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Backhefe – Inhaltsstoffe, Vitamine, Eigenschaften, Nebenwirkungen

Lena Bauer

Lena Bauer

2026-03-25
5 Min. Lesezeit
Backhefe – Inhaltsstoffe, Vitamine, Eigenschaften, Nebenwirkungen
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Backhefe, auch bekannt als Saccharomyces cerevisiae, sind Mikroorganismen, die seit langem zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Sie werden in der Herstellung von Nahrungsmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt und sind Gegenstand von Forschungen über eine Vielzahl von Erkrankungen. Je mehr wir über sie erfahren, desto weniger verwundert uns ihre vielseitige Anwendung.

Saccharomyces cerevisiae – Grundlegende Informationen

Saccharomyces cerevisiae ist eine Hefeart, die unter verschiedenen Bezeichnungen wie Bäckerhefe, Bierhefe oder Edelhefe bekannt ist. Der Name leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet "Zuckerpilz". Diese Mikroorganismen zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an zersetzenden Enzymen aus. Sie werden vor allem beim Backen von Gebäck verwendet, wobei die Fermentation Kohlendioxid freisetzt, das dem Teig eine luftige Struktur verleiht. Zusätzlich entstehen weitere Verbindungen, die den Geschmack und das Aroma verbessern. Die Hefe wird auch in der Alkoholherstellung, etwa bei der Produktion von Bier, Wein oder Wodka, sowie in der Lebensmittelindustrie eingesetzt. Schon in der Antike wurden sie in medizinischen Mischungen verwendet.

Hefe – eine außergewöhnlich wertvolle Quelle für Vitamine und Mineralstoffe

Backhefe sind einzellige Pilze, die in der Natur weit verbreitet sind, insbesondere dort, wo Kohlenhydrate vorkommen. Sie stellen eine reiche Quelle für Vitamine dar, insbesondere für B-Vitamine. Sie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an Biotin, auch bekannt als Vitamin H (B7), aus. Biotin ist in Lebensmitteln allgemein vorhanden, jedoch ist sein höchster Gehalt in Eigelb und Nüssen zu finden. Dieses Vitamin ist essenziell für die Funktion bestimmter Enzyme in unserem Körper. Es spielt eine Rolle bei der Glukoneogenese (Glukosesynthese), der Bildung von Fettsäuren und dem Stoffwechsel verzweigter Aminosäuren. Biotinmangel ist selten, ähnlich wie ein Mangel an Pantothensäure, die ebenfalls in großen Mengen in Hefe enthalten ist. Pantothensäure ist an der Synthese von Fettsäuren beteiligt, und ein Mangel kann zu dem sogenannten "Hot-Foot-Syndrom" führen. Überdosierung hat jedoch keine nachweisbaren Nebenwirkungen. Neben den genannten Inhaltsstoffen enthalten Hefen auch die Vitamine B1, B2, B6, PP, Folsäure sowie Zink, Selen und in geringeren Mengen Kalzium, Phosphor und Eisen. Besonders hervorzuheben ist der hohe Zinkgehalt, der für die ordnungsgemäße Funktion des Körpers entscheidend ist. Zink ist an der Aktivität von über 100 Enzymen beteiligt, darunter solchen, die für die DNA-Synthese verantwortlich sind. Ein Mangel kann zu Hautveränderungen führen und bei Jugendlichen sogar zu Wachstumsstörungen. Zink ist in fast allen Geweben vorhanden. Aufgrund ihrer reichhaltigen Zusammensetzung sind Hefepräparate in Apotheken weit verbreitet. Sie werden besonders Jugendlichen und Personen mit Hautproblemen empfohlen. Studien zeigen, dass Zinkmangel bei Patienten mit Akne vulgaris auftritt. Die Supplementierung kann in einigen Fällen positive Effekte haben. Vitamin PP kann ebenfalls bei der Behandlung von Akne helfen, indem es entzündungshemmend und abschuppend wirkt, insbesondere bei topischer Anwendung. Es gibt auch Hausmittel zur Reduzierung von Akne, z.B. Masken aus Hefe.

Tabelle 1. Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen in 100 Gramm Hefe

Die Daten wurden von der USDA National Nutrient Database for Standard Reference, ndb.. nach usda. gov (06.02.2018) veröffentlicht.

Die Bedeutung von Hefe in der Kosmetik

Bereits in der Antike wurde das Potenzial von Hefe in der Hautpflege erkannt. Sie wurde zur Behandlung von Verbrennungen, Hautveränderungen und Wunden eingesetzt (angeblich in Form von Aufgüssen mit Feigen). Noch heute werden nach altbewährten Rezepten Hefemasken gegen Hautunreinheiten empfohlen. Es wird vermutet, dass sie auch bei der Reduktion von Dehnungsstreifen helfen können, die durch verminderte Elastizität der Haut entstehen. Studien der Medizinischen Universität Łódź bestätigten die Wirksamkeit von Hefeextrakt bei der Behandlung solcher Hautveränderungen. Es ist jedoch zu beachten, dass solche Präparate am besten bei frischen Veränderungen wirken, da ältere oft schwerer behandelbar sind.

Hefemaske für Haut mit Akne

Falls Sie während der Pubertät Hautveränderungen bemerken, sollten Sie zunächst Ihre Ernährung überprüfen und natürliche Behandlungsmethoden in Betracht ziehen. Beachten Sie dabei, dass keine Hausmittel eine dermatologische Beratung ersetzen können, und nach Beginn einer systematischen medizinischen Therapie sollten Sie jeden Schritt mit Ihrem Arzt abstimmen (alles, was auf die Haut aufgetragen wird, hat eine erhebliche Bedeutung). Trotz gewisser Bedenken gegenüber Hausmitteln lohnt es sich, diese auszuprobieren.

Rezept für eine nährstoffreiche Hefengesichtsmaske

Zutaten: 1 Teelöffel Hefe, 2 Esslöffel warme Milch und 1 Esslöffel Honig. Die Hefe wird in der Milch aufgelöst und anschließend mit dem Honig vermischt, bis eine glatte Paste entsteht. Die fertige Mischung wird auf die gereinigte Gesichtshaut aufgetragen und etwa 20 Minuten einwirken gelassen.

Hefe als reichhaltige Quelle von Beta-Glucanen

Hefe, sowohl Backhefe als auch Bierhefe, enthält bioaktive Substanzen, die als funktionelle Lebensmittel in Form von Beta-Glucanen eingesetzt werden. Die Zellwände der Hefe bestehen zu etwa 50% aus diesen Polysacchariden. Beta-Glucane zählen zu den wasserlöslichen Ballaststoffen. In angemessenen Mengen unterstützen sie das Immunsystem, indem sie die Aktivität immunkompetenter Zellen fördern. Tierversuche haben gezeigt, dass die Supplementation mit Beta-Glucanen die Funktion von Lymphozyten, Makrophagen und Neutrophilen stimuliert, wodurch die Abwehr gegen Pathogene wie Staphylococcus aureus und Candida albicans verbessert wird. Zudem konnte eine positive Auswirkung auf den Lipidstoffwechsel beobachtet werden. Beta-Glucane können auch aus nach der Fermentation anfallenden Reststoffen, wie etwa bei der Bierherstellung, gewonnen werden. Die Europäische Union stuft sie als sichere Lebensmittelzusatzstoffe ein.

Ein Hefegetränk

Die Zubereitung eines Hefegetränks ist äußerst einfach. Man löst ein Drittel eines Würfels Hefe in kochendem Wasser oder heißer Milch auf. Entscheidend ist, dass die hohe Temperatur die Fermentation der Hefe reduziert. Man sollte sie daher nicht mit Flüssigkeiten niedriger Temperatur mischen, da dies zu unerwünschten Beschwerden wie Blähungen und Bauchschmerzen führen kann. Ein solches Getränk ist eine hervorragende Möglichkeit, den Körper mit Vitamin B und Zink zu versorgen. Besonders empfohlen wird es bei Jugendlichen mit Akne. Leider gibt es keine zuverlässigen Informationen über mögliche Nebenwirkungen oder die optimale Anwendungsdauer. Personen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa) sollten von der Einnahme absehen.
Lena Bauer

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