4 Mythen über Protein
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Protein ist einer der Makrokomponenten, die in Lebensmitteln wie Fleisch, Milch und Eiern zu finden sind. Das Konsumieren von Protein ist für das Leben und die Gesundheit aller Lebewesen unerlässlich, da es der einzige Makrokomponent ist, der Stickstoff enthält. Sportler haben jedoch festgestellt, dass zusätzliche Portionen Protein helfen können, Muskelmasse aufzubauen und die Regeneration zu verbessern. Aber ist die Popularität des Proteinverzehrs gerechtfertigt? Es gibt viele Theorien über den Proteinkonsum und mögliche gesundheitliche Probleme, die damit verbunden sind. Hier ist eine Liste der 4 häufigsten Mythen über Protein.
Mangel an vollständigen Proteinen
Veganer und Vegetarier hören jeden Tag, dass einige Produkte, insbesondere pflanzliche, unzureichende Proteinquellen sind, weil sie nicht mindestens eine der wertvollen essentiellen Aminosäuren liefern. Diese falsche Überzeugung ist so tief verwurzelt in der Ernährungswelt, dass sogar einige wissenschaftliche Quellen sie verbreiten. Die Genese stammt aus dem Jahr 1971, als Frances Moore Lappe in ihrem Buch erklärte, dass pflanzliche Produkte einen Mangel an bestimmten essentiellen Aminosäuren aufweisen. Sie schlug vor, dass bestimmte Produkte kombiniert werden müssen, um ihre Profile zu ergänzen. Frances war keine Diätetikerin oder Ärztin, sondern Soziologin, die sich mit dem Problem des Hungers in der Welt beschäftigte. Sie veröffentlichte das Buch, war aber nicht sicher über alle Fehler, die sie gemacht hatte.
Protein kann zu Nierenschäden führen
Nach dem Verzehr einer bestimmten Menge Protein werden einige darin enthaltene Aminosäuren von der Leber metabolisiert, was zur Bildung von Ammoniak führt - einer Substanz, die in großen Mengen schädlich für den Körper ist. Um negative gesundheitliche Auswirkungen zu vermeiden, wird Ammoniak in Harnstoff umgewandelt und durch die Nieren ausgeschieden. Ein populärer Mythos besagt, dass übermäßige Filtration von Harnstoff zu einer Überlastung der Nieren führen kann und letztendlich zu deren Schädigung. Die Forschung von Dr. Barry Brenner, der eine Beziehung zwischen Proteinverzehr und Nierengesundheit bei kranken Tieren beobachtet hatte, hat zur Verbreitung dieses Mythos beigetragen. Spätere Studien haben jedoch gezeigt, dass eine ähnliche Beziehung bei Menschen mit gesunden Nieren nicht besteht, da die Nieren ein sehr effektives Organ zur Filtration von toxischen Substanzen sind. Drei Studien bestätigen, dass Protein keinen negativen Einfluss auf die Nierenfunktion von gesunden Menschen hat. Die höchste nachgewiesene sichere Dosis Protein beträgt 3,3 g pro kg Körpergewicht.
Versaut den Körper
Der pH-Wert des menschlichen Körpers liegt normalerweise im Bereich von 7.35 bis 7.45. Dieser Wert bezieht sich hauptsächlich auf das Blut. Je kleiner der pH, desto saurer die Umgebung, desto größer, desto grundlegender. Die sauren Eigenschaften eines Proteins, insbesondere von tierischen Produkten, resultieren aus dem Inhalt von Phosphorat, Chlor und Schwefelatomen, die nach der Aufnahme dazu beitragen, sauerstofffördernde Hydrogen-Ionen zu bilden.
Eiweiß führt zu Knochenschäden
Dieser Mythos ist eng mit dem vorherigen verbunden. Es wird behauptet, dass das Essen von Protein aus tierischen Produkten zu einem Rückgang des pH-Werts in unserem Körper führt. Um dies zu verhindern, wird Kalk aus den Knochen mobilisiert, das die Hydrogen-Ionen-Säure neutralisieren kann. Leider führt dies zu einem langsamen Rückgang des Kalkgehalts in den Knochen und zur Entwicklung von Osteoporose im Laufe der Zeit. Das ist die Theorie hinter diesem Mythos. Tatsache ist jedoch, dass, wenn wir mehr Protein essen, unser Urin mehr Kalzium enthält. Das deutet darauf hin, dass diese Theorie richtig sein könnte. Es gibt jedoch ein Problem: Trotz des höheren Kalziumgehalts im Urin wird sein Spiegel in den Knochen nicht reduziert. Das ist kein magischer Trick, sondern die Antwort liegt im Verdauungstrakt. Ein höherer Proteinkonsum fördert eine größere Kalziumabsorption aus der Ernährung, die dann über den Urin ausgeschieden wird. Protein führt nicht nur nicht zu Knochenschäden, sondern stärkt sie sogar. Das macht Sinn, wenn man bedenkt, dass Knochen zu einem großen Teil aus Protein bestehen.