinale*), der in eine fettige Grundlage eingearbeitet wird. Die Pflanze gilt als primäre natürliche Quelle für Allantoin – einen Wirkstoff, der nachweislich die Zellteilung anregt und die Regenerationsprozesse geschädigter Gewebestrukturen beschleunigt, was zu einer schnelleren Wundheilung führt. Ergänzt wird die Rezeptur durch Cholin, das ödemhemmende Eigenschaften aufweist, indem es die Kapillarpermeabilität reguliert, sowie durch Rosmarinsäure, deren entzündungshemmende Wirkung auf der Hemmung proinflammatorischer Mediatoren wie Zytokine beruht. Das Präparat eignet sich besonders für die Behandlung entzündlicher und degenerativer Gelenkerkrankungen, einschließlich rheumatoider Arthritis, muskuloskelettaler Schmerzzustände und arthritischer Veränderungen. Klinische Studien belegen, dass die regelmäßige Anwendung bei Patienten mit rheumatoider Arthritis zu einer über 90-prozentigen Reduktion der morgendlichen Gelenksteifigkeit führt. Darüber hinaus kann die Salbe unterstützend bei mechanischen Verletzungen (Knochenbrüchen, Verrenkungen, Verstauchungen – insbesondere im Knie- und Sprunggelenksbereich) sowie bei chronischen Weichteilentzündungen eingesetzt werden. Aufgrund ihrer antiseptischen und antibakteriellen Eigenschaften findet sie ebenfalls Anwendung in der Wundpflege bei schlecht heilenden Läsionen, thermischen Verbrennungen, Erfrierungen, Dekubitus und sogar bei bestimmten Hauterkrankungen wie Psoriasis vulgaris, Rosazea oder atopischem Ekzem, wo sie reizlindernd wirkt und die Epithelisierung fördert.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Selbstherstellung einer Beinwell-Salbe aus frischer oder getrockneter Wurzel

Die Herstellung einer hausgemachten Beinwell-Salbe (*Symphytum officinale*) ist eine einfache und zugleich wirksame Methode, um die heilenden Eigenschaften dieser Pflanze zu nutzen. Obwohl solche Salben in Apotheken und Kräuterläden weit verbreitet sind, bietet die Eigenproduktion die volle Kontrolle über Inhaltsstoffe und Qualität. Für die klassische Variante benötigen Sie: **500 Milliliter frisch gemahlene oder pulverisierte Beinwellwurzel**, **200 Milliliter 40-prozentigen Alkohol** (zur Extraktion der Wirkstoffe), **500 Milliliter Glycerin** (als Feuchthaltemittel) sowie eine **fettige Grundlage** – hier eignen sich **kosmetische Vaseline, Sheabutter, Schweineschmalz oder Gänsefett**. Für eine vereinfachte Version kann auf Alkohol und Glycerin verzichtet werden, was die Zubereitungszeit verkürzt. Wichtig zu beachten ist, dass Beinwell **giftige Pyrrolizidinalkaloide** enthält, die eine innere Anwendung ausschließen, während die äußerliche Nutzung in Form von Salben, Umschlägen oder Ölen unbedenklich ist. Regelmäßige Anwendung kann bei Gelenkschmerzen, Muskelverspannungen und leichten Verletzungen Linderung verschaffen.
David Janitzek

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